Fußball Erfolgsserie reißt im Derby: Waldhof Mannheim verliert gegen 1. FC Kaiserslautern

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Kaiserslauterns Hikmet Ciftci passt den Ball, die Akteure des SV Waldhof können nur hinterherschauen. © PIX-Sportfotos/Alfio Marino

Mannheim. Es bleibt dabei – der SV Waldhof kann in der 3. Liga kein Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern gewinnen. Nach den beiden Unentschieden in der Vorsaison und dem 1:1 im Hinspiel unterlagen die Mannheimer am Samstagnachmittag mit 0:2 (0:2) gegen den Erzrivalen. Ein Doppelschlag von Marvin Zuck und Marius Kleinsorge (15./20.) sorgte früh für den leistungsgerechten Endstand. Damit endete auch die Erfolgsserie der Mannheimer, die zuvor sieben Spiele ohne Niederlage waren.

Südwestderby SV Waldhof verliert gegen den 1. FC Kaiserslautern

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Während Kaiserslauterns neuer Trainer Marco Antwerpen gegenüber dem jüngsten Auftritt der Pfälzer gegen den SV Wehen Wiesbaden gleich fünf Mal das Personal austauschte, wechselte SVW-Coach Patrick Glöckner nur auf der Position des Linksverteidigers. Für den angeschlagenen Anton Donkor rückte erwartungsgemäß Marcel Hofrath in die Startelf. Taktisch nahmen sich beide Teams nichts, die Südwest-Rivalen agierten beide in einem 4-2-3-1-System, allerdings interpretierte der FCK diese Formation vom Start weg weitaus aggressiver und setzte auch sein Pressing höher an. Kaiserslautern machte von Beginn an klar, dass das Derby unbedingt genutzt werden sollte, um den Abwärtstrend zu stoppen.

SVW - FCK 0:2 (0:2)

SV Waldhof: Königsmann – Gottschling, Gohlke, Seegert, Hofrath (75. Roczen) – Schuster, Saghiri (65. Jurcher) – Garcia (58. Jasztrembski), Gouaida (58. Christiansen), Costly – Martinovic.

1. FC Kaiserslautern: Spahic – Zuck (71. Senger), Winkler, Rieder, Zimmer – Ciftci, Sickinger (81. Ritter) – Redondo, Ouahim, Kleinsorge (61. Skarlatidis) – Pourié (81. Hanslik).

Tore: 0:1 Zuck (15.), 0:2 Kleinsorge (20.).

Karten: Gottschling, Martinovic, Gohlke - Winkler, Ouahim, Rieder, Kleinsorge, Spahic, Ciftci. Beste Spieler: Kleinsorge - Garcia. 

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe).

Der SVW hielt diesem Druck zunächst stand, geriet dann aber bei einer Ecke in Bedrängnis – und gleich in Rückstand. Keeper Timo Königsmann faustete den Ball etwas zu kurz ins Zentrum zurück und als die Kugel wieder im Strafraum war, legte FCK-Stürmer Marvin Pourié mit allem körperlichen Einsatz gegen Marco Schuster auf Hendrick Zuck zurück, der sich aus zehn Metern nicht zweimal bitten ließ – 0:1 (15.). Vier Blau-Schwarze hatten nicht gereicht, um zwei Rote zu stoppen, alle Reklamationen der Waldhöfer liefen ins Leere. „Das ist Kontaktsport“, wollte auch Sportchef Jochen Kientz die Szene im Halbzeitinterview nicht überbewerten.

Die Führung gab den engagiert auftretenden Pfälzern natürlich weiteren Auftrieb und das 2:0 für die Gäste war die Folge. Dieses Mal begann die Fehlerkette bei Marcel Gottschling, der keinen guten Tag erwischt hatte und gegen den enorm laufstarken Marius Kleinsorge den Ball verlor. Gerrit Gohlke klärte die Situation vor die Füße der Pfälzer, die erneut Kleinsorge auf links fanden und der Sommer-Neuzugang schlenzte die Kugel sehenswert ins lange Eck (20.). Dieser Doppelschlag saß dem SVW sichtlich in den Knochen und die Mannheimer bekamen auch körperlich ordentlich zugesetzt. So hätte es für Anas Ouahim nach dessen Brutalo-Grätsche gegen Gohlke an der Seitenlinie unbedingt Rot geben müssen, doch Schiedsrichter Thorben Siewer beließ es unverständlicherweise bei einer Verwarnung.

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Es war also der FCK, der in diesem Derby die Grenzen auslotete und fast noch mit dem 3:0 belohnt worden wäre, doch gegen Kleinsorge bekam Königsmann im kurzen Eck gerade noch rechtzeitig die Arme hoch (31.). Vom SVW war in Richtung gegnerisches Tor dagegen kaum etwas zu sehen. Marcel Seegerts Kopfball nach einer Ecke (18.) und Rafael Garcias dankbarer Versuch für FCK-Keeper Avdo Spahic (38.) waren alles, was es zu notieren gab. Den Kurpfälzern fehlte schlichtweg die Durchsetzungskraft im Spiel nach vorne. Die sicher nicht immer liebenswerte Derby-Mentalität brachte mit seinem Personal eher der FCK auf den Platz.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine, der FCK hatte aber weiterhin alles unter Kontrolle. Zwar konnte sich der Waldhof in der Folge spielerisch etwas befreien, doch die Versuche blieben in etwa so zwingend wie Garcias nächster Distanzschuss, der mittig auf Spahic kam (51.). Nach gut einer Stunde versuchte es Coach Glöckner dann mit den ersten Wechseln. Winter-Neuzugang Dennis Jasztrembski sollte auf links für Betrieb sorgen, Max Christiansen das Offensivspiel hinter den Spitzen ankurbeln. Das schlug sich auch optisch nieder, der ebenfalls eingewechselte Gillian Jurcher meldet den SVW nach einer Ecke mit einem Fallrückzieher vor dem FCK-Kasten an (68.). Zwingenderes kam aber nichts heraus, weshalb Glöckner das Risiko nochmals erhöhte und Angreifer Anthony Roczen zu seinem Debüt im SVW-Trikot verhalf. Doch auch diese Maßnahme verpuffte, der Derby-Sieg ging verdient an den FCK, dessen Anhänger in Stadionnähe mit einem Hupkonzert feierten.

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