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Olympia - Zum Auftakt der IOC-Session erlaubt sich der Präsident viel Pathos – am Mittwoch sollen die Weichen bis ins Jahr 2032 gestellt werden

Thomas Bach glaubt an die Macht der Bilder

Von 
dpa
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Thomas Bach mit Gouverneurin Yuriko Koike (r.) im olympischen Dorf. © dpa

Tokio. Im edlen Bankettsaal des Fünf-Sterne-Hotels „Okura“ berichtete Thomas Bach von „schlaflosen Nächten“. Nach 16 Monaten voller Sorgen trennen den IOC-Chef und die Olympia-Macher von Tokio nur noch wenige Tage von der Eröffnungsfeier der umstrittenen Sommerspiele in Japan. Also erlaubte sich der Präsident zum Auftakt der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag noch einmal ganz viel Pathos. Olympia in Tokio werde „den Menschen Vertrauen in die Zukunft geben“, versprach der 67-Jährige. „Eine kraftvolle Botschaft in die Welt“ erhofft sich Bach.

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Auch für Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga gibt es trotz des Corona-Notstands in Tokio und der anhaltenden Umfrage-Mehrheiten gegen die Spiele jetzt kein Zurück mehr. Die Bedeutung der Spiele werde durch die schwierigen Umstände „weder belastet noch verringert“, beteuerte der Regierungschef bei seinem Grußwort an die IOC-Mitglieder. Seine Gesundheitsberater halten die Austragung des Mega-Spektakels mit Zehntausenden Ausländern für keine gute Idee, doch Suga setzt auf den Erfolg der Spiele.

Olympisches Motto geändert

Die Corona-Impfungen, die in Japan bisher nur langsam vorangingen, ließen einen „Ausweg aus einem langen Tunnel in Sicht“ kommen, dichtete der Ministerpräsident und beteuerte: „Wir werden die Gesundheit und die Sicherheit des japanischen Volkes schützen.“

Dafür wurden alle Zuschauer aus den Arenen in Tokio ausgeschlossen. Das bedauere man zutiefst, sagte Organisationschefin Seiko Hashimoto. Erst nach Ende der Olympischen Spiele solle entschieden werden, ob bei den Paralympics zumindest einige Fans auf die Tribünen dürfen. IOC-Chef Bach indes glaubt auch mit leeren Stadien an die Macht der Bilder. Milliarden Menschen würden die Spiele verfolgen und „bewundern, was die Japaner geleistet haben“, sagte der Tauberbischofsheimer. Eine lange Reise liege hinter den Organisatoren der Spiele. „Keiner von uns hat sich die beispiellosen Herausforderungen vorstellen können, denen wir uns stellen mussten“, sagte Bach und verwies auf die Katastrophe von Fukushima und die Folgen der Corona-Pandemie, die Japan seit der Olympia-Vergabe im September 2013 in Krisen stürzten.

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Immer wieder hat Bach in den vergangenen Monaten die Solidarität der olympischen Welt beschworen. Auf seinen Vorschlag änderte die Session nun sogar das olympische Motto von „schneller, höher, stärker“ in „schneller, höher, stärker – gemeinsam“. Auch bei der wichtigsten Entscheidung der IOC-Vollversammlung wird es am Mittwoch wohl wenig kontrovers zugehen. Brisbane kann zum Abschluss der Session fest mit dem Zuschlag für die Sommerspiele 2032 rechnen, auch wenn IOC-Sprecher Mark Adams versicherte, die Sache sei noch nicht gelaufen.

Doch die Metropole im australischen Bundesstaat Queensland geht als bevorzugter und damit einziger Bewerber in die Entscheidung. Dass im sogenannten „zielgerichteten Dialog“ als neuem Vergabe-Verfahren eine Reihe andere Interessenten wie die deutsche Rhein-Ruhr-Region unerwartet schnell auf der Strecke blieben, hat dem IOC Kritik eingebracht. Zumindest einen Beigeschmack hinterlässt die Tatsache, dass der australische IOC-Vizepräsident John Coates das neue Verfahren federführend entwickelte – und der erste Sieger nun ausgerechnet sein Heimatland ist. 

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