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Bora-Bilanz: Buchmann «wird wertvoll», Kelderman auf Kurs

Tour de France

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Emanuel Buchmann geriet bei den ersten beiden Alpen-Etappen ans Limit. Foto: Bernd Thissen/dpa © Bernd Thissen/dpa

Tignes (dpa) - Mit Hoffnung auf bessere Tage für Emanuel Buchmann und Peter Sagan sowie dem Podium im Blick für Wilco Keldermann geht das Team Bora-hansgrohe in die nächste Phase der Tour de France.

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«Die Zwischenbilanz ist zweigeteilt. Wilco ist wahnsinnig gut dabei, hat nur 40 Sekunden auf das Podium. Peter laboriert leider an seinen Sturzverletzungen, die die Leistung enorm beeinträchtigen», sagte Teamchef Ralph Denk der dpa am Montag.

Der 47-Jährige nahm zudem Buchmann nach dessen mäßigen Leistungen auf den ersten beiden Alpen-Etappen in Schutz. «Er hat sich nicht freiwillig abhängen lassen. Wir sind ja überhaupt froh, dass Emu nach dem Ausfall von Lennard Kämna eingesprungen ist. Dass es ein Experiment wird, war uns bewusst. Schließlich liegt sein planmäßiger Form-Höhepunkt schon einige Wochen zurück», sagte Denk. Radprofi Buchmann hatte auf den verregneten Teilstücken jeweils über 30 Minuten Rückstand auf den Tagessieger.

«Man darf ihn nie abschreiben»

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Mit seinen 58 Kilogramm geriet der Ravensburger bei dem chaotischen Wetter ans Limit. In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen jedoch deutlich steigen. Dann und in den Pyrenäen setzt Bora auf einen möglicherweise wiedererstarkten Buchmann. «Emu wird noch sehr wertvoll in den Pyrenäen als Helfer von Wilco oder vielleicht mal als Ausreißer. Man darf ihn nie abschreiben», betonte Denk.

Gerade der Niederländer Kelderman bereitet dem deutschen Top-Team als Gesamt-Siebter viel Freude. Das Ziel Top 5 scheint aktuell sehr realistisch, vielleicht geht sogar noch mehr. Zumal Denk den Grund für Keldermans verhältnismäßig schwaches Zeitfahren nannte: «Er war zuvor gestürzt und musste am Ellbogen genäht werden. Somit lag er beim Zeitfahren praktisch auf einer frisch genähten Wunde. Da kommt durch den Schmerz die Statik des Körpers durcheinander.»

Sagan-Zukunft offen

Schmerzen hat auch Sagan, der eigentlich zum achten Mal das Grüne Trikot gewinnen will. Aber ein Sturz auf der ersten Sprintetappe bei 70 Stundenkilometern hat den dreimaligen Weltmeister gebremst. «Am Anfang dachten wir, es sei nicht so wild. Aber dann habe ich nach zwei, drei Tagen seine Blutergüsse und Abschürfungen gesehen», berichtete Denk. Man will nun von Tag zu Tag entscheiden, ob man bei den Sprintentscheidungen mitmischt oder Sagan noch etwas Erholungszeit gibt.

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Die Zukunft des Slowaken, dessen Vertrag ausläuft, ist nach wie vor offen. Während der Tour soll verhandelt werden. «Wir haben uns für den zweiten Ruhetag verabredet», sagte Denk. Bora würde seinen Star gerne halten, doch dessen Manager, der frühere Telekom-Profi Giovanni Lombardi, dürfte auch Anfragen von anderen Rennställen auf dem Tisch haben.

© dpa-infocom, dpa:210705-99-263969/2

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