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Olympia - Bach wirbt um Verständnis und fürs Fernsehen

IOC-Chef verteidigt Fan-Verbot

Von 
dpa
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Tokio. Trotz des Zuschauerausschlusses bei den Olympischen Spielen in Tokio müssen sich nach Ansicht von IOC-Präsident Thomas Bach die Athleten in den Arenen nicht allein fühlen. „Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt werden an ihren Bildschirmen hängen und sie werden in ihren Herzen bei Ihnen sein“, sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees.

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In seiner Videobotschaft an die Teilnehmer verteidigte er zudem das Fan-Verbot in Tokio und an anderen Wettkampfstätten außerhalb der Hauptstadt. „Es war eine Entscheidung, die notwendig war, um sichere Olympische Spiele zu gewährleisten“, betonte Bach. „Ich hoffe, wir sind uns alle einig, dass das Wichtigste ist, dass diese Spiele stattfinden – dass Sie Ihren olympischen Traum verwirklichen können.“

Elena Burkard ärgert sich über zweierlei Maß im Umgang mit den Fans. © dpa

Allerdings ist es für die deutsche Hindernisläuferin Elena Burkard nicht erklärbar, warum bei der Fußball-EM Zuschauer im Stadion sein durften und bei den Tokio-Spielen nun nicht. „Es ist völlig unverständlich, dass der Fußball in der Corona-Zeit über alles gestellt worden ist“, sagte die 29 Jahre alte EM-Sechste und Olympia-Starterin: „60 000 Zuschauer in London und Budapest im Stadion, leere Ränge in Tokio – wer kann das noch verstehen?“

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Nachdem die Olympia-Organisatoren wegen der erneuten Verhängung des Corona-Notstandes das Zuschauerverbot bei den Wettbewerben in Tokio beschlossen hatten, wurde nun ebenso an Austragungsorten außerhalb der Hauptstadt die Fanpräsenz durch die jeweiligen Präfekturen untersagt.

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Dies betrifft die Fußballspiele der Männer und Frauen auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido. Gleiches gilt für die Baseball- und Softball-Wettbewerbe in Fukushima. Die Organisatoren widerriefen am Samstag eine vorherige Entscheidung, im Azuma Baseball Stadion in Fukushima Zuschauer zuzulassen. Hokkaido hatte zuvor die Bevölkerung bereits aufgefordert, bei den nach Sapporo ausgelagerten Marathon- und Geher-Wettbewerben nicht an den Streckenrand zu kommen. Gleiches gilt für die Radsport-Straßenentscheidungen und beim Triathlon. Bislang wollen hingegen die Präfekturen Miyagi, Ibaraki und Shizuoka Zuschauer noch zulassen.

Der Nürnberger Pharmazeut Fritz Sörgel hält den Besucherausschluss für eine unausweichliche Entscheidung. „Das ist für mich die einzige Option“, sagte der Leiter des Instituts für biomedizinische und pharmazeutische Forschung in Heroldsberg: „Olympische Spiele mit Zuschauern wären unverantwortlich gewesen.“ Die japanische Bevölkerung sei „nicht sehr gut durchgeimpft und die Fälle sowie Inzidenzwerte“ würden steigen.

Derweil wollen Japans Organisatoren den rund 70 000 freiwilligen Helfern einen Einsatz weiter ermöglichen. Man wolle Anpassungen am Einsatzplan vornehmen, so dass alle Volunteers mitmachen können, sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto. 

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