Fußball - UEFA hält trotz Spielverbots in Paris und Lyon an Champions-League-Plänen vorerst fest / England plant konkreter, Italien und Spanien pessimistisch Frankreich wird zum nächsten Stolperstein

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dpa
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Kylian Mbappé und Paris Saint-Germain müssen weiter pausieren. © dpa

Nyon. Das mögliche Saison-Aus für Thomas Tuchel wird zum nächsten Stolperstein für die UEFA-Pläne einer Fortsetzung der Champions League. Bis Ende Juli darf in Frankreich kein Fußball mehr stattfinden – auch nicht ohne Zuschauer. Damit können Paris Saint-Germain und Olympique Lyon frühestens wieder im August zuhause spielen.

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Erst vor einer Woche hatte die UEFA zwei mögliche Szenarien angekündigt: Entweder werden Champions und Europa League erst im August nach einem Ende der nationalen Ligen wieder aufgenommen. Oder die internationalen Wettbewerbe laufen parallel zum Kampf um die Meisterschaften – der in vielen Ländern in weiter Ferne ist.

„Wir haben keinen Kommentar bezüglich der Ankündigung in Frankreich“, teilte die UEFA am Mittwoch mit und verwies auf getroffene Beschlüsse. Darin ist geregelt, dass die Ligen unter bestimmten Voraussetzungen ihre Saison abbrechen dürfen und trotzdem Europapokal-Teilnehmer für die kommende Spielzeit melden können.

Noch hat auch UEFA-Vorsitzender Aleksander Ceferin die Hoffnung nicht aufgegeben, diesen Sommer Champions im Europapokal zu küren. Es gebe dafür „keine spezifische Deadline“, kündigte er an.

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Aus der Ligue 1 ist Meister Paris Saint-Germain unter Trainer Tuchel nach dem Weiterkommen gegen Borussia Dortmund bereits für die Runde der besten acht Teams qualifiziert. Lyon hatte das Achtelfinal-Hinspiel zuhause gegen Juventus Turin 1:0 gewonnen. Keine andere Nation, die noch Champions-League-Teilnehmer hat, ist derzeit so weit in ihren Planungen wie Deutschland:

Italien (Atalanta Bergamo, Juventus Turin, SSC Neapel): Das Training sollen die Clubs der Serie A zwar am 18. Mai wieder aufnehmen dürfen. Sportminister Vincenzo Spadafora machte zuletzt aber nur wenig Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in den Spielbetrieb. „Der Weg zu einer möglichen Wiederaufnahme der Meisterschaft im Fußball wird immer steiler“, sagte der Politiker einem Fernsehsender.

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England (FC Chelsea, Manchester City): In der Premier League werden die Pläne für einen Restart konkreter. Einem Bericht der „Daily Mail“ haben erste Vereine Mitarbeiter darüber informiert, dass sie mit einer Fortsetzung am 13. Juni rechnen, möglicherweise auch früher. Zuvor hatte der Sender BBC von einem geplanten Start am 8. Juni berichtet. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung von Gesundheitsexperten und Politik.

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Spanien (Atlético Madrid, FC Barcelona, Real Madrid): Vereine dürfen je nach Situation auf Training in der ersten Mai-Hälfte hoffen. Gesundheitsminister Salvador Illa schloss aber baldige Spiele aus. „Es wäre rücksichtslos, jetzt zu sagen, dass der Profi-Fußball vor dem Sommer zurück sein wird.“ dpa