Fußball - Sandhausen will sich bei neuem Trainer Zeit lassen Die Suche nach der Traumlösung

Von
Maximilian Wendl
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Sandhausen. Vor gerade einmal 85 Tagen mussten sich die Verantwortlichen des SV Sandhausen mit derselben Frage beschäftigen: Welcher Trainer kann den Negativstrudel in der 2. Fußball-Bundesliga beenden? Damals fiel die Wahl auf Michael Schiele. Doch der Schwabe schaffte es nicht und ist seit Montagabend Geschichte. Nun geht das Sondieren des Marktes von vorn los. Die Kandidatenliste hat sich leicht verändert, alte Bekannte sind aber immer noch auf ihr zu finden. Einblicke in die Trainersuche wollen die Verantwortlichen am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel beim SC Paderborn gewähren. Bedeutet: Am Samstag (13 Uhr) werden Stefan Kulovits und Gerhard Kleppinger als Interimslösung fungieren. Das Duo gehört auch zum erweiterten Anwärterkreis. Wir geben einen Überblick über mögliche Kandidaten beim SVS.

Kleppinger/Kulovits

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Das Duo leitet fortan das Training – mal wieder. Eine langfristige Lösung mit Kleppinger und Kulovits gilt nicht mehr als unwahrscheinlich, weil sie den Verein und die Spieler bestens kennen. Kleppinger, der über einen Trainerschein verfügt, kehrt dabei zur ersten Mannschaft zurück, nachdem er unter Schiele ins Nachwuchsleistungszentrum ausweichen musste.

Torsten Lieberknecht

Der Pfälzer war schon zweimal Thema am Hardtwald, allerdings kam es bislang nie zu einer Einigung. Jetzt ist Lieberknecht seit seiner Entlassung beim MSV Duisburg arbeitssuchend. Klappt es im dritten Anlauf, würde der SV Sandhausen einen emotionsgeladenen Trainer bei sich begrüßen dürfen. Der 47-Jährige mit Haßlocher Wurzeln, der als Aktiver unter anderem beim SV Waldhof Mannheim und beim 1. FC Kaiserslautern die Stiefel schnürte, ließ aber verlauten, dass er bis Sommer pausieren wolle.

Dimitrios Grammozis

In Darmstadt schlug Dimitiros Grammozis Ende der Vorsaison das Angebot einer Vertragsverlängerung aus. Die Hessen hatten die Zusammenarbeit nur um ein Jahr ausdehnen wollen. Das war nicht im Sinne des Griechen, der sich dagegen entschied und seit der Sommerpause ohne Job dasteht.

Tim Walter

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Tim Walter lieferte bei Holstein Kiel ordentliche Arbeit ab und wechselte zur Saison 2019/20 zum VfB Stuttgart. Dort blieb es jedoch bei einem Intermezzo, denn im Dezember 2019 wurde er freigestellt. Der Pluspunkt, der für Walter spricht: Er kommt aus der Region, denn er wurde in Bruchsal geboren. Allerdings gilt er menschlich als schwierig.

Alois Schwartz

In Sandhausen wissen sie, was sie an Alois Schwartz haben. Und Alois Schwartz weiß, was er am SVS hat. Der ruhige Coach erlebte als Trainer seine wohl beste Zeit am Hardtwald, allerdings ging er 2016 überraschend nach Nürnberg und ließ enttäuschte SVS-Verantwortliche zurück. Im November gehörte er nicht zum engen Kandidatenkreis. Aber: Schwartz weiß, wie man eine Defensive in den Griff kriegt – und genau diese Sicherheit würde den Schwarz-Weißen aktuell gut zu Gesicht stehen.

Jeff Saibene

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Der Luxemburger musste erst kürzlich beim 1. FC Kaiserslautern gehen. Zuvor leistete er ordentliche Arbeit bei Arminia Bielefeld und in Ingolstadt. Er kennt die Liga und hätte dahingehend keine Eingewöhnungsprobleme. Bild: dpa

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.