Gewichtheben Ex-Verbandsboss sorgt für Entsetzen

Von 
dpa
Lesedauer: 

Leimen. Der McLaren-Report über die Machenschaften des langjährigen Gewichtheber-Weltpräsidenten Tamás Aján hat bei Athleten Deutschland für große Erschütterung gesorgt. Der Bericht lege offen, dass der 81-jährige Ungar „jahrzehntelang ein autokratisches System regierte, das Machtabsicherung durch Stimmenkauf und Mobbing sowie umfangreiche Dopingvertuschung, Korruption und mutmaßlich Geldwäsche ermöglichte“.

AdUnit urban-intext1

Jürgen Spieß, Athletensprecher im Bundesverband Deutscher Gewichtheber und Mitglied bei Athleten Deutschland, forderte Konsequenzen. „Klar ist, dass die Ergebnisse wohl nur die Spitze des Eisbergs sichtbar machen“, sagte der Heber des AV Speyer. „Statt persönlicher Bereicherung und Machterhalt einzelner Funktionäre müssen endlich Athleten im Mittelpunkt des Verbandes und damit jeglicher Reformbestrebungen stehen.“