Die deutschen Eishockey-Spieler in den NHL-Playoffs

Eishockey

Lesedauer: 
Edmonton Oilers Leon Draisaitl aus Deutschland spielt in den NHL-Playoffs. Foto: David Kirouac/CSM via ZUMA Wire/dpa © David Kirouac/CSM via ZUMA Wire/dpa

New York (dpa) - Insgesamt vier deutsche Eishockey-Cracks sind in den Playoffs der nordamerikanischen Profiliga dabei - mit unterschiedlichen Chancen.

AdUnit urban-intext1

Für Ex-Bundestrainer Marco Sturm ist die Saison mit den Los Angeles Kings dagegen vorbei. Der Assistenz-Coach der Kings hat einen klaren Favoriten aus deutscher Sicht: die Colorado Avalanche um Torwart Philipp Grubauer. «Die haben nicht nur eine der besten Mannschaften, finde ich, in dieser Saison, sondern mit Philipp Grubauer auch einen der besten Torhüter in der Liga», sagte Sturm der dpa.

Philipp GRUBAUER (Colorado Avalanche): Die Avalanche war das beste NHL-Team der Vorrunde und gewann dafür bereits die Presidents' Trophy. Garant dafür war auch Grubauer, dem aber eine Covid-19-Erkrankung zuletzt zusetzte. Davon ist der 29-Jährige, der schon einen Stanley Cup als Ersatzkeeper mit Washington gewann, nun genesen. Als Stammkeeper strebt der Rosenheimer mit einigen Bestmarken nun den nächsten Triumph an. Bei 39 Vorrunden-Starts gewann Colorado mit Grubauer im Tor 30 Mal. Siebenmal blieb Grubauer ohne Gegentreffer - das ist ligaweit Spitze zusammen mit Semjon Warlamow von den New York Islanders. Auch der Gegentorschnitt von 1,95 ist ein Karriere-Bestwert für Grubauer. Erste Playoff-Hürde sind die St. Louis Blues.

Leon DRAISAITL und Dominik KAHUN (Edmonton Oilers): Für die Oilers beginnen die Playoffs am Mittwoch (Ortszeit) gegen die Winnipeg Jets. Vor allem für NHL-Topstar Draisaitl ist der Stanley Cup ein Sehnsuchtsziel. Zu den Favoriten gehören die Oilers bei aller Offensiv-Wucht von Vorjahres-NHL-Top-Scorer Draisaitl und dem aktuellen Top-Scorer Connor McDavid aber nicht. Der Kölner setzt dafür auf die Eigendynamik, die in den Playoffs entstehen kann.

AdUnit urban-intext2

Nico STURM (Minnesota Wild): Die Wild würden wohl zu den Mitfavoriten auf den Titel zählen - wäre nicht Las Vegas der Gegner in der ersten Playoff-Runde. Die Knights waren punktgleich mit Colorado das beste Vorrunden-Team der Liga. Im ersten Spiel am Sonntagabend (Ortszeit) setzten sich die Wild dennoch mit 1:0 nach Verlängerung durch.

Bei Minnesota kam der 26 Jahre alte Augsburger Sturm zuletzt immer mehr in Fahrt und ist mit elf Treffern zusammen mit Marcus Foligno und Mats Zuccarello viertbester Torschütze der Wild in der Vorrunde. Bundestrainer Toni Söderholm schielt insgeheim auf ein schnelles Aus Minnesotas. Dann könnte der formstarke Sturm eventuell noch zur WM nach Riga nachreisen.

AdUnit urban-intext3

© dpa-infocom, dpa:210517-99-624673/2

AdUnit urban-intext4