Fußball - Gladbachs Trainer Marco Rose schafft Klarheit und wechselt im Sommer für eine satte Ablöse zu Borussia Dortmund Das Ende der Bedenkzeit

Von 
M. Ritter, H. Schmidt
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Mönchengladbach. Am Rosenmontag hat Marco Rose endlich für klare Verhältnisse gesorgt. Der Trainer von Borussia Mönchengladbach verlässt seinen Club vorzeitig zum Saisonende und wird vom 1. Juli an neuer Chefcoach bei Borussia Dortmund. Dies bestätigten beide Clubs am Nachmittag. Zuvor hatte Rose seine Mannschaft informiert, Sportdirektor Max Eberl wusste schon vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg am Sonntag von der Entscheidung seines Trainers, der noch ein Jahr Vertrag am Niederrhein hatte, aber aufgrund einer Ausstiegsklausel den Club nun vorher verlassen kann.

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„Wir haben in den vergangenen Wochen viele Gespräche miteinander geführt, in denen es um die Zukunft von Marco ging. Leider hat er sich nun entschieden, dass er von einer Klausel in seinem bis Juni 2022 laufenden Vertrag Gebrauch machen und im Sommer zu Borussia Dortmund wechseln möchte“, teilte Eberl mit.

Viel auf den Weg gebracht

Marco Rose nutzt seine Ausstiegsklausel und verlässt Mönchengladbach ein Jahr vor seinem Vertragsende. © dpa

Kurz danach bestätigte auch der BVB die Personalie kurz und knapp. „Marco Rose wird ab der Saison 2021/22 neuer Cheftrainer beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Eine entsprechende Zusage hat der 44-Jährige den BVB-Verantwortlichen gegeben“, teilten die Dortmunder mit. „Der Fokus des BVB ist voll auf die aktuelle Saison und das Erreichen der sportlichen Ziele in der Bundesliga, der UEFA Champions League und dem DFB-Pokal gerichtet“, hieß es weiter.

Hans-Joachim Watzke begrüßte die Entscheidung von Rose und freut sich auf das Engagement des einst „gehyptesten“ Trainers auf dem Markt. „Wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat. Seine Arbeit spricht für ihn. Aber er ist noch Angestellter von Borussia Mönchengladbach, da gebietet es der Respekt, sich erst einmal nicht weiter zu äußern“, sagte der BVB-Geschäftsführer den „Ruhr Nachrichten“.

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Für die Gladbacher, die sich von Rose einen gewaltigen Sprung nach vorn erhofft hatten und nun nach zwei Jahren wieder auf Trainersuche gehen müssen, gibt es immerhin eine ordentliche finanzielle Entschädigung. Die Ablösesumme wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt. „Sollten die in seinem Vertrag festgelegten Bedingungen fristgerecht erfüllt werden, wird er uns also nach dem Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen. Bis dahin werden wir mit Marco gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um unsere Ziele in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League zu erreichen“, erklärte Eberl.

Die lauter werdende Kritik an seiner zögerlichen Haltung veranlassten ihn und den Club, die Spekulationen zu beenden. Sein über Wochen ausgebliebenes Treuebekenntnis zum Verein hatte bei den Mönchengladbacher Fans für wachsenden Unmut gesorgt und zudem den sportlichen Aufschwung der Mannschaft gefährdet. Obwohl Sportdirektor Eberl die Wahrscheinlichkeit für einen Rose-Verbleib noch am 6. Februar auf „98 Prozent“ taxiert hatte, muss er nun einen geeigneten Nachfolger finden.

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Rose hat in seiner bisherigen Amtszeit in Gladbach eine Menge auf den Weg gebracht und das Team bis ins Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City geführt. Die Mannschaft hat seinen Spielstil schnell verinnerlicht und einen besseren Fußball als zuletzt unter seinem Vorgänger Dieter Hecking geboten. Eberl musste damit rechnen, dass ein erfolgreicher Trainer Begehrlichkeiten bei anderen Clubs weckt. „Es gibt Spieler und Menschen, die sich entscheiden können und wollen, einen anderen Schritt zu gehen. Wenn einer eine Chance hat, dann soll er sie nutzen. Wenn alles an einer Person hängen würde, wären wir auf sehr dünnem Eis unterwegs“, sagte Borussias Sportdirektor noch am Freitag.

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Nun steht er vor dem nächsten Kandidaten-Check. Spekuliert wird mit Adi Hütter (Frankfurt), Florian Kohfeldt (Bremen) und Jesse Marsch, der bei RB Salzburg Nachfolger von Rose wurde.

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Veröffentlicht
Von
Andreas Schirmer
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