2. Fußball-Bundesliga

Auswärtsfluch des SV Sandhausen geht nach 0:2 in Kiel weiter

Von 
Maximilian Wendl
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Torschütze Fin Bartels war nicht nur in dieser Szene von Nikolas Nartey (hinten) und Erik Zenga nicht zu stoppen. © DPA

Kiel. Die rabenschwarze Serie in der Fremde geht weiter. Der SV Sandhausen hat es auch beim Aufstiegsaspiranten Holstein Kiel nicht geschafft, den Vereinsnegativrekord zu beenden und kassierte in der 2. Fußball-Bundesliga durch das 0:2 (0:1) die zehnte Auswärtsniederlage nacheinander. Von einem Fluch möchte Kapitän Dennis Diekmeier aber nichts wissen: „Das interessiert mich alles nicht. Wir haben auch gegen diesen starken Gegner wieder positive Dinge auf den Platz gebracht. Am Ende waren es zwei unglückliche Gegentore.“

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Trainer Gerhard Kleppinger wurde bei seiner Analyse schon etwas deutlicher: „Natürlich nervt es, weil die Fragen nach dieser Statistik sich wieder und wieder wiederholen, wenn wir es nicht schaffen, diese Serie endlich zu durchbrechen. Wir haben es geschafft, Kiel teilweise vor Probleme zu stellen. Alles in allem geht das Ergebnis aber in Ordnung.“ Die Hausherren beschenkten Geburtstagskind und Trainer Ole Werner aber nicht nur mit drei Punkten, sondern auch mit dem Sprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Für Sandhausen geht der Blick dagegen weiter nach unten. Nach der Quarantäne haben die Baden-Württemberger die einstige Differenz an absolvierten Spielen aufgeholt und in der bereinigten Tabelle einen Punkt Vorsprung vor dem Tabellen-16. Eintracht Braunschweig. Der Abstand zum VfL Osnabrück auf dem ersten Abstiegsplatz beträgt vier Zähler.

Im Spiel machten die Störche schon in den Anfangsminuten deutlich, wer die Zügel in der Hand haben würde. Bei der ersten Doppelchance rettete SVS-Innenverteidiger Aleksandr Zhirov gegen Fin Bartels und der Nachschuss von Phil Neumann ging über den Kasten (7.). Gerade einmal eine Viertelstunde später rollte der nächste gefährliche Angriff auf Sandhausen zu, weil Daniel Keita-Ruel einen Zweikampf gegen Hauke Wahl verlor. Der aufgerückte Abwehrspieler fand mit seinem Zuspiel Bartels, der zum 1:0 einschob.

Auf der Gegenseite vergaben Emanuel Taffertshofer und Julius Biada. Ihre Möglichkeiten waren aber nicht wirklich zwingend. Gefährlicher wurde es vor der Pause einmal mehr für die Hintermannschaft der Kurpfälzer, doch Kapino rettete mit einem Reflex. Nach dem Seitenwechsel fand Sandhausen besser ins Spiel. Keita-Ruel blieb jedoch glücklos und Sturmpartner Kevin Behrens rieb sich in Auseinandersetzungen mit den Kieler Defensivakteuren auf.

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Sandhausens Schlussmann, der gegen Hannover 96 und beim Duell bei der SpVgg Greuther Fürth gepatzt hatte, blieb dagegen im Blickpunkt. Gegen Ahmet Arslan behielt er erneut die Oberhand, doch gegen den sehenswerten Heber von Janni Serra war Kapino machtlos. Zwar stand er bei dem Treffer zum 2:0 weit vor seinem Tor, doch Kleppinger sprach ihn von jeder Schuld frei: „Ich finde, er steht richtig. Er kann ja nicht auf der Linie kleben. Serra hat es einfach sehr gut gemacht. Das war allererste Sahne.“

Auf diesen Nackenschlag hatte Sandhausen keine Antwort mehr parat und so geht es erneut mit leeren Händen zurück an den Hardtwald. Dort stehen am Mittwoch die Reservisten auf dem Trainingsplatz und am Sonntag, 2. Mai, geht es beim 1. FC Heidenheim erneut darum (Spielbeginn: 13.30 Uhr), den Bann zu brechen – auch wenn Diekmeier von diesem Fluch nichts wissen und Coach Kleppinger darüber nicht mehr sprechen möchte.

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Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.