Eishockey - Neuzugang am Mittwoch in München dabei / Stürmer Huhtala fehlt bis zu sechs Wochen Schira vor Adler-Premiere

Von 
Jan Kotulla
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Mannheim/München. Die hohe Belastung der Adler Mannheim mit zehn Spielen in 26 Tagen hat Folgen. Cheftrainer Pavel Gross muss in den kommenden Wochen auf Stürmer Tommi Huhtala verzichten. Der Finne hat sich im Schlussabschnitt der Partie gegen Ingolstadt am Sonntag (2:1 nach Verlängerung) eine Adduktorenverletzung zugezogen. Dem 33-Jährigen drohen vier bis sechs Wochen Zwangspause. Damit ist an einen Einsatz am Mittwoch (20.30 Uhr) beim EHC Red Bull München natürlich nicht zu denken.

Bald mit dem Mannheimer Adler auf der Brust: Craig Schira. © Mauritzson
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Mit im Mannschaftsbus auf dem Weg in die bayrische Landeshauptstadt saß hingegen Neuzugang Craig Schira (Rögle BK). Der kanadische Verteidiger hat alle Stufen des Corona-Protokolls nach seinem positiven Test durchlaufen und steht dreieinhalb Wochen nach seiner Verpflichtung vor seinem Debüt im Adler-Trikot mit der Nummer 64.

Weiterhin ohne Plachta und Akdag

Noch nicht fit sind hingegen die Verteidiger Cody Lampl und Sinan Akdag sowie Stürmer Matthias Plachta. „Plachti und Sinan werden am Mittwoch in Mannheim mit Marcel Goc aufs Eis gehen“, berichtete Gross. „Wir sind froh, dass wir mit Marcel einen erfahrenen Mann haben, der sich um die Jungs kümmert“, sagte der Coach über den Routinier, der seine Karriere nach der zurückliegenden Saison beendet hatte und seine Erfahrungen nun als Teil des Trainerstabes weitergibt. „Der lange Ausfall ärgert Sinan natürlich. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns“, bekräftigte Gross den Stellenwert des Nationalspielers, der sich lediglich vier Testspiele absolvierte.

Auf die sich mehrfach verändernden Aufstellungen wollte der Trainer die phasenweise Anfälligkeit für Konter nicht schieben. Nein, die gebe es in der Häufigkeit wie während der Schwächephase der vergangenen Saison nicht. „Es stimmt, wir hatten solche Pässe vor allem im zweiten Drittel gegen Augsburg. Sonst habe ich nicht den Eindruck, dass wir ausgekontert werden“, sagte Gross. Er hat andere Ursachen für die jüngsten Gegentore erkannt: „Gegen Ingolstadt haben wir langsam und schlecht gewechselt. Das müssen wir selbstverständlich abstellen“, erklärte der 52-Jährige. „In Straubing haben wir beim Gegentor nicht nach hinten gearbeitet“, war dem Coach immer noch anzumerken, dass ihn die Art und Weise der 1:2-Niederlage gegen die Tigers vom Freitag ärgerte.

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„Wir müssen im Aufbau kompakt sein und auch gemeinsam zurückgehen, wenn wir die Scheibe verlieren“, erwartet Gross bereits gegen München eine Verbesserung. Denn große Geheimnisse gebe es gegen den EHC nicht. „Aber es kann immer mal wieder zu Überraschungen kommen. Im Grunde genommen sind die Systeme ganz klar, aber vielleicht hat ja die eine oder die andere Mannschaft etwas Neues“, wollte sich der 52-Jährige verständlicherweise nicht in die Karten schauen lassen.

Änderungen wird es bei den Münchnern zwangsläufig geben. Denn auch Don Jackson muss auf Stammspieler verzichten. Zach Redmond, Maxi Kastner und Konrad Abeltshauser fehlen verletzt. Verteidiger Abeltshauser musste am Bein operiert werden, er wird mehrere Wochen fehlen. Kastner fällt ebenfalls wegen einer Beinverletzung aus und ob Topscorer Redmond einsatzbereit ist, ist fraglich. Er fehlte bereits gegen Ingolstadt.

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Eine generell höhere Verletzungsquote hat Gross trotzdem nicht ausgemacht: „Es gibt Mannschaften, die es noch nicht erwischt hat, die aber vielleicht Ende der Saison Probleme haben werden.“ Aus dieser Aussage spricht die Hoffnung, dass die Adler künftig von Ausfällen verschont bleiben.

Redaktion Sportredakteur