Eishockey - Verteidiger viel früher als gedacht wieder im Adler-Training / Einsatz gegen Bremerhaven am Donnerstag möglich Janik Möser – unverhofft kommt oft

Von 
Andreas Martin
Lesedauer: 
Janik Möser trainierte wieder bei den Adlern, der Verteidiger hofft auf einen Einsatz am Donnerstag im Heimspiel gegen Bremerhaven. © dpa

Mannheim. Am Dienstagvormittag konnte man bei den Adlern im Training ein bekanntes Gesicht auf dem Eis sehen – Janik Möser nahm viel früher als geplant wieder am Mannheimer Training teil, nachdem die ursprünglich bis Mitte Februar gedachte Ausleihe zum DEL-Konkurrenten Iserlohn vorzeitig beendet werden musste. Nach der unrichtigen – und sogar schriftlich erfolgten – Zusage der DEL, dass Möser bis 15. Februar 2020 zu den Adlern zurückwechseln könne und der eigentlich am 30. Dezember 2019 ausgelaufenen Wechselfrist, hatte die DEL die Wechselfrist Mösers noch bis zum 6. Januar verlängert, wenn dieser bei den Roosters nach dem 30. Dezember nicht mehr zum Einsatz kommt (wir berichteten).

AdUnit urban-intext1

„Zu dem was da jetzt abgelaufen ist, muss man wohl die DEL fragen. Bevor Iserlohn am vergangenen Freitag zum Auswärtsspiel nach Mannheim gefahren ist, wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht mit darf“, nimmt der 24-jährige gebürtige Mannheimer den um ihn entstandenen Rummel nicht allzu schwer, auch wenn er ihn Sachen Umzüge durchaus auf Trab hielt.

„Ich hatte in Iserlohn für die ersten sieben Wochen eine Übergangswohnung. Nachdem Brett Findlay die Roosters verlassen hatte, konnte ich jetzt in dessen Wohnung einziehen und zwei Tage später kam dann die Nachricht, dass es für mich wieder zurück nach Mannheim geht“, lebte Möser zuletzt mehr oder weniger aus dem Koffer.

Am Dienstag trainierte er als Stürmer und macht sich nach seiner Rückkehr zu den Adlern durchaus Hoffnungen, in den Heimspielen an diesem Donnerstag (19.30 Uhr) gegen Bremerhaven und am Sonntag gegen Wolfsburg (19 Uhr) zum Einsatz zu kommen.

AdUnit urban-intext2

Auch Adler-Kapitän Marcel Goc trainierte am Dienstag mit. „Marcel stand jetzt zwei Tage wieder auf dem Eis“, kommt ein Einsatz des Adler-Kapitäns für Adler-Headcoach Pavel Gross aber noch zu früh.

Hoffen auf schnelle Besserung

Torhüter Johan Gustafsson absolvierte am Dienstag eine Trainingseinheit mit den Torwarttrainern. „Auch für Johan kommt ein Einsatz aktuell noch zu zeitig“, muss Gross auch weiter auf die an Grippe erkrankten Matthias Plachta und Nico Krämmer verzichten. „Dass das so langwierig wird, damit hatten wir nicht gerechnet“, plant Gross daher nicht mit den beiden Angreifern, rechnet aber damit, dass diese bald wieder zur Verfügung stehen.

AdUnit urban-intext3

„Bei Tim Stützle sieht es eigentlich genauso aus, aber wir hätten ihm nach der U-20-WM wohl sowieso eine Pause gegönnt“, berichtet der Coach der Blau-Weiß-Roten. Mit den Förderlizenzspielern Yannik Valenti und Valentino Klos vom DEL-2-Kooperationspartner Heilbronn trainierten zwei Talente mit. „Wir wollen auch weiter die jungen Spieler betrachten und beide sind sicherlich auch eine Option“, hat Gross in Sachen Personal schon wieder mehr Möglichkeiten als zuletzt in Düsseldorf, als die Verteidiger Cody Lampl und Moritz Wirth als Stürmer in die vierte Reihe rückten.

AdUnit urban-intext4

„Man muss sagen, dass wir mit dieser Situation sehr gut umgegangen sind“, gefiel es dem Meistercoach, wie die Blau-Weiß-Roten zuletzt den personellen Engpass erfolgreich bewältigten, schließlich fehlt den Adlern weiterhin Stürmer Markus Eisenschmid. Am Dienstag trug Valentino Klos noch das weiße „Kein-Körperkontakt“ signalisierende Trikot. Valentino war jetzt zwölf, dreizehn Wochen verletzt“, weiß Gross, dass der 19-jährige noch etwas Zeit brauchen wird.

Freie Autorenschaft