Jammern mit System

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Honda ist aus der Formel 1 ausgestiegen, die anderen Teams müssen ihren Etat aufgrund der kritischen Finanzlage einschränken, Sponsoren springen gleich reihenweise ab - auf den ersten Blick mutet die Lage in der Königsklasse des Motorsports dramatisch an. Tristesse macht vor der am 29. März beginnenden WM-Saison die Runde. Doch wollen sich die Teams im Fahrerlager wirklich mit Hauszelten präsentieren statt wie bisher in prächtigen, mehrstöckigen, millionenschweren Motorhomes?

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Mitnichten. Vielleicht werden die Partys in den Glas- und Metall-Palästen weniger rauschend sein - aber wenn die Motoren erst einmal aufheulen, ist die problematische Gesamtlage schnell verdrängt. Denn bei allem Kürzungsbedarf dürfen zwei Punkte nicht außer Acht gelassen werden: Zum einen laufen viele Werbeverträge langfristig und garantieren Einnahmen. Zum anderen war die äußerst kreative Formel-1-Szene noch nie verlegen, wenn es ums Erschließen neuer Geldquellen ging. Bald liegt der Fokus wieder auf dem Sport und das Jammern - auf äußerst hohem Niveau - endet.