Fußball - Vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern München II nehmen beim SV Waldhof die Personalsorgen zu / Entwarnung bei Mohamed Gouaida Waldhof zahlt hohen Preis nach nur vier Spielen

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Thorsten Hof
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Nach einem Zweikampf in Halle musste Mohamed Gouaida mit einer Knöchelverletzung vom Platz. © Pix/Michael Ruffler

Mannheim. Die historische Auswärtsserie gerissen, aus den Aufstiegsrängen gerutscht, zwei gelb-gesperrte Stammspieler und ein beschmierter Mannschaftsbus - die Reise des Fußball-Drittligisten SV Waldhof nach Halle war unter der Woche alles andere als ein Erfolg. Doch mit Blick auf das Spitzenspiel am Sonntagnachmittag (17 Uhr) gegen den Tabellenzweiten FC Bayern München II gab es am Fronleichnamsfeiertag immerhin eine gute Nachricht aus dem Waldhof-Lager: Die Knöchelverletzung von Mittelfeldspieler Mohamed Gouaida stellte sich zum Glück nicht als Bänderriss heraus. Auch die Schwellung am rechten Fuß des gebürtigen Tunesiers ist mittlerweile zurückgegangen. Der 27-Jährige war am Dienstagabend bei einem der vielen hart geführten Zweikämpfe einem Hallenser Gegenspieler auf den Fuß getreten und umgeknickt.

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Ob es für einen Einsatz bis Sonntag reicht, steht allerdings noch in Frage, was das Personalpuzzle für Trainer Bernhard Trares nicht einfacher macht. Schließlich holten sich beim 0:3 in Sachsen-Anhalt Innenverteidiger Michael Schultz und Mittelfeld-Dribbler Arianit Ferati die jeweils fünfte gelbe Karte ab und müssen definitiv zuschauen. „Das ist natürlich blöd, dass Mitch und ich nun gesperrt sind“, weiß auch Ferati um die prekäre Situation. „Aber wir müssen da eben das Beste draus machen und bisher haben wir es immer relativ gut kompensieren können, wenn jemand gefehlt hat“, hofft der ehemalige Hamburger, dass die Mannheimer auch diese Phase überstehen können.

Dem Kader fehlt die Breite

Schon in Rostock, gegen Köln und in Halle musste der SVW gezwungenermaßen mit einigem unerfahrenem Personal agieren. Das schlug sich zwar beachtlich, allerdings fehlen den Mannheimern inzwischen die echten Alternativen. „Im Moment brauchen wir eigentlich jeden Mann und Impulse von außen. Das ist bitter in so einer Phase“, sehnt sich auch Mittelfeld-Abräumer Marco Schuster nach Entlastung. Wie zuletzt regelmäßig fünf Mal auswechseln zu können, dürfte schon am Sonntag schwierig werden.

Für die irre Terminhetze mit elf Spielen in fünf Wochen zahlt der SVW schon nach vier Partien einen hohen Preis. Unabhängig davon, dass die Corona-Pandemie keiner voraussehen konnte, rächt es sich nun, dass sich die Kurpfälzer in der Winterpause nicht etwas breiter aufgestellt haben, um personell flexibler reagieren zu können.

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„Die Energie, die wir zuletzt auf den Platz gebracht haben, war einfach nicht da“, blickt Schuster nochmals auf die Partie in Halle zurück. Was körperlich noch zu leisten war, fehlte dafür in manchen Situationen im Kopf. „Da fehlte uns manchmal die Handlungsschnelligkeit, die Gegentore waren viel zu einfach“, analysierte der 24-Jährige die Szenen, in denen sich der Waldhof von den gallig auftretenden Hallensern überrumpeln ließ.

Silas Schwarz zurück nach Mainz

Auch Trainer Trares ist der aktuelle Zustand seines Teams natürlich nicht entgangen, doch als Entschuldigung will er das nicht gelten lassen. „Klar, geht das an die Substanz. Aber wir wussten, dass wir da nicht so breit aufgestellt sind“, betrachtete der 54-Jährige die Situation vor den eingeschränkten Möglichkeiten. „Da müssen wir jetzt durch. Fertig. Wir nehmen es an und müssen versuchen, unsere Pünktchen zu holen“, blickte der Coach auf den nun richtungsweisenden bayerischen Doppelpack gegen die Reserve des Rekordmeisters und bei der SpVgg Unterhaching.

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Aufgrund der Personalmisere könnte hier auch Silas Schwarz noch ein paar Spielminuten absolvieren, nachdem er in Halle als einziger Feldspieler nicht eingesetzt wurde. Sollte es so kommen, werden das dann aber seine letzten Einsätze für den SVW sein. Ab der kommenden Spielzeit kehrt der 22-Jährige zum Regionalliga-Aufsteiger TSV Schott Mainz zurück, um wieder mehr Spielanteile zu bekommen.

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