Fußball - Der Abwehrchef und angehende Hubschrauber-Pilot genießt den Frankfurter Höhenflug Hinteregger hebt ab

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Jürgen Berger
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Sinsheim. Martin Hinteregger gibt bei Eintracht Frankfurt die Richtung vor. In der Dreierkette dirigiert der Österreicher als zentrale Figur seine 21-jährigen Nebenleute Tuta und Evan Ndicka – und in Sachen sportlicher Zielsetzung äußert der Abwehrchef ehrgeizige Saisonziele. „Wir wollen international spielen. Die Eintracht war noch nie in der Champions League – das ist natürlich ein Traum“, unterstrich Hinteregger nach dem 3:1 bei der TSG Hoffenheim die Ambitionen des hessischen Bundesligisten.

Martin Hinteregger (l.), hier mit Filip Kostic, überzeugt als Anführer. © dpa
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„Martin macht das richtig gut“, lobt Trainer Adi Hütter seinen Führungsspieler, der mitten im sportlichen Höhenflug der Eintracht tatsächlich abhebt – und zwar nicht im negativen Sinn. Der 28-Jährige will nach seiner Karriere in seiner Heimat einen Rettungshubschrauber fliegen und macht deshalb momentan seine Lizenz als Helikopterpilot. Animiert hat den Frankfurter Kapitän die TV-Serie „Der Bergdoktor“ – und mittlerweile hat er auch schon seine Teamkollegen als „Mitflieger“ aktiviert. Vor zwei Wochen postete Hinteregger bei Instagram ein Foto, das ihn mit Ndicka und Tuta bei einem Rundflug zeigt. So geht Teambuilding auch. Der langjährige Abwehrchef und Vorzeige-Integrationsperson David Abraham, dessen Nachfolger Tuta ist, wäre stolz auf Hinteregger.

Der Zusammenhalt gehört zu den großen Stärken des Tabellenvierten. „Wir haben im Angriff die Qualität, die Tore zum richtigen Zeitpunkt zu machen“, lobt der Abwehrchef seine Offensiv-Abteilung, die im Duell mit Hoffenheim nach dem Ausgleich zum 1:1 im Stile einer Spitzenmannschaft innerhalb von eineinhalb Minuten zwei Tore schoss – und dadurch endgültig auf die Siegerstraße einbog. Die entscheidende Figur am Sonntag war Filip Kostic mit einem Treffer und zwei Vorlagen. Der Serbe befindet sich seit Wochen in Gala-Form – und Hinten macht Hinteregger den Laden dicht.

Die Hessen sind als einziges Team in der Liga noch ohne Niederlage im neuen Jahr und haben plötzlich die Königsklassen-Qualifikation im Blick. Ob die Champions League realistisch ist, wurde Hütter am Sonntag gefragt – und der Coach zögerte selbstbewusst keinen Moment mit der Antwort: „Wenn wir so weiterspielen auf alle Fälle.“ Der Österreicher erlaubt das Träumen ausdrücklich, tritt nicht auf die Euphoriebremse. Am nächsten Sonntag steht das Heimspiel gegen den 1. FC Köln auf dem Spielplan, eine Woche später kommen die Bayern.

Köln als nächster Gegner

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„Er ist noch ein weiter Weg ins Ziel“, weiß Hinteregger, ehe er hinterherschiebt: „Natürlich registriert man die Spiele der Konkurrenten und natürlich registriert man die Tabelle. Wir haben gesehen, dass wir einen riesigen Schritt machen können. Genau so müssen wir weitermachen.“

Redaktion Sportredakteur