Fußball - Der A-Lizenz-Inhaber und bisherige Koordinator für die U 23/U 19 übernimmt nun auch die Leitung des Nachwuchszentrums beim Verbandsligisten VfR setzt beim Unterbau auf Marc Ritschel

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Reiner Bohlander
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Marc Ritschel war als Trainer zuletzt bei der SpVgg Neckarelz aktiv. © Berno Nix

Mannheim. Der VfR Mannheim hat seiner Talentschmiede neue Strukturen gegeben. Marc Ritschel ist seit dem 1. Januar neuer Leiter des vereinseigenen Nachwuchszentrums. Der 45-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, dass in Zukunft wieder junge Spieler des Clubs „den Durchbruch in den Spitzenfußball oder gehobenen Amateurfußball“ schaffen.

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Seit Sommer ist Ritschel zurück bei seinem Heimatclub VfR Mannheim. „Der Kontakt zum Sportvorstand kam schon vor ein paar Jahren zustande. Der VfR hatte die Absicht, in Sachen Nachwuchsarbeit wieder etwas neu aufzubauen – und da hatten sie an mich gedacht“, erzählt der Familienvater, der vor zwei Jahren nach einem Trainerjob bei der SpVgg Neckarelz erst einmal eine Trainerauszeit nahm.

Im Sommer übernahm der auf der Gartenstadt wohnhafte Lehrer beim VfR die Aufgabe des Koordinators für die U-23- und U 19-Mannschaft und war auch als Jugendtrainer aktiv. „Mein Koordinatorenkollege Alain Djuvelek und ich haben immer wieder diskutiert, wie man hier beim VfR etwas aufbauen könnte. Ich habe ja schon beim SV Waldhof und bei anderen Clubs in die Nachwuchsabteilungen hineingeschnuppert. Wir hatten also die Ideen. Und wir hatten ein Konzept, das wir dem Vorstand mitgeteilt haben – und der stand auch voll dahinter“, erzählt der Inhaber der A-Lizenz, der betont: „Die Infrastruktur mit den neuen zwei Plätzen, die der Verein aufweist, und die Tatsache, dass hier junge und gut geschulte Trainer vorhanden sind, prädestinieren den VfR einfach dazu, in Sachen Jugendarbeit professioneller zu werden.“

Ritschel macht klar: „Das ist ein Projekt, für das es beispielsweise beim SV Waldhof einen hauptamtlichen Leiter gibt. Doch so weit ist der VfR noch nicht und ich übe ja noch einen Beruf aus. Deshalb war für mich klar: Diese Aufgabe mache ich nur im Team. Und die anderen ziehen auch wirklich sehr gut mit.“ Mit Ritschel gehören zum neuen VfR-Koordinatoren-Team Djuvelek, Edin Judic und Marc Zimmermann.

Alle Altersklassen besetzt

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„Uns ist es wichtig, dass die Ausbildung der Persönlichkeit und die sportlichen Aspekte im Vordergrund stehen“, erklärt der neue Nachwuchs-Chef. „Die Trainer sollen Zeit und Know-how in die Ausbildung der Jungs investieren können. Dabei muss ich auch sagen: Mein Vorgänger Ralph Lee hat schon ein tolles Fundament hinterlassen.“

Die Corona-Pandemie hat derzeit zwar den Trainings- und Spielbetrieb auf dem Sportgelände gestoppt. „Dennoch waren die Wochen seit November äußerst intensiv“, sagt Ritschel. „Wir Trainer müssen aufgrund der Pandemie viele Sitzungen virtuell abhalten. Aber das klappt sehr gut. Auch der Kontakt zu den 400 Jungs und Kindern ist da. Zweimal in der Woche bieten wir ein Onlinetraining an. Die Teams haben schon Saisonfazit-Gespräche gemacht und die Planungen für die kommende Runde sind in vollem Gang. Und ich muss sagen, es funktioniert. Fast alle Spieler haben erklärt, dass sie bleiben.“

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Der neue Leiter des Nachwuchszentrums macht klar: „Der VfR ist ein Verein für Breiten- und Leistungssport. Allerdings ist es uns wichtig, dass Mannheimer Jungs wieder den Durchbruch nach oben schaffen. Den letzten Sprung vom VfR in die Bundesliga hat Kenan Kocak als Trainer geschafft – darüber freuen wir uns. Nun sind aber Spieler dran.“ Alle Altersklassen sind besetzt, Ziel ist es, dass in den kommenden Jahren alle Teams eine Spielklasse aufsteigen. „Aber das muss hier alles Schritt für Schritt gehen.“

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