Kein Märchen mehr

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Vom Hans im Glück zur Pechmarie - das Märchen Hoffenheim hat sich zu einer Alltagsstory im deutschen Fußball gewandelt. In der Hinrunde noch getragen auf einer Welle von Erfolg und Euphorie, kämpft der Bundesliga-Aufsteiger nun mit den üblichen Widrigkeiten des Profidaseins. Dabei kommt es derzeit zwar knüppeldick, doch jammern gilt nicht. Auch andere müssen Ähnliches verkraften - siehe Frankfurt mit 16 Operationen quer durch den Kader in dieser Saison oder Karlsruhe, das mit Maik Franz schon lange den Leitwolf im Abstiegskampf vermisst.

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Und der Herbstmeister steht - nicht nur im Vergleich zu obigen Klubs - noch gut da. 44 Punkte bedeuten nur vier Zähler Rückstand auf den zweiten Champions-League-Platz und fünf auf Tabellenführer Berlin. Und dies bei wenig stabilen Spitzenteams. Allerdings sitzt jede Menge Konkurrenz im Kampf um die internationalen Plätze im Nacken.

Da heißt es, Lösungen finden und sich wehren. Nicht nur auf dem Rasen. Während am Samstag nach Spielschluss gleich das große mediale Geschrei nach einer Sperre für Luiz Gustavo einsetzte, hat bislang nur das ZDF mit seinen Sportstudiokameras entdeckt, dass dem Ellbogen-Stoß des Brasilianers ein heimtückischer Fußtritt des theatralischen Opfers Bruggink vorausging. Wer selbst einmal gekickt hat, kennt diese linken Fouls. Oben lächeln, unten treten. Die erste Tätlichkeit beging der Hannoveraner, Gustavo setzte sich (dumm) zur Wehr - doch der DFB ermittelt nur in eine Richtung.