Eishockey - Mannheimer gewinnen mit 2:0 gegen die Iserlohn Roosters / Doppeltorschütze Raedeke / Endras mit zweitem Zu-Null-Sieg Adler trotzen vielen Ausfällen

Von 
Jan Kotulla
Lesedauer: 
Brent Raedeke (r.) bringt die Adler in Führung, Iserlohns Torhüter Andreas Jenike (verdeckt) ist chancenlos. © Binder

Mannheim. Die Adler Mannheim sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross gewann in der zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauften SAP Arena mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gegen die Iserlohn Roosters. „Es war bis zum Schluss ein enges Spiel. Iserlohn hat uns alles abverlangt“, sagte Adler-Torhüter Dennis Endras, der alle 14 Schüsse parierte.

Eishockey Heimerfolg für die Adler: 2:0-Sieg gegen Iserlohn

Veröffentlicht
Von
AS Sportfoto/ Binder
Bilder in Galerie
11
Mehr erfahren
AdUnit urban-intext1

Bei den Adlern mussten die Stürmer Matthias Plachta und Nico Krämmer krankheitsbedingt passen. Zudem konnte Gross nicht auf die verletzten Markus Eisenschmid und Marcel Goc sowie Tim Stützle (U-20-WM) zurückgreifen. Um die vierte Reihe aufzufüllen, rückten Cody Lampl und Moritz Wirth in den Angriff. Bei den dezimierten Roosters fehlte unter anderem Janik Möser. Eigentlich sollte der Adler-Verteidiger, der an Iserlohn ausgeliehen war, dort bis Anfang Februar Spielpraxis sammeln. Der Deutschen Eishockey Liga war nun aufgefallen, dass dies gegen die Statuten verstoßen hätte, da die Wechselfrist am 30. Dezember regulär endete. Der Fehler lag aufseiten der DEL, die daher die Frist bis zum 6. Januar verlängerte. Die Adler gehen davon aus, dass der 24-Jährige am Donnerstag gegen Bremerhaven spielberechtigt ist.

Drittelergebnisse: 1:0, 0:0, 1:0. Die Adler: Endras – Reul, ...

Drittelergebnisse: 1:0, 0:0, 1:0.

Die Adler: Endras – Reul, Akdag; Larkin, Katic; Billins, Lehtivuori; Krupp – Hungerecker, Desjardins, Wolf; Huhtala, Smith, Soramies; Rendulic, Järvinen, Raedeke; Lampl, Preto, Wirth.

Tore: 1:0 Raedeke (9:07), 2:0 Raedeke (45:05).

Zuschauer: 13 600 (ausverkauft).

Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler (Bad Tölz), Mark Lemelin (USA).

Strafminuten: Mannheim 6 – Iserlohn 2.

Nächstes Spiel: Düsseldorfer EG – Adler (Sonntag, 5. Januar, 16.30 Uhr).

Fokus auf Defensive

Vom Start weg wollten die Blau-Weiß-Roten klarmachen, wer Herr im Haus ist. Nach dem Warnschuss von Thomas Larkin (2.), hatten die Roosters Glück. Moritz Wirth hatte abgezogen, Pierre Preto hielt den Schläger in die Schussbahn, der Puck sprang knapp am linken Pfosten vorbei (3.). Andrew Desjardins und Phil Hungerecker hatten weitere Chancen. In der Defensive waren die Adler wachsam. Nach fünf Minuten kam Daniel Weiß zwar zum Schuss, Endras hatte aber freie Sicht. David Wolf, Larkin, Tommi Huhtala – langsam wurde es Zeit, dass sich die Adler für ihre Bemühungen belohnten. Dafür sorgten Joonas Lehtivuori und Brent Raedeke. Der finnische Verteidiger hatte aus der Distanz abgezogen, Raedeke abgefälscht – 1:0 (10.).

Die Mannheimer konnten sich bei Endras bedanken, dass die Führung hielt. Alexandre Grenier hatte viel zu viel Platz, doch der Adler-Goalie fuhr seinen Schoner aus (10.). Allerdings mussten die Adler Sekunden später erstmals in Unterzahl ran. Die zwei Minuten meisterten sie allerdings problemlos. Bei Fünf gegen Fünf stellten Grenier und Rob Raymond Endras vor knifflige Aufgaben, die der 34-Jährige jedoch mit Bravour löste (13.). In der Folge wurde die Partie zerfahrener, die Adler spielten ihre Dominanz nicht aus. Allerdings überstanden sie eine weitere Unterzahl schadlos (17.). „Disziplin ist der Schlüssel. Wir dürfen nicht so oft auf der Strafbank sitzen“, lautete Raedekes Analyse in der ersten Drittelpause.

AdUnit urban-intext2

17 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, da bewahrte der Pfosten die Adler vor dem Ausgleich. Grenier hatte geschossen. Mannheim schien mit dem Kopf noch in der Kabine zu sein. In der nächsten Szene tauchten vier Iserlohner vor Endras und nur zwei seiner Vorderleute auf. Erst Mark Katic brachte dann Schwung in die Offensivbemühungen der Adler. Auf der anderen Seite verpasste Jamie MacQueen knapp den Ausgleich (24.). Bei ihrer ersten Überzahl fanden die Adler lange nicht in die Aufstellung. Borna Rendulic hatte mit seinem Lattenschuss die größte Chance (29.). Kaum komplett musste Endras gegen Alexander Petan in höchster Not retten. Und erneut flachte die Partie bis zur Pause deutlich ab.

Hochkonzentriert gingen die Adler dafür in den letzten Durchgang. Wolf hätte mit seinem Schuss von der blauen Linie für Ruhe sorgen können, das holte Raedeke nach. Rendulic hatte lange verzögert und seinen Kollegen mit einem Zucker-Pass toll in Szene gesetzt. Raedeke hob den Puck unter die Latte (46.).

AdUnit urban-intext3

Da die Mannheimer auch die dritte Strafe problemlos überstanden, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. Zwei Minuten vor Schluss nahm Roosters-Coach Jason O’Leary Torhüter Andreas Jenike zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das brachte nichts mehr. Neben dem Doppeltorschützen feierten die Fans Endras für seinen zweiten Zu-Null-Sieg in dieser Saison.

AdUnit urban-intext4

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/adler

Mehr zum Thema

Eishockey Heimerfolg für die Adler: 2:0-Sieg gegen Iserlohn

Veröffentlicht
Von
AS Sportfoto/ Binder
Bilder in Galerie
11
Mehr erfahren

Eishockey Dank Raedeke – Adler schlagen Iserlohn 2:0

Veröffentlicht
Von
cpa
Mehr erfahren

Redaktion Sportredakteur