3. Liga 2:0 bei Türkgücü München - Waldhof ist nicht zu stoppen

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Thorsten Hof
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Nach 20 Minuten dann der erste Treffer für die Buwe durch Marcel Costly (links) mit Vorarbeit von Rafael Garcia (rechts). © Michael Ruffler

München. Der SV Waldhof bleibt in der 3. Liga weiter die Mannschaft der Stunde und setzt seinen Lauf im neuen Fußball-Jahr fort. Mit dem 2:0 (1:0)-Sieg bei Türkgücü München können die Mannheimer auf das siebte Spiel ohne Niederlage zurückblicken, zuletzt gelangen drei Siege in Folge. Damit kletterte der SVW auf Platz acht der Tabelle und scheint für das Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern am nächsten Samstag bestens gerüstet. „Die Jungs haben wieder alles reingehauen, das ist bemerkenswert“, kommentierte SVW-Trainer Patrick Glöckner die erneute Energieleistung seiner Mannschaft, die im Grünwalder Stadion das siebte Spiel in nur 22 Tagen absolvierte. „Von den Chancen her war das Spiel ausgeglichen, aber wir haben uns das Glück, die zwei Tore zu machen, auch ein bisschen erzwungen“, freute sich der 44-Jährige über die beiden Treffer von Marcel Costly (20.) und Dominik Martinovic (75.). 

Türkgücü München: Vollath – Park (83. Tosun), Kusic (75. Akkaynak), Zorba, Stangl – Sijaric, Berzel, Maier (83. Gorzel), Kircicek (57. Röser) – Serarer, Sliskovic (57. Bouziane).

SV Waldhof: Königsmann – Gottschling, Gohlke, Seegert, Donkor (70. Hofrath) – Schuster, Saghiri (86. Jurcher) – Costly, Gouaida (70. Christiansen), Garcia (74. Jastrzembski) – Martinovic.

Tore: 0:1 Costly (20.), 0:2 Martinovic (75.).

Karten: Vollath, Berzel, Gorzel - Gottschling.

Beste Spieler: Maier – Costly, Martinovic.

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart).

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Glöckner hatte nach dem jüngsten 1:0 gegen Tabellenführer Dresden natürlich keinen Grund, seine erfolgreiche Formation zu verändern, setzte den kürzlich von Hertha BSC ausgeliehenen Dennis Jastrzembski aber gleich auf die Bank und verhalf dem 20-Jährigen am Ende der Partie zu dessen Drittliga-Debüt. Türkgücü München beorderte seinen Neuzugang Sebastian Maier dagegen sofort  in die Startelf und der ehemalige Bochumer hatte auch die erste Gelegenheit, als er aus spitzem Winkel an SVW-Torwart Timo Königsmann scheiterte (4.). Generell agierten die Gastgeber vom Start weg mit viel Engagement und setzten die Mannheimer unter Druck, die fast erneut in Rückstand gerieten – Petar Sliskovic stand nach einem Ballverlust von Anton Donkor und der folgenden schnellen Türkgücü-Stafette aber im Abseits (10.).

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Nach dieser ersten Druckphase befreite sich der SVW dann aber sichtlich. Mit Ballgewinnen, einer guten Sicherheit im Kombinationsspiel und einer stabilen Arbeit nach hinten, waren die Mannheimer nun auf Augenhöhe. Die deshalb nicht unverdiente Führung resultierte allerdings aus einem ruhenden Ball: Mohamed Gouaida zirkelte einen Freistoß sehenswert in den Strafraum, den Kopfball von Marcel Seegert wehrte Türkgücü-Keeper René Vollath noch zur Seite ab. Nachdem Rafael Garcia den Abpraller nochmals zur Mitte brachte und Costly die rechte Hacke hineinhielt, hieß es 1:0 für die Mannheimer (20.). „Ich habe gesehen, dass Rafael den Ball reinhaut, das war schon so gewollt“, freute sich der Ex-Magdeburger über sein 4. Saisontor, das zugleich der erste Gegentreffer für Vollath seit 520 Minuten war. 

Bis zur Halbzeit genügte Mannheim dann eine solide Leistung ohne weitere eigene Möglichkeiten, um den Vorsprung mit in die Kabine zu nehmen. Aufregung auf der Münchner Bank gab es nur, als Waldhofs Gerrit Gohlke im Strafraum zweimal etwas robust zu Werke ging. Für einen Strafstoß reichte es aus Sicht von Schiedsrichter Martin Petersen aber nicht. Königsmann musste zudem bei einer Freistoß-Flanke von Maier aufpassen, mehr brachte die zuletzt etwas lahmende Türkgücü-Offensive bis zur Halbzeit aber nicht zustande.

3. Liga Waldhof weiter auf Erfolgskurs - 2:0 bei Türkgücü München

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Nach dem Wechsel machten die Gastgeber dann weiter deutlich, dass sie keinesfalls die erst zweite Heimniederlage kassieren wollten, doch der SVW stand weiter stabil. Mit einem Doppelwechsel erhöhte Türkgücü nochmals den Druck, nun durfte auch Mounir Bouziane gegen seine Ex-Kollegen ran (57.). In der Folge setzte erst Filip Kusic einen Kopfball neben das Waldhof-Tor (59.), Sercan Serarer zielte aus aussichtsreicher Position zu hoch (60.).
„Sicherheit rein, Sicherheit“, forderte Glöckner in dieser Phase von der Seitenlinie und durfte mitansehen, wie sein Team nun mit aussichtsreichen Kontern antwortete. Zwei Mal scheiterte dabei Dominik Martinovic (68./73.) – doch der dritte Versuch saß: Hamza Saghiri sah Costly auf Außen und in der Mitte vollstreckte der agile Stürmer zum 0:2 (75.).

Von einer Vorentscheidung konnte allerdings nicht gesprochen werden. Türkgücü kam noch zu einigen klare Möglichkeiten, nachdem Max Christiansen das 3:0 für den Waldhof auf dem Fuß hatte (81.). Bouziane schoss beispielsweise völlig frei aus zehn Metern neben das Tor (85.), Königsmann konnte sich gegen Berzel (82.) und bei Kosics Kopfball (90.+4) auszeichnen. Danach durfte der SVW jubeln, lediglich Anton Donkor machte Sorgen, der in der 69. Minute verletzt ausgewechselt werden musste.

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dpa/red
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Redaktion Sportredakteur, Schwerpunkte SV Waldhof, Rhein-Neckar Löwen.