Fußball: Funkels Geduld mit dem lange verletzten Eintracht-Lenker zahlt sich in Leverkusen aus Mit Alexander Meier kehrt die Spielkultur zurück

Lesedauer: 

Düsseldorf/Frankfurt. Mensch Meier! Eine Knieverletzung hat Fußball-Profi Alexander Meier über ein Jahr fast zur Verzweiflung gebracht und den torgefährlichen Mittelfeldmotor von Eintracht Frankfurt in der Bundesliga monatelang lahmgelegt. Am Samstag erzielte der 26 Jahre alte beste Vorbereiter der Hessen beim 1:1 (1:1) bei Bayer Leverkusen seinen ersten Bundesliga-Treffer seit dem 15. September 2007 - und heimste größten Respekt von Trainer Friedhelm Funkel nicht nur für seinen Knie-Treffer ein.

AdUnit urban-intext1

"Im 1:4-Hinspiel hat Leverkusen noch Fußball vom Feinsten gespielt und uns eine Lektion erteilt. Heute haben wir das taktisch clever und geschickt gemacht. Und Alex Meier und Chris bringen uns mehr Spielkultur in die Mannschaft", sagte Funkel nach dem "Punktsieg" im Düsseldorfer Exil des Leverkusener UEFA-Cup-Aspiranten. Stets hat Funkel seinem Mittelfeldmann Mut gemacht und mit großer Geduld auf die Rückkehr des Rekonvaleszenten gewartet. "Ich habe immer gesagt, dass ich Zeit brauche und zuletzt gegen Hoffenheim gemerkt, dass es bergauf geht", meinte Meier, der im Mittelfeld mit vielen gewonnenen Zweikämpfen die Basis für einen überdurchschnittliche Partie legte. Und das Warten auf den Lenker hat sich gelohnt: Als Fenin mit einer Flanke von links den Torschützen in der 16. Minute erreichte, prallte der Ball von dessen Bein direkt und unhaltbar für Nationaltorwart Adler ins Netz. Für Bayer traf Kadlec (40.).

"Ich weiß auch nicht, wie ich genau getroffen habe. Hauptsache er war drin", bekannte Meier. In der Nachspielzeit hätte er seine feine Leistung fast noch mit dem möglichen Siegtreffer gekrönt. Aber den harten Schuss von Steinhöfer konnte er nur noch unkontrolliert am Tor vorbei lenken. "Wichtig war, dass wir gut gespielt haben. Wir sollten mit einem Punkt zufrieden sein", sagte der Torschütze, der Bescheidenheit im Überfluss gelernt hat. "Wir stehen noch vor schweren Wochen", warnte Funkel. Der Abstand zum Relegationsplatz ist mit vier Punkten kein Polsterkissen, auf dem sich die Hessen ausruhen könnten. dpa