Eishockey - Mannheim bekundet Interesse / Reul bleibt bis 2023 Adler buhlen um Jungstar Wohlgemuth

Von 
Christian Rotter
Lesedauer: 

Mannheim. Tim Wohlgemuth ist der Senkrechtstarter in der Deutschen Eishockey Liga. In 13 Saisonspielen hat er 13 Scorerpunkte gesammelt (sechs Tore, sieben Vorlagen), mit seinen 21 Jahren gehört ihm die Zukunft. Sein Vertrag beim ERC Ingolstadt läuft nach dieser Runde aus, er zählt zu den begehrtesten Profis auf dem Spielermarkt. Insofern ist es kein Wunder, dass sein Name bei den DEL-Topclubs ganz weit oben auf der Wunschliste steht – auch bei den Adlern Mannheim.

Tim Wohlgemuth steht bei den Adlern auf der Wunschliste. © Sörli Binder
AdUnit urban-intext1

„Es stimmt, dass wir mit ihm gesprochen haben. Er hat uns gesagt, dass er noch etwas Zeit braucht, um eine Entscheidung zu treffen. Das respektieren wir“, bestätigte Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara auf Nachfrage dieser Redaktion und ergänzte: „Der Ball liegt jetzt bei Tim.“

Wohlgemuth ist ein flexibel einsetzbarer Stürmer, der sowohl in der Mitte als auch auf Linksaußen spielen kann. Ein Bericht in der „Eishockey News“ deutete an, dass eine Entscheidung zwischen einem Verbleib in Ingolstadt und einem Wechsel zu den Adlern oder nach München fallen könnte. „Ich habe ihm gesagt: Steck’ dich in die Aufstellung von Mannheim. Wo siehst du dich? Will er womöglich in Mannheim oder München verloren gehen oder eine Top-Rolle in Ingolstadt übernehmen“, wird Ingolstadts Trainer Doug Shedden im Fachblatt zitiert.

Schwierige Kader-Planung

Generell birgt die Planung für die mittelfristige Zukunft bei den DEL-Clubs einige Tücken – die Adler stehen nicht alleine da. Auf welcher Grundlage lässt sich die kommende Saison planen? Mit Zuschauern? Mit wenigen? Ohne? All das hängt vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ab und lässt sich derzeit nicht mit Sicherheit vorhersagen. „Die Situation ist schwierig, klar. Das Einzige, was wir machen können, ist mit den Leuten offen zu reden und unser Interesse zu bekunden – das gilt auch für Spieler, die bei uns für eine Vertragsverlängerung infrage kommen“, betont Alavaara.

AdUnit urban-intext2

Bei einem der dienstältesten Profis ist dieses Vorgehen wohl gut angekommen. Verteidiger Denis Reul verlängerte seinen Vertrag bis 2023. „Sportlich habe ich mit den Adlern jedes Jahr gute Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein“, betonte Reul, und Alavaara sagte über den 31-Jährigen: „Denis ist ein wichtiger Faktor für unser physisches Spiel. Er sorgt für Ordnung vor dem eigenen Tor, verfügt über viel Erfahrung und zählt zu den Führungsspielern.“

Der Manager sucht jedoch weiter auch kurzfristig nach Verstärkung des Teams – nicht zuletzt, weil Stürmer Brendan Shinnimin mindestens bis Mitte März mit einer Knieverletzung ausfallen wird. Manuel Wiederer, der seinen Vertrag in San Jose aufgelöst hat, ist kein Thema. „Er hat uns gesagt, dass er in dieser Saison vom Kopf her nicht bereit ist, Profi-Eishockey zu spielen. Das respektieren wir“, erklärte Alavaara. Im Spiel bei den Schwenninger Wild Wings ist am Dienstag (19.30 Uhr) ein Einsatz der zuletzt angeschlagenen Reul und Felix Schütz ebenso wenig ausgeschlossen wie das Debüt von Neuzugang Taylor Leier.

Mehr zum Thema

Eishockey Nationalspieler Reul verlängert bei Adler Mannheim bis 2023

Veröffentlicht
Von
dpa/lsw
Mehr erfahren

Sport 4:1: Adler stutzen Straubing Tigers die Krallen

Veröffentlicht
Laufzeit
Mehr erfahren

Eishockey (mit Fotostrecke und Video) 4:1 gegen Straubing Tigers - Adler beißen sich durch

Veröffentlicht
Von
Jan Kotulla
Mehr erfahren

Deutsche Eishockey Liga 4:1 gegen Straubing - US-Stürmer Smith führt Adler zum Sieg

Veröffentlicht
Von
AS Sportfoto/ Binder
Bilder in Galerie
13
Mehr erfahren

Redaktion Koordinator der Sportredaktion