Eishockey - Adler-Trainer mit Chancenverwertung und Unterzahlspiel unzufrieden Gross hofft auf Lerneffekt

Von 
Andreas Martin
Lesedauer: 
Turbulentes DEL-Duell: Berlins Jamison MacQueen überschlägt sich bei einem Angriff der Eisbären vor dem Mannheimer Tor. © dpa

Mannheim. Es war eine wahrhaft unerfreuliche Premiere für die Mannheimer Adler: Am Sonntag sind die Blau-Weiß-Roten nach der 1:4-Niederlage bei den Eisbären Berlin erstmals in dieser DEL-Saison ohne jeglichen Punktgewinn vom Eis gegangen. Dabei hatten die Kurpfälzer das Spiel in der Hauptstadt bis zur 31. Minute im Griff.

Adler Mannheim Mannheimer Adler verlieren bei den Eisbären Berlin

Veröffentlicht
Von
dpa
Bilder in Galerie
5
Mehr erfahren
AdUnit urban-intext1

Doch dann teilte Adler-Stürmer Brent Raedeke abseits des Spielgeschehens gegen Eisbär Daniel Fischbuch aus und kassierte eine Spieldauerdisziplinarstrafe. „Den Check selbst habe ich nicht gesehen, ich werde mir das erst noch einmal anschauen müssen“, wollte Adler-Headcoach Pavel Gross nach dem Spiel nicht den Stab über dem 28-jährigen Adler-Stürmer brechen.

Dass die fünfminütige Unterzahl solche Auswirkungen auf das Spiel hatte und den Berlinern zwei Treffer bescherte, die das Momentum in der Partie zugunsten der Gastgeber drehten, gefiel dem Adler-Cheftrainer aber nicht. „Auch bei fünfminütiger Unterzahl musst du nicht zwei Gegentore kassieren“, kritisierte Gross das eigentlich bisher sehr starke Unterzahlspiel der Mannheimer in dieser Phase.

„Mir hat am Freitagabend unser letztes Drittel gegen München sehr gut gefallen und wir haben auch in Berlin zunächst ein gutes Spiel gemacht, allerdings müssen wir da auch mehr aus unseren Chancen machen. Um gegen solche Topteams zu gewinnen, brauchst du gute 60 Minuten, sonst reicht das nicht“, wollte Gross die Niederlage daher nicht allein an der großen Strafe für Raedeke festmachen.

AdUnit urban-intext2

Dass man aus dem Wochenende gegen Meister München und Vizemeister Berlin trotz eines meist richtig guten Auftritts nur einen Punkt holen konnte, ist für Gross auch das Zeichen, dass es bei seinem Team immer noch Dinge gibt, die man besser machen kann.

Am Freitag kommt Schwenningen

Dazu zählte am Sonntag zweifellos die Chancenverwertung, wenngleich Eisbären-Torwart Kevin Poulin einen echten Sahnetag erwischt hatte. „Wir haben in den ersten 20 Minuten richtig gut gespielt. Nur das Tor fehlt“, resümierte Matthias Plachta. Tatsächlich blieb der 27-jährige Adler-Stürmer letztlich der einzige Mannheimer, dem es in der 45. Minute gelang, Poulin zu überwinden. „Poulin hat schon richtig stark gespielt, Dennis Endras bei uns aber auch. Wir hatten viele Chancen, aber letztlich waren die Eisbären beim Verwerten der Tormöglichkeiten dann doch effektiver als wir. Trotzdem haben wir auch vieles richtig gemacht und haben das Spiel lange Zeit bestimmt“, spiegelte das Endresultat von 4:1 für die Berliner das Kräfteverhältnis auf dem Eis für Plachta nicht wieder.

AdUnit urban-intext3

In der Tabelle hat die Niederlage in Berlin für die Adler keine größeren Auswirkungen, die mit einem Punkt weniger hinter Spitzenreiter Düsseldorf weiter auf Platz zwei stehen. Die Chance es besser zu machen, haben die Blau-Weiß-Roten am Freitag (19.30 Uhr), wenn die Schwenninger Wild Wings zum Derby in der SAP Arena zu Gast sind.

Mehr zum Thema

Adler Mannheim Mannheimer Adler verlieren bei den Eisbären Berlin

Veröffentlicht
Von
dpa
Bilder in Galerie
5
Mehr erfahren

Freier Autor