Fußball - Nach zehn Jahren ist Schluss für den Sportdirektor Hübner verlässt die Eintracht

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dpa
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Frankfurt. Bruno Hübner (Bild) macht bei Eintracht Frankfurt Schluss. Genau ein Jahrzehnt, nachdem er im Sommer 2011 beim hessischen Fußball-Bundesligisten die Arbeit aufnahm, wird der Vertrag des 60-Jährigen nach der laufenden Saison nicht mehr verlängert. „Für den Klub ist sicher eine Veränderung auf dieser Position nach so langer Zeit sinnvoll. In den vergangenen Monaten hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass dies für beide Seiten die beste und richtige Lösung ist“, sagte Hübner, in dessen Amtszeit unter anderem ein DFB-Pokalsieg 2018 und der Einzug ins Europa-League-Halbfinale 2019 fielen.

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„Es macht mich stolz, dass ich hier ein Teil sein durfte. Vor allem die fantastischen Fans und die tolle Atmosphäre werden mir immer in Erinnerung bleiben. In jeder Phase konnten wir uns auf sie verlassen“, sagte Hübner. Wie der Verein auf der Position des Sportdirektors ab Sommer plant, blieb offen und ist nun Aufgabe des Vorstandes um Fredi Bobic, über dessen Wechsel zu Hertha BSC gemutmaßt wird.

Bestelltes Feld hinterlassen

Doch zunächst bekundete Bobic seinen Respekt für den langjährigen Weggefährten Hübner, mit dem er seit 2016 ein erfolgreiches Führungstandem bildet. „Er hat nicht nur 2011 mit Armin Veh die richtige Wahl getroffen, sondern im Abstiegskampf 2016 auf Niko Kovac gesetzt und mit dieser, damals mutigen, Entscheidung goldrichtig gelegen“, erinnerte Bobic. Man habe sich schon 2018 darauf verständigt, auf dem Posten des Sportdirektors perspektivisch „eine Neuorientierung in Betracht zu ziehen“.

Während Hübner 2011 übernahm, als die Eintracht sich als Absteiger gerade aus der Bundesliga verabschiedet hatte, wird sein Nachfolger eine exzellente Ausgangsposition vorfinden. Das von Adi Hütter trainierte Team belegt derzeit einen Champions League-Platz und könnte sich erstmals für die Königsklasse qualifizieren. „Für mich liegt der Fokus nun auf den kommenden drei Monaten“, sagte Hübner, für den ein „besonders schöner Abschied“ dann erfüllt wäre, wenn die Qualifikation für das internationale Geschäft noch einmal gelänge. dpa