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Radsport - Slowene ärgert sich nach Etappenerfolg über Razzia

Mohoric siegt und attackiert Kritiker

Von 
dpa
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Libourne. Matej Mohoric tippte am Ende seiner Triumphfahrt demonstrativ auf sein Trikot und legte provokant den Zeigefinger auf die Lippen. Keine 40 Stunden nach der nächtlichen Dopingrazzia bei seinem Team Bahrain-Victorious feierte der slowenische Meister in Libourne seinen zweiten Solo-Etappensieg bei der Tour de France und wollte mit seinem Jubel alle Kritiker zurechtweisen.

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„Ich bin enttäuscht vom System. Es ist nicht schön, wenn die Polizei bei dir im Zimmer steht und sich durch deine Sachen wühlt. Sie gucken sich sogar die Privatsachen an, lesen die Nachrichten auf dem Handy“, sagte der Tagessieger nach den 207 Kilometern von Mourenx nach Libourne am Freitag. In der Nacht zum Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft von Marseille in Pau bis zwei Uhr morgens die Zimmer der arabischen Mannschaft wegen Dopingverdachts durchsucht.

Matej Mohoric sieht sich nach der Polizeiaktion als Opfer. © dpa

Gefunden wurde nichts, was den Verdacht erhärtet hätte, weshalb die Mannschaft weiterfahren durfte. „Ich fühlte mich wie ein Krimineller“, klagte der Sieger. Die Bilder aus den Pyrenäen seien ihm in den letzten 1000 Metern, als sein Sieg schon feststand, noch einmal durch den Kopf gegangen.

Komfortable Lage für Pogacar

Trotz allen Turbulenzen strahlte der Gewinner, die slowenischen Festspiele mit ihm und Tadej Pogacar (Gelbes Trikot und drei Tagessiege) gehen munter weiter. Am Samstag steht das Zeitfahren an. Passiert Pogacar am Finalwochenende nichts mehr, wird er wie 2020 neben dem Siegertrikot auch das Weiße Trikot des besten Jungprofis und das Gepunktete Trikot des besten Bergfahrers erobern. Im Kampf gegen die Uhr geht es nur noch darum, wer Pogacar am Sonntag im Zentrum von Paris aufs Podium begleiten darf.

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Gewinnt Mark Cavendish auf den legendären Champs-Élysées, gehört ihm nicht nur das Grüne Trikot des besten Sprinters, sondern mit dann 35 Tageserfolgen auch der Etappenrekord der Tour, den zuvor mehrere Jahrzehnte Belgiens Legende Eddy Merckx mit 34 Siegen hielt. dpa

19. Etappe Mourenx/Frankreich - Libourne/Frankreich (207,00 ...

19. Etappe Mourenx/Frankreich - Libourne/Frankreich (207,00 km): 1. Matej Mohoric (Slowenien) - Bahrain Victorious 4:19:17 Std.; 2. Christophe Laporte (Frankreich) - Cofidis + 58 Sek.; 3. Casper Pedersen (Dänemark) - Team DSM; 4. Mike Teunissen (Niederlande) - Jumbo-Visma + 1:02 Min.; 5. Nils Politt (Hürth) - Bora-hansgrohe + 1:08; 6. Edward Theuns (Belgien) - Trek - Segafredo; 7. Michael Valgren Andersen (Dänemark) - EF Education-Nippo; 8. Georg Zimmermann (Neusäß) - Wanty-Gobert; 9. Anthony Turgis (Frankreich) - Team TotalEnergies + 1:10; 10. Jasper Stuyven (Belgien) - Trek - Segafredo; Gesamtwertung: 1. Pogacar 79:40:09 Std.; 2. Jonas Vingegaard Rasmussen (Dänemark) - Jumbo-Visma + 5:45 Min.; 3. Richard Carapaz Montenegro (Ecuador) - Ineos Grenadiers + 5:51; 4. Ben O’Connor (Australien) - AG2R Citroën Team + 8:18; 5. Wilco Kelderman (Niederlande) - Bora-hansgrohe + 8:50; 6. Enric Mas Nicolau (Spanien) - Movistar Team + 10:11; 7. Alexei Luzenko (Kasachstan) - Astana-Premier Tech + 11:22; 8. Guillaume Martin (Frankreich) - Cofidis + 12:46; 9. Pello Bilbao (Spanien) - Bahrain Victorious + 13:48; 10. Rigoberto Uran Uran (Kolumbien) - EF Education-Nippo + 16:25.

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