Eishockey - Mannheim gewinnt trotz eines frühen Rückstands mit 5:2 bei den Schwenninger Wild Wings Adler dominieren nach Belieben

Von 
Christian Rotter
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Voller Einsatz: Adler-Stürmer Jason Bast prallt mit Schwenningens Torhüter Joacim Eriksson zusammen. © Pix

Schwenningen. Die Adler Mannheim bleiben das Maß der Dinge in der Deutschen Eishockey Liga. Mit dem 5:2 (2:1, 1:0, 2:1) im Baden-Württemberg-Duell bei den Schwenninger Wild Wings feierte die Mannschaft von Trainer Pavel Gross den fünften Sieg in Serie.

Die Adler: Brückmann – Larkin, Katic; Reul, Akdag; Schira, ...

Die Adler: Brückmann – Larkin, Katic; Reul, Akdag; Schira, Krupp; Wirth – Plachta, Smith, Wolf; Krämmer, Bast, Leier; Elias, Schütz, Eisenschmid; Brune, Klos, Preto.

Tore: 1:0 MacQueen (4:03), 1:1 Krämmer (9:46), 1:2 Smith (16:42), 1:3 Eisenschmid (36:41), 1:4 Wolf (43:10), 1:5 Katic (54:25), 2:5 Turnbull (55:59).

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe (Bad Nauheim) und Lasse Kopitz (Iserlohn).

Zuschauer: keine zugelassen.

Strafminuten: Schwenningen 18 – Mannheim 14.

Nächstes Spiel: Nürnberg Ice Tigers – Adler (Mittwoch, 24. Februar, 18.30 Uhr)

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Die Adler reagierten wie erwartet auf die jüngsten verletzungsbedingten Ausfälle von Joonas Lehtivuori und Stefan Loibl. Moritz Wirth kehrte in die Verteidigung zurück, im Angriff kam Pierre Preto zu seinem ersten DEL-Einsatz in dieser Saison. Die vierte Reihe hatte auch die erste gute Szene aus Mannheimer Sicht: Louis Brune zog ab, doch Schwenningens Goalie Joacim Eriksson griff zu (3.). Die Wild Wings konzentrierten sich zunächst auf die Defensive – und schlugen dann eiskalt zu. Jamie MacQueen nutzte ein Missverständnis in der Adler-Defensive, er ließ Marc Katic stehen und löffelte die Scheibe zum 1:0 an Torhüter Felix Brückmann vorbei ins Netz (5.).

Krämmer und Smith drehen Spiel

Die Adler wackelten kurz, Brückmann verhinderte noch in der gleichen Minute mit einer starken Parade gegen Tyson Spink das 0:2. Der Spitzenreiter der DEL-Südgruppe fand aber schnell wieder zu seinem Spiel. Nach David Wolfs Vorarbeit hatte Felix Schütz das 1:1 auf dem Schläger, Erikssons Schoner verhinderte den Ausgleich (9.). Kurz nach der ersten Überzahl war es dann allerdings doch passiert: Einen Schuss von Sinan Akdag ließ Eriksson nach vorn prallen, Nico Krämmer staubte ab (10.). Die Mannheimer Führung fiel nach dem gleichen Strickmuster: Schuss von der blauen Linie, diesmal von Katic, Eriksson geschlagen, diesmal fälschte Kapitän Ben Smith mit der Schulter entscheidend ab (17.). „Wenn wir die Scheibe aufs Tor bringen, kann alles passieren“, sagte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara in der ersten Drittelpause.

Der zweite Abschnitt begann fast wie der erste, MacQueen traf aber nur das Gestänge (21.). Die Adler hielten das Tempo jedoch hoch, Schütz scheiterte am stark reagierenden Eriksson (23.). Brenzlig wurde es, als Matthias Plachta und Craig Schira Strafen kassierten. Schwenningen durfte für 41 Sekunden mit zwei Mann mehr ran, Denis Reul räumte aber alles weg (35.). Als Plachta aufs Eis zurückkehrte, leitete er geschickt einen Konter ein, Thomas Larkin blieb das Tor in Unterzahl aber verwehrt (35.). Stattdessen fiel das Mannheimer 3:1 in doppelter Überzahl: Markus Eisenschmid zog ab, der zuvor im eigenen Abschluss glücklose Wolf irritierte Eriksson entscheidend (37.). Eine Konzentrationsschwäche leisteten sich die Adler doch noch. Statt die Scheibe wenige Sekunden vor der zweiten Sirene zu sichern, gaben sie diese fahrlässig her. MacQueen startete durch und schoss am Kasten vorbei (40.).

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Die Wild Wings versuchten noch einmal alles. Brückmann verhinderte gegen Alex Weiss (41.) und Daniel Pfaffengut (43.) den Anschlusstreffer. Wenige Sekunden später war die Partie entschieden. Mit einem platzierten Schuss beendete Wolf seine Durststrecke ohne eigenes Tor (44.). Seine Gestik sprach Bände: Dem 31-Jährigen fiel eine große Last von den Schultern. Die Schwenninger ließen nun ihrem Frust freien Lauf, kassierten einige Strafen. Eine davon nutzte Katic mit einem satten Schlagschuss zum 5:1 (55.). Der Powerplay-Treffer von Travis Turnbull zum 2:5 war Ergebniskosmetik (56.).

Weiter geht’s für die Adler erst am nächsten Mittwoch (18.30 Uhr) mit dem Spiel in Nürnberg. Es besteht die Möglichkeit, dass dann Angreifer Tommi Huhtala in den Mannheimer Kader zurückkehrt. Der Finne war zuletzt wegen einer Adduktorenverletzung zum Zuschauen verdammt. „Wenn sich weiter alles positiv entwickelt, besteht die Chance“, sagte Alavaara auf Nachfrage. Brendan Shinnimin ist ebenfalls auf dem Weg der Besserung – wegen seiner Knieverletzung wird der Kanadier allerdings noch einige Partien verpassen. „Brendans Reha liegt im Zeitplan“, erklärte Alavaara.

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Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/adler

Redaktion Koordinator der Sportredaktion