Eishockey - Mannheim gewinnt Topspiel beim EHC Red Bull mit 5:4 / Schwache Schlussphase kostet den Sieg fast noch Adler erst fulminant, dann fahrlässig

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Christian Rotter
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Münchens Torhüter Kevin Reich ist bedient. Die Adler mit Matthias Plachta (v.l.), Ben Smith und Nico Krämmer holten die Punkte nach Mannheim. © Sörli Binder

München. Mannheim kann München. Zum achten Mal in Folge fahren die Adler mit einem Sieg aus der bayrischen Landeshauptstadt nach Hause. Im Topspiel der Deutschen Eishockey Liga gewann die Mannschaft von Trainer Pavel Gross beim EHC Red Bull nach einer lange dominanten Vorstellung mit 5:4 (3:1, 2:0, 0:3). „Das, was uns am Schluss passiert ist, darf uns aber nicht passieren“, kritisierte Adler-Stürmer Nico Krämmer die letzten Minuten, in denen Mannheim den Erfolg fast noch aus der Hand gegeben hätte.

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Schlechter hätte die Partie für die Blau-Weiß-Roten nicht beginnen können. Unter Druck gesetzt leistete sich Moritz Wirth einen folgenschweren Fehlpass. Elias Lindner zog ab, Maximilan Daubner drückte den Abstauber über die Linie, München führte (3.). Die Antwort der Adler ließ nicht lange auf sich warten. Zweimal durften sie im Powerplay ran, zweimal klingelte es. Markus Eisenschmid glich per Direktabnahme aus (6.), nach einer sehenswerten Kombination hatte Krämmer alle Zeit der Welt, um das Spiel zu drehen (7.). Die Mannheimer hatten einen Lauf, Neuzugang Taylor Leier wollte nicht aus der Reihe tanzen. Münchens Torhüter Kevin Reich wehrte einen Schuss des wiedergenesenen Denis Reul nach vorn ab, Leier bedankte sich mit dem dritten Adler-Streich in drei Minuten (8.). Es war das erste Tor des Kanadiers im zweiten Auftritt für sein neues Team.

Eishockey Adler siegen im Topsspiel gegen München

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Die Mannheimer hatten drei Wirkungstreffer gesetzt. Da sie in kurzer Folge drei Strafen kassierten, kamen die Bayern wieder besser ins Spiel. Die Adler können allerdings nicht nur Über-, sondern auch Unterzahl. Krämmer blockte mit gewohntem Einsatz einen Schuss von Chris Bourque aus kurzer Distanz (10.), Yasin Ehliz verzog aus der Drehung (15.), gegen Bourque war Dennis Endras zur Stelle (20.).

Obwohl die Adler im zweiten Abschnitt zwei Tore nachlegten, spielte sich einer in den Vordergrund, der fürs Toreverhindern zuständig ist: Endras! In Unterzahl stoppte er Philip Gogulla (22.), und was er in der 34. Minute zeigte, wird im Highlight-Video dieser Saison garantiert Aufnahme finden: Nach Ehliz’ Schuss war der 35-Jährige eigentlich schon aus der Position. Patrick Hager zog ab – und im Stile eines Fußball-Torhüters sprang Endras ins bedrohte Eck. Dass er Justin Schütz (40.) die Oberhand behielt? Formsache! Endras hielt seiner Mannschaft den Rücken frei – und durfte zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass diese eine hohe Effizienz an den Tag legte. Smith warf die Scheibe einfach vor den Kasten, wo sie Ethan Prow zum 1:4 ins eigene Netz beförderte (25.). Thomas Larkin startete von hinten einmal durch, bekam von Smith den Puck serviert und ließ Reich keine Abwehrchance – 1:5 (35.).

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Eines zeichnet die Adler in dieser Saison aus: Gut ist ihnen bei weitem nicht gut genug. Smith fand in der zweiten Drittelpause durchaus kritische Worte. „Dennis ist überragend. Für meinen Geschmack haben wir ein bisschen zu viele Chancen zugelassen“, sagte Mannheims Kapitän.

Die Adler hätten München eine Packung mitgeben können, stattdessen mussten sie noch einmal zittern. Zunächst verweigerten die Schiedsrichter Eisenschmid den fälligen Penaltyschuss (43.), Krämmer (43.) und Joonas Lehtivuori (47.) scheiterten in Überzahl am Gestänge. Nach einem öffnenden Pass von Stefan Loibl war Florian Elias durch, diesmal ließ sich Reich nicht überlisten (51.). München zeigte Charakter und bekam durch Tore von Mark Voakes (54.) und Frank Mauer (56.) noch einmal Oberwasser. Daryl Boyle verkürzte 71 Sekunden vor Schluss sogar noch auf 4:5 – dabei blieb es. 

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Das Highlight-Video wird präsentiert von Magenta Sport

Drittelergebnisse: 1:3, 0:2, 3:0. Die Adler: Endras – Larkin, ...

Drittelergebnisse: 1:3, 0:2, 3:0.

Die Adler: Endras – Larkin, Katic; Schira, Lehtivuori; Reul, Akdag; Krupp – Plachta, Smith, Wolf; Elias, Loibl, Eisenschmid; Krämmer, Bast, Leier; Brune, Klos, Wirth.

Tore: 1:0 Daubner (2:52), 1:1 Eisenschmid (5:10), 1:2 Krämmer (6:43), 1:3 Leier (7:46), 1:4 Smith (24:15), 1:5 Larkin (34:51), 2:5 Voakes (53:35), 3:5 Mauer (55:37), 4:5 Boyle (58:49).

Schiedsrichter: Aleksi Rantala (Finnland) und André Schrader (Dorsten).

Zuschauer: keine zugelassen.

Strafminuten: München 8 – Adler 12.

Nächstes Spiel: Adler – ERC Ingolstadt (Montag, 20.30 Uhr).

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Redaktion Koordinator der Sportredaktion