Fußball - Der SV Waldhof verliert in Halle nach 32 Auswärtsspielen ohne Niederlage mit 0:3 – und für Sonntag drei weitere Stammkräfte Die Super-Serie ist Geschichte

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Thorsten Hof
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Die Mannheimer um Arianit Ferati (li.) verlassen ob der Niederlage enttäuscht das Spielfeld im Erdgas-Sportpark. © Michael Ruffler

Halle. Stolze 32 Spiele war der SV Waldhof saisonübergreifend ungeschlagen, 15 Partien überstand der Aufsteiger bisher in der 3. Liga ohne Niederlage. Doch seit Dienstagabend sind diese Rekorde nur noch stolze Marken in der SVW-Historie. Beim Halleschen FC endete die Super-Serie der Mannheimer mit einer 0:3 (0:1)-Niederlage, härter könnte die Blau-Schwarzen im Endspurt um die Aufstiegsplätze aber die weiter verschärfte Personalsituation treffen. Im nächsten Heimspiel gegen den FC Bayern München II (Sonntag, 17 Uhr) fehlen nun auch noch Arianit Ferati und Michael Schultz nach ihren fünften Gelben Karten sowie Mohamed Gouaida, der mit Verdacht auf einen Bänderriss verletzt ausschied.

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„Wir haben einfach nicht gut gespielt. Halle war präsenter, zweikampfstärker und hat uns über die Mentalität geschlagen. Das war ein verdienter Sieg für Halle“, gab SVW-Trainer Bernhard Trares nach Spielende zu und machte klar: „Halle ist kein Abstiegskandidat.“

Hallescher FC: Eisele – Kastenhofer (82. Fetsch), Mai, Vollert, ...

Hallescher FC: Eisele – Kastenhofer (82. Fetsch), Mai, Vollert, Landgraf – Guttau (88. Papadopoulos), Mast, Washausen, Sohm (72. Nietfeld) – Boyd (82. Hansch), Lindenhahn (72. Hilßner).

SV Waldhof: Königsmann – Just (46. Conrad), Gohlke (58. Marx), Schultz, Hofrath – Schuster, Flick (58. dos Santos) – Ferati, Gouaida (30. Bouziane), Korte – Koffi (82 Celik).

Tore: 1:0 Lindenhahn (17.), 2:0 Boyd (60.), 3:0 Guttau.

Karten: Fehlanzeige - Ferati, Schultz.

Beste Spieler: Guttau – Schuster, Schultz.

Schiedsrichter: Bokop (Vechta).

Trares veränderte die Waldhof-Elf auf drei Positionen. Kevin Koffi stürmte von Beginn an, als rechter Außenverteidiger startete Jan Just für Dauerbrenner Jan-Hendrik Marx, dem der Coach eine Pause gönnte. Maurice Deville saß zudem wegen einer starken Fußprellung nur in zivil auf der Tribüne.

Für Halles neuen Trainer Florian Schnorrenberg war die Ausgangslage vor der Partie klar. „Kein Selbstvertrauen gegen Selbstvertrauen“, sah er sein Team nach dessen jüngster Negativserie in der Außenseiterrolle. Doch dass mit diesem Spruch eine psychologische Nebelkerze gezündet wurde, war nach wenigen Momenten klar. Die Hallenser liefen wie um ihre letzte Chance, gingen giftig in die Zweikämpfe und ließen den SVW überhaupt keine Luft. Davon hätte fast HFC-Stürmer Toni Lindenhahn profitiert, als er nach einem verlängerten Ball vor SVW-Keeper Timo Königsmann auftauchte (6.). Auf der Gegenseite wurde Marco Schuster im Strafraum am Fuß getroffen, Schiedsrichter Franz Prokop wertete das allerdings nicht als Foul.

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Im Vorwärtsgang blieben aber die Ostdeutschen, die weiter mit viel Tempo nach vorn spielten. Der SVW lief bei diesem Höllen-Tempo meist hinterher, auch Ferati konnte HFC-Abwehrmann Niklas Landgraf kurz vor dem Strafraum auf Kosten eines Fouls stoppen. Dafür sah der Mittelfeldspieler seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit am Sonntag, viel unmittelbarer wirkte sich für den SVW allerdings der folgende Freistoß aus: Lindenhahn nahm Maß, zirkelte den Ball über die Mauer ins linke Eck und es stand 1:0 für die Hallenser.

Erst danach fanden die Mannheimer etwas besser ins Spiel, hatten allerdings auch Glück, als HFC-Innenverteidiger Sebastian Mai einen Kopfball über die Latte setzte (25.). Der Waldhof kam erstmals richtig gefährlich vors Tor, als Jan Just eine Freistoß-Flanke am langen Pfosten verpasste (28.), danach setzte es einen weiteren Rückschlag: Im nächsten hart geführten Zweikampf trat Mohamed Gouaida auf den Fuß seines Gegners, knickte um und musste vom Feld (30.). Für Ihn kam Mounir Bouziane, der gleich an der nächsten guten Szene für die Blau-Schwarzen beteiligt war. Koffi brachte das Zuspiel Bouzianes aber nur ans Außennetz (36.). Kurz vor der Halbzeit verpasste Halles Julian Gattau das Waldhof-Tor aus der Distanz nur knapp (42.).

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Nach dem Seitenwechsel beorderte Trares Kapitän Kevin Conrad in die Innenverteidigung, Gerrit Gohlke rückte nach rechts. Doch bevor sich die Hintermannschaft richtig sortiert hatte, musste Keeper Königsmann schon nach 15 Sekunden gegen Terence Boyd retten. Nach dieser Schrecksekunde hatte dann aber der SVW deutlich mehr vom Spiel, konnte sich allerdings nichts Zwingendes herausspielen.

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Mit einem Doppelwechsel kam weiterer Schwung ins Waldhof-Spiel. Gianluca Korte prüfte HFC-Torwart Kai Eisele aus der Distanz (59.), Koffis Kopfball war ebenfalls gefährlich (60.). Doch gerade als die Partie zu kippen schien, kam Halle über rechts in die Hälfte des SVW und die Hereingabe von Guttau verwertete Boyd am zweiten Pfosten (61.). Dieser Treffer stoppte den Elan der Mannheimer im schlechtesten Moment. Halle konnte sich in der Folge aufs Verteidigen konzentrieren und erhöhte mit einem Konter über Guttau sogar noch auf 3:0.

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