Leichtathletik - Hallensaison soll auf dem Weg zum angepeilten Olympia-Gold nur ein Baustein sein Malaika Mihambo eine der sichersten Goldkandidaten für Olympia

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Malaika Mihambo bei ihrem Sieg in Berlin: Um die Sieben-Meter-Marke zu knacken, fehlen ihr in dieser Hallensaison noch 23 Zentimeter. © dpa

Berlin. Malaika Mihambo ist in unsicheren Zeiten eine der sichersten deutschen Goldkandidaten für die Olympischen Spiele in Tokio. Die Weitsprung-Weltmeisterin hat mit zwei Siegen in Serie und beschleunigt durch die Rückkehr zum langen Anlauf schnell Fahrt aufgenommen, um das goldene Ziel zu erreichen.

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„Es ist nicht so schwierig, wie ich es mir gedacht habe“, sagte die Leichtathletin der LG Kurpfalz nach ihrem Erfolg beim Istaf Indoor am Freitagabend in Berlin. Perfekt hat die Rückkehr zum langen Anlauf mit 20 statt zuletzt nur 16 Schritten noch nicht geklappt. Es reichte zu 6,77 Metern und Platz eins, aber nicht zu einem Sieben-Meter-Satz.

„Ich habe noch kein festes Muster in meinem Kopf für den optimalen Anlauf. Da ist noch Potenzial, es zu verbessern“, meinte die 27 Jahre alte zweimalige „Sportlerin des Jahres“. In Berlin hatte die Oftersheimerin „zweieinhalb Mal“ bei sechs Sprüngen das Gefühl, der Anlauf sei geglückt: „Leider hat sich das nicht in der Weite gezeigt. Aber ich denke, die ungültigen Sprünge haben das Potenzial gezeigt. Da ist viel da.“

Nun hofft sie, den Anlauf bei den deutschen Meisterschaften am 20./21. Februar in Dortmund und bei der Hallen-EM vom 4. bis 7. März in Torun/Polen zu optimieren – und die Grundlage für den großen Sprung am 3. August in Tokio zu schaffen.

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Nach dem WM-Titelgewinn mit 7,30 Metern ist die Ausnahmeathletin die Topfavoritin auf Olympia-Gold. „Prinzipiell ist es das Ziel. Man darf sich aber nie zu sicher sein“, sagte Mihambo zurückhaltend. „Es ist besser, mit Demut in den Wettkampf zu gehen.“ Momentan befasse sie sich weder mit dem möglichen Tokio-Triumph noch überhaupt mit den durch die Pandemie bedrohten Sommerspielen. „Für mich geht es darum, immer optimistisch zu bleiben und sich flexibel an die gegebene Situation anzupassen“, erklärte Mihambo. „Ich habe in der Corona-Krise gelernt, das in kleinen Schritten und von Woche zu Woche zu denken.“ Deshalb habe sie Olympia noch in den Hinterkopf verbannt.

Richtung stimmt

Die Erfolge bei den Hallen-Meetings in Düsseldorf und Berlin binnen einer Woche sind ein guter Anfang gewesen – auch wenn sie sich über die Weltbestleistung von 6,77 Meter nur kurz freuen konnte: In Dortmund sprang die Schwedin Khaddi Sagnia am Sonntag 6,82 Meter weit. „Das geht in die richtige Richtung“, befand Mihambo nach ihrer Leistung in Berlin. Durch den längeren Anlauf erhöhe sich die Geschwindigkeit ungefähr von 9,3 auf 9,8 Meter pro Sekunden und biete mehr Variationsfreiheit bis zum Absprungbrett.

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Im Olympia-Jahr will sie nicht nur mit bis zu 35 Stundenkilometern zur Sandgrube flitzen, um in Japan Edelmetall zu gewinnen, sondern auch die 7,30 Meter übertreffen. Möglich wäre es. „Bestimmt, aber auch das ist nicht selbstverständlich“, sagte Mihambo. „Dafür muss man hart arbeiten. Es reizt mich. Wenn es einen solchen Sprung geben sollte, würde ich mich sehr freuen.“ dpa

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