Eishockey - Adler-Zugang Taylor Leier erwartet von sich am Freitag beim Topspiel in München eine Steigerung Neue Herausforderung

Von
Christian Rotter
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Taylor Leier (rechts) gelang beim Adler-Sieg in Schwenningen sein erster Scorerpunkt in der DEL. © Pix

Mannheim. Der erste Scorerpunkt, den er im Trikot seines neues Teams sammelte, hätte kaum kurioser zustande kommen können. Im Baden-Württemberg-Duell in Schwenningen fuhr Taylor Leier in die gegnerische Zone und passte zu Nico Krämmer. Der wollte eigentlich noch einmal quer legen, doch Wild-Wings-Verteidiger Marius Möchel fälschte das Zuspiel in den eigenen Kasten ab – 4:0, damit verteidigten die Adler Mannheim ihre Tabellenführung in der Südgruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

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„Ich habe mich da draußen gut gefühlt, habe ja schon zehn Spiele in Tschechien absolviert“, sagte Leier, der Anfang Januar zum HC Ocelari Trinec gewechselt war. Für Trinec läuft die Saison bislang zwar ausgesprochen gut, der Club mischt ganz oben mit. Leier, der in zehn Spielen ein Tor schoss und vier Vorlagen gab, zog dennoch schnell weiter. „Er war der beste Spieler, der für uns auf dem Markt war“, sagte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara über den 26-Jährigen, der es in seiner jungen Karriere auf immerhin 55 Partien in der nordamerikanischen Profiliga NHL brachte, sich dort jedoch nicht durchsetzen konnte.

Leier suchte eine neue Herausforderung in Europa – und fand sie nun in Mannheim. Der 1,80-Meter-Mann ist nicht der Ersatz für Mittelstürmer Andrew Desjardins, für den die Saison zu Ende war, noch ehe sie begonnen hatte. Nein, Alavaara fahndet weiter nach einem Mittelstürmer. Da aber auch Tommi Huhtala noch einige Wochen ausfällt, schlug der Schwede auf dem Transfermarkt zu. Es war keine schlechte Entscheidung, weil nun auch noch Brendan Shinnimin länger ausfällt.

Leier, der Anfang vergangener Woche in Mannheim eintraf, musste sich zunächst aber in Geduld üben. Erst nach absolvierter Quarantäne und negativem Coronatest am Montag stand fest, dass er am Dienstag sein Debüt für die Blau-Weiß-Roten geben würde.

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„Neue Teamkollegen, neue Mannschaft, neues System – ich habe versucht, mich davon nicht beirren zu lassen, sondern einfach zu spielen. Nach ein paar weiteren Partien werde ich mich wie zu Hause fühlen“, sagte Leier, der an der Seite von Jason Bast und Krämmer stürmte. Die Pause war ihm in einigen Situationen durchaus noch anzumerken. Er hatte gute Aktionen wie die in der fünften Minute, als er den Puck eroberte und Thomas Larkin in Szene setze. Die Chance, die Adler mit 1:0 in Führung zu bringen, vergab er in der 35. Minute aber klar. Bei seinem Alleingang ging im sichtlich die Puste aus.

Hohe Intensität

Der Kanadier erwartet von sich im Topspiel am Freitag (20.30 Uhr) beim EHC Red Bull München eine Steigerung. Worauf er sich gefasst machen kann, weiß Florian Elias, der in Schwenningen sein ersten DEL-Tor erzielte: „Duelle mit München sind immer etwas Besonderes, sie haben eine hohe Intensität. Alle Spieler puschen sich, das ist schon vor dem ersten Bully zu spüren.“

Redaktion Koordinator der Sportredaktion