Handball - Rhein-Neckar Löwen benötigen beim HC Erlangen eine konstantere Leistung als zuletzt Viele unangenehme Erinnerungen

Von 
Thorsten Hof
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Kreisläufer Jannik Kohlbacher trifft hier im jüngsten Spiel der Löwen beim HC Erlangen in Nürnberg. Am Ende hieß es aber nur 23:23-Unentschieden. © Michael Ruffler

Mannheim. Wenn es in der Handball-Bundesliga Hallen gibt, in denen sich die Rhein-Neckar Löwen sichtlich unwohl fühlen, gehört die Arena in Nürnberg sicher dazu. Seitdem der HC Erlangen – mit einem Jahr Unterbrechung – im Oberhaus antritt, konnten die Löwen dort in vier Liga-Spielen nur einmal gewinnen. Nicht selten wurden bei den Franken wichtige Punkte im Titelrennen vergeben, den letzten großen Dämpfer kassierten die Mannheimer in der vergangenen Saison beim 23:23. Deshalb gleich von einem Angstgegner zu sprechen, wäre vielleicht übertrieben, aber am Sonntag (13.30 Uhr/live bei Sky) werden die Löwen zeigen wollen, dass sie es besser können.

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Beim jüngsten Remis Ende Februar dieses Jahres war Uwe Gensheimer noch beim französischen Spitzenclub Paris St. Germain unter Vertrag, doch auch der Linksaußen hat bereits bei seinem ersten langjährigen Löwen-Engagement seine Erfahrungen mit dem HCE gemacht – und selten gute. „Es war immer sehr, sehr schwer dort. Das waren immer enge Spiele“, erinnert sich der Kapitän der Nationalmannschaft. Und da die Löwen mit ihrem neuen Trainer Kristjan Andresson und einigen Neuzugängen noch immer etwas in der Findungsphase sind, könnte sich Erlangen erneut als Stolperstein erweisen.

Um das zu vermeiden, fordert Gensheimer wie zuletzt gegen Wetzlar absoluten Einsatz von der ersten Minute an, wichtig wird aber auch sein, die Konzentration über 60 Minuten oben zu halten. „Schwächephasen wie gegen die HSG Wetzlar dürfen wir uns in Erlangen nicht erlauben“, spielt Sportchef Oliver Roggisch beispielsweise auf die sechs Minuten im jüngsten Heimspiel an, während derer die HSG von 19:11 auf 19:16 verkürzte. „In Erlangen kann so etwas in die Hose gehen“, warnt Roggisch aus Erfahrung.

Pokalspiel terminiert

Allerdings haben die Franken nach einem personellen Umbruch aktuell auch mit sich selbst zu kämpfen und unterlagen am Donnerstagabend in eigener Halle Frisch Auf Göppingen mit 23:26. Zusätzlich dürfte die Löwen motivieren, dass sie sich mit einem Sieg in Erlangen die perfekte Ausgangslage für das Spitzenspiel in Hannover schaffen können.

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Doch das ist angesichts der Gefahrenlage in Erlangen noch Zukunftsmusik, ebenso wie das Pokal-Viertelfinale gegen die Hannoveraner. Doch dafür gibt es inzwischen immerhin einen Termin: Gespielt wird am 4. Dezember um 20 Uhr in der SAP Arena.

Zeitgleich wurde auch das letzte noch offene Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen zeitgenau angesetzt. Anwurf für das immer brisante Landes-Derby ist am Sonntag, den 8. Dezember, um 16 Uhr.

Redaktion