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Traumlos: Ab nach Lissabon

Von 
Marc Stevermüer
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Mannheim. Der Lostopf hielt unangenehme Reisen und komplizierte Gegner parat. In der 2. Qualifikationsrunde zur Gruppenphase der European League drohte den Rhein-Neckar Löwen ein beschwerlicher Trip zum rumänischen Erstligisten HC Dobrogea Sud Constanta. Möglich war außerdem ein Duell mit dem dänischen Top-Club GOG Gudme, wo nicht nur Ex-Löwe Jerry Tollbring unter Vertrag steht, sondern mit Mathias Gidsel auch der Mann, der zuletzt zum besten Spieler des olympischen Handball-Turniers gewählt wurde. Doch nun steht für die Badener eine problemlose Anreise in eine wunderschöne Stadt und noch dazu eine sportlich lösbare Aufgabe gegen einen namhaften Verein an: Der Handball-Bundesligist bekommt es mit dem portugiesischen Erstligisten Benfica Lissabon zu tun.

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„Das ist ein sehr attraktives Los für uns“, sagt Löwen-Trainer Klaus Gärtner, der zwar von einer „hohen Hürde“auf dem Weg in die Gruppenphase spricht. Allerdings – Stichwort GOG Gudme – hätte es den zweifachen deutschen Meister auch viel härter treffen können. Der Bundesligist genießt im Hinspiel am 21. September zunächst Heimrecht im Heidelberger SNP Dome. Eine Woche später steht das zweite Duell in Lissabon an.

Alte Bekannte

Außer Frage steht: Der deutsche Pokalsieger von 2018 geht als Favorit in die beiden Partien, zwei klare Erfolge wie in der 1. Runde gegen den türkischen Meister Toto Spor Ankara (38:22, 42:22) sind allerdings nicht zu erwarten. Denn einerseits befindet sich der portugiesische Handball seit einiger Zeit im Aufschwung, wie der sechste EM-Platz, die Olympia-Teilnahme und Erfolge im Nachwuchsbereich zeigen. Zudem ist der Benfica-Kader mit einigen ehemaligen Bundesligaspielern und somit alten Bekannten besetzt. Petar Djordjic trug das Trikot der SG Flensburg-Handewitt, Ole Rahmel und Rogério Moraes waren für den THW Kiel aktiv. Mit Jonas Källmann, der nach 223 Länderspielen für Schweden nun als 40-Jähriger seine Karriere in Lissabon ausklingen lässt, steht zudem eine echte Legende im Kader der Portugiesen.

Sollten die Löwen die nächste Runde erreichen, wären für sie zehn weitere Begegnungen garantiert. Vier von sechs Mannschaften in jeder der vier Gruppen qualifizieren sich anschließend für das Achtelfinale, dem das Viertelfinale folgt. Der Sieger des Wettbewerbs wird bei einem Final Four am 28. und 29. Mai ermittelt, der Austragungsort steht noch nicht fest.

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2021 wurde die Endrunde in der Mannheimer SAP Arena ausgespielt, den Titel holte der SC Magdeburg. Die Bördeländer sind in dieser Saison bereits für die Gruppenphase gesetzt. Wie auch die Löwen wollen sich dafür noch zwei weitere Bundesligisten qualifizieren. Pokalsieger TBV Lemgo Lippe bekommt es in der zweiten Qualifikationsrunde mit Valur Reykjavik (Island)) zu tun, KS Azoty-Pulawy (Polen) heißt der Gegner der Füchse Berlin. Der Hauptstadt-Club gehört genauso wie Magdeburg und die Löwen zu den Titelanwärtern. Dazu zählen außerdem der französische Spitzenverein HC Nantes und eben die Dänen von GOG Gudme.

Redaktion Handball-Reporter, Rhein-Neckar Löwen und Nationalmannschaft

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