Olympia - IOC will Zweifel um Tokio-Absage zerstreuen Impfungen sollen Spiele retten

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dpa (Bild: dpa)
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Berlin. Für die Rettung der Sommerspiele in Tokio klammern sich die Olympia-Macher immer mehr an die Hoffnung auf rechtzeitige Corona-Impfungen für die Athleten. Angesichts wachsender Zweifel an der Austragung des Mega-Events schwor IOC-Chef Thomas Bach (Bild) alle 206 Nationalen Olympischen Komitees zum Durchhalten ein, der Ringe-Zirkel appelliert verstärkt an die Impfbereitschaft. Zudem will das Internationale Olympische Komitee dem britischen „Telegraph“ zufolge mithilfe einer Impf-Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ärmere Länder Vakzine für Tokio-Teilnehmer sicherstellen.

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Der Deutsche Olympische Sportbund startete eine Umfrage zur Einstellung seiner Sportler zur Corona-Impfung. „Das IOC hofft sehr, dass die überwiegende Mehrzahl der Athleten und Betreuer geimpft anreisen werden“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann der „Bild am Sonntag“. Er rechne damit, dass sich die Impfstoff-Knappheit in zwei bis drei Monaten entspannt. „Diejenigen, die sich als Botschafter unseres Landes hinter der Fahne für Deutschland versammeln, sollten dann auch drankommen können“, sagte Hörmann.

„Zeichen der Solidarität“

Zuvor hatte IOC-Präsident Bach den NOK-Chefs in einer Schalte versichert, dass Spekulationen um eine bereits von Japan beschlossene Absage der Tokio-Spiele falsch seien. „Alle Aussichten sind gut, wir arbeiten hart“, sagte der 67-Jährige auch in einem vom IOC verbreiteten Video. Wegen hoher Infektionszahlen hatte der Olympia-Gastgeber zuletzt den Notstand im Großraum Tokio verhängt.

Laut Bach bereite man sich auf alle Szenarien vor, die für den Sommer zu erwarten seien. Das umfasse die Regelungen für Einreise und mögliche Quarantäne sowie Abstandsregeln im olympischen Dorf ebenso wie Impfungen und Corona-Schnelltests. Es handle sich um ein „gewaltiges Unterfangen“, sagte Bach.

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Eine Impfpflicht hat das IOC bislang stets ausgeschlossen. „Wir sagen aber gleich auch: Wir möchten, dass so viele wie möglich geimpft sind, die nach Japan kommen. Das ist halt auch ein Zeichen von Solidarität, nicht nur unterhalb der Athleten, sondern auch mit unseren Gastgebern“, sagte IOC-Sprecher Christian Klaue dem TV-Sender Sky. dpa (Bild: dpa)