DFB fordert notwendigen Liquiditätsbedarf Familie Beetz stellt SV Waldhof Mannheim Millionen-Darlehen zur Verfügung

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kpl
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SVW-Präsident Bernd Beetz (untere Reihe, 2. v.r.) beobachtet zwischen seinen Söhnen Florian (rechts) und Christian ein Spiel der Buwe im Carl-Benz-Stadion. © Michael Ruffler

Mannheim. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim in der Nachlizenzierung für die laufende Saison 2020/21 einen weiteren notwendigen Liquiditätsbedarf in Höhe von 717.000 Euro festgestellt. Das teilte der Verein mit. Damit einhergehend haben die Blau-Schwarzen die Auflage erhalten, bis zum 21. Januar 2021 diesen Betrag zuzüglich weiterer Gelder für geplante Neuverpflichtungen in der Wintertransferperiode nachzuweisen. Um dem nachzukommen, hat die Familie Beetz der SV Waldhof Mannheim 07 Spielbetriebs GmbH ein Überbrückungsdarlehen in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung gestellt.

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Da der SVW „im sportlichen Bereich die Handlungsfähigkeit für personelle Verstärkungen herstellen“ möchte und die angekündigten weiteren Corona-Hilfen des Bundes „bislang noch nicht beantragt werden konnten“, wie es in der Pressemitteilung heißt, war dieser Schritt wohl notwendig. SVW-Geschäftsführer Markus Kompp erklärte dazu: „Hintergrund des voraussichtlichen Liquiditätsbedarfs ist, dass die Umsatzplanungen im November nahezu um vier Millionen Euro nach unten korrigiert werden mussten.“

„Auch in der aktuellen Krise möchten wir unserem SV Waldhof Mannheim helfen“, wird Präsident Bernd Beetz in der Pressemitteilung zitiert. Das Krisenmanagement des Clubs in Zeiten der Pandemie habe sehr gut funktioniert. „Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam als Verein auch aus dieser Krise stärker herauskommen können“, ist sich Beetz sicher. Mit dem Darlehen soll ein „deutliches Zeichen“ gesetzt werden. In die gleiche Kerbe schlug sein Sohn Christian, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins ist: „Mit unserer Unterstützung möchten wir dem SV Waldhof beim Erreichen der Ziele helfen und uns weiter zum SVW bekennen.“

Corona-Pandemie verstärkt Existenznot vieler Vereine

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Geschäftsführer Kompp zeigte sich dankbar für die „außergewöhnliche Unterstützung“ der Familie Beetz. Die Corona-Pandemie verstärke die Existenznot vieler Vereine, auch am Club vom Alsenweg sei sie nicht spurlos vorbeigegangen, so Kompp. Trotzdem spricht er von einem verhältnismäßig gering ausgefallenen Liquiditätsbedarf. Im Hinblick auf die nunmehr seit neun Monaten teilweise zu hundert Prozent ausfallenden Einnahmen, anhaltenden Beschränkungen und Unsicherheiten war ursprünglich mehr erwartet worden. Grund dafür sei, dass der Verein dazu im Stande war, „Einsparungen im siebenstelligen Bereich“ vorzunehmen und einzuplanen.

Nach Angaben des SVW war der Verein in der ersten Saison in der 3. Liga im Jahre 2019/20 noch in der Lage, eine Nachlizenzierung eigenständig zu bewältigen. Der Spielbetrieb sei erstmals ohne die Aufnahme von Fremdkapital bewerkstelligt worden und die vergangene Saison mit einem Gewinn abgeschlossen.

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