Fußball - Polnisches Sturmtalent kommt von Zweitligist Paderborn SV Waldhof schlägt bei Dennis Jastrzembski zu

Von 
Alexander Müller
Lesedauer: 
Ein großer Moment: Im Februar 2020 spielte SVW-Neuzugang Dennis Jastrzembski für Paderborn beim FC Bayern, unter anderem gegen Robert Lewandowski. © Imago

Mannheim/Paderborn. Die Vertragskonstruktionen im modernen Fußball wirken manchmal undurchsichtig. Dennis Jastrzembski (20) spielte zuletzt bei Zweitligist SC Paderborn, steht aber eigentlich noch bis 2022 bei Bundesligist Hertha BSC Berlin unter Vertrag. Da der temporeiche Flügelstürmer jedoch in Ostwestfalen nicht mehr zum Einsatz kam, schlug Drittligist SV Waldhof am Mittwoch zu: Paderborn beendete das Leihgeschäft mit Hertha, die Berliner verliehen den in Rendsburg bei Kiel geborenen Polen gleich bis Saisonende nach Mannheim weiter. Und der SVW hat in der Rückrunde eine neue verheißungsvolle Option für die Offensive, nachdem Joseph Boyamba mit dem Verdacht auf Außenbandriss länger ausfällt.

Buwe-Newsletter

AdUnit urban-intext1

„Ich bin sehr dankbar, dass ich die Chance erhalten habe, für den SVW auflaufen zu können. Die Spielweise der Mannschaft gefällt mir wirklich sehr und passt gut zu meinen Stärken“, ließ der zweite Waldhof-Neuzugang nach Rechtsverteidiger Marcel Gottschling via Pressemitteilung verlauten. Jastrzembski blickt trotz seines noch jungen Alters bereits auf eine bewegte Vita zurück. Andreas „Zecke“ Neuendorf, zu jener Zeit Trainer der Hertha-U-23 in der Regionalliga, empfahl seinem Paderborner Kollegen Steffen Baumgart eine Verpflichtung des Sturmtalents, das unter dem damaligen Berliner Cheftrainer Pal Dardai auch schon fünfmal in der Bundesliga gespielt hatte. „Ich freue mich auf den Jungen. Er ist ein sehr geradliniger Spieler mit einer enormen Geschwindigkeit. Dennis wird hoffentlich unsere nächste Waffe“, sagte Baumgart bei der Verkündung des Leihgeschäfts im Januar 2020.

Boyamba droht auszufallen

Der SV Waldhof muss wahrscheinlich länger auf Angreifer Joseph Boyamba verzichten. Wie diese Redaktion am Mittwoch erfuhr, besteht beim 24-Jährigen der Verdacht auf einen Außenbandriss oder -abriss am Sprunggelenk.

Die Verletzung hatte sich Boyamba im Spiel bei Viktoria Köln am Samstag (2:1) zugezogen, am Montag ließ sich der Neuzugang von Borussia Dortmund II im MRT durchchecken. Boyamba schoss bisher bei 20 Einsätzen sieben Tore für den SVW.

In Paderborn kam Jastrzembski zu sechs weiteren Einsätzen in Deutschlands Eliteklasse – unter anderem bei der ehrbaren 2:3-Niederlage beim FC Bayern im vergangenen Februar in der mit 75 000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena. Nach dem Abstieg des SCP in die 2. Liga verlor der 20-Jährige aber komplett den Anschluss und stand zum letzten Mal Ende Oktober in Regensburg im Kader. In der Hoffnung auf mehr Spielpraxis kommt der polnische U-21-Nationalstürmer, an dem auch der österreichische Erstligist Sturm Graz Interesse gezeigt hatte, nun nach Mannheim.

Redaktion Fußball-Reporter: Nationalmannschaft, SV Waldhof, Eintracht Frankfurt, DFB