Stefan Fulst-Blei zum Aufsichtratsvorsitzenden des SVW gewählt

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kpl/dpa
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Dr. Stefan Fulst-Blei (SPD) übernimmt des Aufsichtsrat beim SV Waldhof Mannheim. © Daniel Lukac

Mannheim. SPD-Politiker Stefan Fulst-Blei ist beim Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden. Das gab der Verein bekannt. Demnach wird Carsten Kempf sein Stellvertreter. Der bisherige Vorsitz des Aufsichtsrats, Markus Münch, steht laut Mitteilung aus persönlichen Gründen nicht mehr länger für den Posten zur Verfügung. Er verbleibt jedoch als Aufsichtsratsmitglied im Gremium.

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Die Wahl fand im Rahmen einer Neuaufstellung des Ausschusses statt. Neben Kempf und Münch stehen Fulst-Blei im Aufsichtsrat des SVW in Zukunft Ronald Ding, Dariusch Hafezi sowie Rainer Spagerer zur Seite. Fulst-Blei übernimmt das Amt vorerst bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst.

Auf Bitten des SVW habe er sich dafür entschieden, den Posten zu übernehmen, betonte der baden-württembergische Landtagsabgeordnete. Weiter erklärt der 51-jährige Wirtschaftswissenschaftler: „In dieser besonderen gesellschaftlichen und sportlichen Situation ist es wichtig, dass wir im Verein über einen handlungsfähigen Aufsichtsrat verfügen.“ Die Entscheidung Münchs respektiere er. Zugleich freue er sich, dass sein Vorgänger dem Aufsichtsrat weiterhin als „kritisch-kooperativer Partner“ erhalten bleibe. Der bisherige Vorsitzende Münch ergänzt dazu: „Ich danke allen Begleitern für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit zum Wohle unseres SV Waldhof Mannheim 07.“

Nach Drittliga-Votum: Stimmungsbild im Team eingeholt

Neben dem Stühlerücken an der Spitze des Aufsichtsrats hat der Verein nach dem Votum der 3. Fußball-Liga für eine Fortsetzung der Saison ein Stimmungsbild in der Mannschaft eingeholt. Bei der Umfrage hätten sich alle Spieler dafür ausgesprochen, im Falle der Erlaubnis das Training und den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, sagte Geschäftsführer Markus Kompp am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Drei Spieler, die derzeit nicht in Deutschland sind, seien an der Befragung nicht beteiligt gewesen. Er habe keinen Spieler dazu zwingen wollen, zu trainieren, begründete Kompp die Entscheidung für die Umfrage.

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Noch ist das Training in Baden-Württemberg für Drittligisten nicht erlaubt, Waldhof Mannheim hatte als Folge der Coronavirus-Krise zudem Kurzarbeit angemeldet. "Wir haben ja jetzt schon eine Wettbewerbsverzerrung", sagte Kompp.

Der Tabellenzweite hatte sich wegen eines Todesfalls im direkten Umfeld eines Spielers gegen eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit ausgesprochen. Das Ergebnis einer Abstimmung unter den 20 Drittliga-Clubs am Montagabend war, die die Saison auch über den 30. Juni hinaus fortzusetzen. "Ich bin nicht enttäuscht, wir sind ja in einer Demokratie", sagte Kompp.