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Interview - Erstmals war Paul Hofmann als Cheforganisator für das Reitturnier des Mannheimer Maimarkts zuständig, eine besondere Erfahrung für den 39-Jährigen

„Der Sonntag hat den Platz auf ein neues Niveau gehoben“

Von 
Sibylle Dornseiff
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Paul Hofmann im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Sibylle Dornseiff. Das Turnier kennt der Mannheimer bereits seit frühesten Kindertagen. © Michael Ruffler/Pix

Mannheim. Paul Hofmann ist zwar schon seit frühester Kindheit ein Teil des Maimarkt-Reitturniers, wegen der Corona-Erkrankung seines Vaters Peter Hofmann trat er bei der 58. Mannheimer Pferdewoche aber erstmals in dessen Fußstapfen als Cheforganisator. Das Fazit des gebürtigen Mannheimers, der früher selbst geritten ist und unter anderem das Stuttgarter Hallenchampionat gewonnen hatte, fällt nahezu durchweg positiv aus. Am Rande des Turniers sprach diese Redaktion mit dem 39-Jährigen.

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Paul Hofmann

Paul Hofmann wurde am 16. Juli 1982 in Mannheim geboren und studierte dort Betriebswirtschaftslehre.

Zusammen mit seiner Schwester und zwei Cousins leitet er das Familienunternehmen Berrang GmbH.

Bis 2009 war er selbst ein erfolgreicher Springreiter und nahm unter anderem an der Badenia teil.

Schon seit einigen Jahren ist Hofmann in die Organisation des Maimarkt-Turniers eingebunden. sd

Herr Hofmann, was sind Ihre ersten Erinnerungen an das Turnier?

Paul Hofmann: Ich bin in dem Jahr geboren, als mein Vater die Organisation übernommen hat. Als Kind war der Maimarkt immer ein Highlight für mich. Konkret erinnere ich mich daran, dass der alte Richter-Holzturm ein Spielparadies für Kinder war, dass meine Großmutter die Kasse der Gastronomie verwaltete und dass mein Patenonkel Achatz von Buchwaldt im Parcours ritt.

Was waren ihre ersten Aufgaben bei dem Turnier?

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Hofmann: Da ich lange selbst geritten bin, habe ich die Interessen der Reiter und Reiterinnen vertreten. Ich habe geschaut, dass für sie und die Pferde alles okay ist. Als ich dann nicht mehr selbst im Sattel saß, habe ich überall mitgearbeitet. Es war gut, zu wissen, was alles wichtig ist. Seit einiger Zeit mache ich nun im Vorfeld zusammen mit meinen Vater auch die komplette strukturelle Planung.

War es dann zwar kein kaltes, aber doch lauwarmes Wasser, in das Sie geworfen wurden?

Hofmann: Keines von beiden. Denn im Vorfeld war alles perfekt vorbereitet. Wir haben ein Superteam vor und hinter den Kulissen, das zum größten Teil ehrenamtlich arbeitet und der eigentliche Verwirklicher ist. Das gab mir viel Sicherheit und dafür bin ich sehr dankbar. Der erste Nationenpreis war ein zusätzlicher Anreiz für das Team. Als dann mein Vater ausfiel, haben alle noch einmal Gas gegeben. Alle lieben, was sie tun und tragen den speziellen Maimarkt-Spirit im Herzen.

Sie kennen das Turnier von allen Seiten. Was ist das Besondere daran?

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Hofmann: Ich denke, es ist die Gastfreundschaft und dass wir alles zum Wohle der Pferde und Reiter tun. Zur besonderen Atmosphäre gehört auch, dass das Turnier familiär und dennoch professionell geleitet wird. Wenn sich die schwedische Equipe, die beim Nationenpreis erstmals in Mannheim war, begeistert bedankt und uns als „besser als ein Fünf-Sterne-Turnier“ bewertet, dann macht uns das stolz.

Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Hofmann: Bis auf den tragischen Unfall am Montag, als ein Pferd nach einem Sturz mit einem Trümmerbruch am Ellbogen eingeschläfert werden musste, durchweg positiv. Es war der erste schwere Unfall, an den ich mich erinnern kann. Aber auch da hat sich gezeigt, dass die Teams funktionieren.

Konnten Sie Ihre Pläne am Ende umsetzen?

Hofmann: Wir wollen alle Facetten des Reitsports abbilden, das ist uns mit den internationalen AJA-Senioren, den Para-Equestrians sowie den Nachwuchsprüfungen und den top besetzten Wettbewerben in Dressur und Springreiten gelungen.

Was waren Ihre persönlichen Höhepunkte?

Hofmann: Eindeutig der Sonntag mit voller Kulisse bei der Dressur und beim Nationenpreis. Das war von der Dramaturgie und der Mannschaftsleistung her gigantisch und hat den Platz auf ein neues Niveau gehoben.

Freie Autorin Spezialgebiete Sport und Kultur:Sport: Turnen, Tanzen, Leichtathletik, Kanu, Eiskunstlauf, Short-Track, Curling, Judo, Triathlon, Rope Skipping, Turf, Reiten, Volleyball.Kultur: Theater/Schauspiel, Tanz, Ballett

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