Eishockey: Positives Fazit des Trainingslagers in Garmisch Frischer Wind bei Adlern - Spieler wählen Kapitän

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Mannheim. Teal Fowler (Bild) weiß, dass er nur ein kleines Rädchen ist. Was der Trainer der Mannheimer Adler auch macht - es kommt darauf an, wie seine Mannschaft die Vorgaben umsetzt. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Spieler etwas zurückgeben, wenn man ihnen Vertrauen schenkt", sagt der 38-Jährige.

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Dass das keine leeren Worte sind, haben Fowler und seine "Co" Greg Thomson beim Trainingslager in Garmisch-Partenkirchen gezeigt. Sie ließen die Spieler darüber abstimmen, wer sie als Kapitän ins Play-off-Viertelfinale gegen die Nürnberg Ice Tigers (erstes Spiel am Freitag, 19.30 Uhr, in der Mannheimer SAP Arena) führen soll. Auf wen die Wahl fiel, wird am Donnerstag verkündet. Die Art und Weise, wie Dave King mit dem Kapitänsamt umging - sein Vorgänger benannte immer einen Spielführer für einen Monat -, bezeichnet Fowler als unglücklich. "Ich finde, so etwas muss aus der Mannschaft kommen. Wir Trainer sind doch nur eine bestimmte Zeit in der Kabine dabei. Die Spieler wissen viel besser, wer die notwendigen Führungsqualitäten hat."

Die vier Tage in Bayern bezeichnet der Amerikaner, der sich - auch ein Unterschied zur King-Ära - um die Stürmer kümmert, als positiv. "Die Jungs sollten ihre Köpfe frei und wieder Spaß am Eishockey bekommen, hart trainieren, aber auch etwas zusammen unternehmen. Das ist uns gelungen", sagt Fowler. Stürmer Michael Hackert trat die Reise nach Garmisch jedoch nicht an. Die Ärzte rieten wegen seines sehr ansteckenden Magen-Darm-Infekts davon ab. Ersatztorhüter Danny aus den Birken trainierte die ersten beiden Tage nicht mit, stand aber am Wochenende wieder auf dem Eis.

Während im Trainingslager auch ein Bingo-Abend die Spieler auf andere Gedanken bringen sollte, werden in dieser Woche die Zügel angezogen. Bei Video-Analysen wird der Gegner unter die Lupe genommen. Fowler will das Team aber nicht mit zu vielen Details über die Nürnberger verwirren. "Wir haben vor einem Jahr den Fehler gemacht, dass wir Köln im Vorfeld des Viertelfinals starkredeten", sagt er. Das soll nicht noch einmal passieren: "Die Chancen aufs Weiterkommen stehen bei 50:50. Die Ice Tigers werden eine andere Adler-Mannschaft sehen als bei ihren vier Vorrunden-Siegen." cr