Fußball - SVS vergrößert mit 2:0-Sieg Nürnberger Sorgen Sandhausen atmet auf, Alarmstimmung beim Club

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mjw
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Sandhausen. Mit einer Willensleistung hat es der SV Sandhausen geschafft, einen direkten Abstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga zu verlassen. Die Mannschaft von Trainer Michael Schiele setzte sich am Sonntag mit 2:0 (1:0) gegen den ebenfalls kriselnden 1. FC Nürnberg durch und klettert dank des fünften Saisonsiegs auf den Relegationsrang. „Wir sind glücklich und zufrieden, dass wir im eigenen Stadion wieder unsere Leistung abgerufen und uns für den Auftritt belohnt haben“, sagte Schiele erleichtert.

Torschützen unter sich: Nils Röseler (l.) jubelt mit Daniel Keita-Ruel. © dpa
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Nach dem bitteren 1:2 unter der Woche beim SV Darmstadt 98 baute der Coach sein Team auf sechs Positionen um. Patrick Schmidt feierte sein Startelf-Debüt, und auch Janik Bachmann, der erst am Donnerstag vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet wurde, stand in der Anfangself.

Innenverteidiger Röseler trifft

Akzente konnte das Duo in der Offensive aber kaum setzen. Allerdings schafften es auch die Franken nicht, sich ein Übergewicht zu erspielen. So musste aus Sicht des SVS einmal mehr eine Standardsituation her, um in Führung zu gehen. Wie schon in Darmstadt war es eine Gemeinschaftsproduktion der Innenverteidiger Aleksandr Zhirov und Nils Röseler. Vom Rücken des Russen sprang der Ball zu Röseler, der kurz vor der Pause zum 1:0 traf (43.).

Nach Wiederbeginn konzentrierte sich der SVS auf die Defensivarbeit, während Nürnberg langsam mehr Druck entfachte. Gefährlich wurde es nach einer Hereingabe von Tim Handwerker. Allerdings prallte der Versuch von Manuel Schäffler an die Latte (75.). In der Nachspielzeit vollendete Daniel Keita-Ruel einen Konter zum 2:0-Endstand.

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Da auch der FC St. Pauli mit 4:3 beim 1. FC Heidenheim gewann, war der Sieg mit Blick auf die Gesamtsituation im Abstiegskampf wichtig, bestätigte Schiele: „Wir haben viel miteinander gesprochen und wussten, dass wir zuletzt zu wenig Ertrag herausgeholt haben. Da auch die Konkurrenten gepunktet haben, mussten wir mitziehen.“

Nun geht es am Freitag im nächsten Kellerduell zum FC St. Pauli (Spielbeginn: 18.30 Uhr). Dort peilt Schiele den zweiten Auswärtssieg der Saison an. mjw