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FC Bayern München

Nagelsmann baut vor Königsklasse um - Fokus auf Stuttgart

Julian Nagelsmann baut in Bayerns großer Königsklassenwoche gegen Stuttgart um. Der verletzte Coman fällt aus. Goretzka darf beginnen - neben Kimmich. Der ist wieder ein entscheidender Faktor.

Von 
Klaus Bergmann und Martin Moravec
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Bayern-Coach Nagelsmann ist mit seinem Team mitten in der Königsklassenwoche. © Sven Hoppe

München. Die Dienstanweisung an die Bayern-Profis um wiedererstarkten Juniorchef Joshua Kimmich kam vom obersten Boss höchstpersönlich.

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«Wir freuen uns auf das Match gegen Barcelona, jetzt aber voller Fokus auf Stuttgart!», lautete gleich nach dem 2:0 bei Inter Mailand Oliver Kahns Anordnung für das Heimspiel des FC Bayern in der Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart.

Der Alltagsjob am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist eingebettet in die großen Champions-League-Abende in Mailand und am kommenden Dienstag gegen den FC Barcelona mit der Rückkehr von Robert Lewandowski, über die in München schon jetzt an jedem Fan-Stammtisch geredet wird.

Nagelsmann warnt vor Handbremse - Sané pausiert

Julian Nagelsmann nahm Kahns Aussage auf. Der Trainer formulierte seine Erwartungen nach zwei 1:1 in der Liga gegen Gladbach und Union Berlin und der verlorenen Tabellenführung am Freitag anschaulich in der Autofahrersprache. «Wir sind gefordert, schnellstmöglich wieder auf die linke Spur und das Gaspedal zu gehen», sagte Nagelsmann.

Er erwartet Vollgas gegen Stuttgart - und das sogar wegen Barcelona. Denn die VfB-Partie ist eine Bewerbungs-Plattform. «Es macht null Sinn, nachzulassen. Wer gegen Stuttgart die Handbremse zieht, kann am Dienstag die Parkbremse reinmachen», sagte Nagelsmann, der nach dem kraftraubenden Königsklassen-Erfolg in Mailand rotieren wird.

Der gegen Inter herausragende und gegen Barça benötigte Leroy Sané wird nicht beginnen. «Er hat Körner gelassen gegen Inter», sagte sein Coach. Kingsley Coman erlitt im Training einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und fällt vorerst aus. Jamal Musiala und Serge Gnabry rücken dafür in die Offensive, möglicherweise auch Talent Mathys Tel. Und Leon Goretzka beginnt nach drei Teilzeiteinsätzen erstmals im Mittelfeld - an der Seite des gesetzten Kimmich.

Der 27-Jährige hatte sich in Mailand zwar im Gesicht verletzt, eine Pause bekommt der Immer-Spieler gegen seinen Ex-Verein aber nicht. «Das Auge hat viele Farben, er hat aber den Durchblick wiedergefunden», berichtete Nagelsmann. Der Mittelfeldchef hat einst beim VfB alle Jugendklassen durchlaufen und am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart sein Abitur gemacht - mit einem Notenschnitt von 1,7.

Kimmich als Lenker und Denker zurück

Bestnoten verdient sich der Nationalspieler auch zu Beginn der WM-Saison, nachdem die zurückliegende Spielzeit für ihn äußerst kompliziert war. «Die letzte Saison würde ich total ausklammern. Was da alles auf ihn eingeprasselt ist», bemerkte Nagelsmann mit Blick auf fast vier Monate Ausfallzeit von Kimmich im Zuge von Corona. Dazu stand er einige Zeit im Mittelpunkt der öffentlichen Impfdebatte.

«Viele Diskussionen - auch auf politischer Ebene - wurden mit seinem Namen geführt. Wenn (in Talkshows) bei Maischberger und Co. mehr über ihn diskutiert wird und er das Synonym für die Impfdebatte ist, ist das nicht leicht zu verkraften. Er ist ein junger Mensch. Da kann man nicht erwarten, dass er top performt», schilderte Nagelsmann.

In dieser Spielzeit ist Kimmich wieder der Denker und Lenker des Bayern-Spiels, aus einer etwas offensiveren Position heraus, wie Nagelsmann erläuterte: «Er spielt aktuell sehr gut. Er hat eine tragende Rolle, hat viele Ballaktionen, ist defensiv wichtig. Und das Schöne an ihm ist, er will sich immer verbessern.»

Um Kimmichs Ehrgeiz und Motivation braucht sich Nagelsmann vor Barcelona nicht zu sorgen. Kimmich macht der aktuelle Bayern-Fußball zudem wieder richtig «Spaß», wie er jüngst sagte: «Im Team stimmt es. Da kann etwas entstehen.»

© dpa-infocom, dpa:220909-99-695052/3

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