Fußball - Die TSG Hoffenheim will sich bei Bundesliga-Schlusslicht Paderborn für die bittere Niederlage gegen Hertha BSC rehabilitieren Große Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis

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Jürgen Berger
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TSG-Torjäger Andrej Kramaric hat zwar wieder individuell trainiert, ein Einsatz bei Aufsteiger Paderborn ist jedoch nicht möglich. © dpa

Zuzenhausen. An die Corona-Vorgaben der DFL haben sich die Profis der TSG Hoffenheim mittlerweile gewöhnt, dafür wird die Sehnsucht nach einem Erfolgserlebnis immer größer. Die 0:3-Heimniederlage gegen Hertha BSC zum Neustart vor einer Woche war schmerzhaft – insgesamt ist der Fußball-Bundesligist aus dem Kraichgau nun schon seit sechs Partien ohne Sieg. „Natürlich sind wir genervt von der Situation. Wir werden aber nicht nervös, weil wir wissen, was wir können“, sagte Trainer Alfred Schreuder vor dem Match bei Schlusslicht SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr). „Wir brauchen vor allem mehr Überzeugung im Abschluss.“

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Der größte Hoffnungsträger in diesem Bereich fällt allerdings weiter aus. Torjäger Andrej Kramaric hat nach seinen Problemen am Sprunggelenk und Knie zwar wieder individuell trainiert. Das Duell mit dem kampfstarken Aufsteiger kommt jedoch noch zu früh für den kroatischen Vizeweltmeister. „Es geht ihm etwas besser. Er hat aber noch kein Mannschaftstraining absolviert“, berichtete Schreuder und ergänzte: „Ich hoffe, Andrej spielt diese Saison noch.“ Angesichts der anstehenden englischen Wochen ist die Belastungssteuerung ein besonders wichtiges Thema.

Samassekou wieder fit

Immerhin kann der TSG-Coach am Samstag wieder auf Havard Nordtveit und Diadie Samassekou zurückgreifen. Jakob Bruun Larsen ist trotz einer leichten Verletzung ebenfalls einsatzbereit. So fehlen dem Tabellenneunten lediglich die Langzeitpatienten Sargis Adamyan und Ishak Belfodil. Ein Mutmacher für die Partie beim in diesem Kalenderjahr in der eigenen Arena noch punktlosen SCP ist das Hinspiel in Sinsheim. Damals zeigte die TSG eine ihrer besten Saisonleistungen und hatte den 3:0-Erfolg bereits nach 26 Minuten eingetütet. „Wir waren in der ersten Halbzeit einfach sehr gut und hätten an diesem Tag wahrscheinlich jeden Gegner geschlagen“, blickte Schreuder zurück. Eine erneute Gala wäre jetzt für das Selbstvertrauen seiner Profis im Bundesliga-Endspurt wichtig. Die Europapokalplätze sind für Schreuder aktuell kein Thema. „Wenn wir so unnötig Spiele verlieren wie gegen Hertha, brauchen wir nicht darüber sprechen“, erläuterte der Niederländer, der im Training intensiv am Umschalt- und Angriffsspiel seines Teams gearbeitet hat.

Lob für Sturmjuwel Beier

Ein Lob für eine gute Trainingswoche bekam Verteidiger Kevin Akpoguma, der nach seinen Patzern gegen Berlin „gut reagiert“ habe. Außerdem schwärmte Schreuder vom 17-jährigen Sturmjuwel Maximilian Beier, der gegen Hertha als Joker zum Einsatz gekommen war. „Maxi arbeitet hart und ist von sich überzeugt. Er hat großes Potenzial“, betonte der Trainer. Der 47-jährige Schreuder ist gerade auch als Psychologe gefragt.

Redaktion Sportredakteur