Eishockey - Brendan Shinnimin erzielt beim Adler-Sieg in Augsburg seine ersten DEL-Tore Das Ende der Ladehemmung

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Christian Rotter
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Mannheim. Kein Tor in den ersten fünf Saisonspielen, dafür drei Treffer in Partie Nummer sechs – Brendan Shinnimin ist endgültig in der Deutschen Eishockey Liga angekommen. Der Stürmer, der im Sommer vom schwedischen Club Växjö Lakers zu den Adlern Mannheim gewechselt war, hatte am Sonntag entscheidenden Anteil daran, dass die Mannschaft von Trainer Pavel Gross ihre Siegesserie ausbaute. Beim 4:3 nach Verlängerung in Augsburg erzielte Shinnimin in der regulären Spielzeit einen Hattrick, Matthias Plachta sicherte dem Tabellenführer der Südgruppe den Zusatzzähler.

Bei Adler-Stürmer Brendan Shinnimin ist der Knoten geplatzt. © Pix
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„Ich freue mich natürlich, dass es bei mir endlich geklappt hat und ich dem Team mit meinen Toren helfen konnte“, sagte Shinnimin und lobte seine Reihenkollegen Stefan Loibl und Markus Eisenschmid: „Das Zusammenspiel funktioniert immer besser. Wir sind eine Sturmformation mit viel Tempo. Und wir wissen, wo das Tor steht.“

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Gegen Schwenningen am Dienstag

Das galt beim Erfolg in Augsburg vor allem für den 30-jährigen Kanadier. Er besorgte den 1:2-Anschlusstreffer (18.) und schoss seine Mannschaft mit zwei weiteren sehenswerten Toren (36./46.) nach einem 1:3-Rückstand noch in die Verlängerung. „Das war ein Charaktersieg“, betonte Shinnimin, der an diesem Dienstag (18.30 Uhr/SAP Arena) im Landesduell gegen die Schwenninger Wild Wings am liebsten die nächsten Treffer nachlegen würde.

Bei den Panthern, die nur schleppend in die Saison gestartet waren, im Sturm mit Spencer Abbott sowie Danny Kristo aber ordentlich nachlegten, standen auf Adler-Seite Aufwand und Ertrag lange in einem ungesunden Verhältnis. 33:21 – so lautete das Schussverhältnis zugunsten der Mannheimer. Defensive Aussetzer im Spiel des Spitzenreiters machten es den Augsburgern jedoch relativ leicht, trotz spielerischer Unterlegenheit lange vom zweiten Sieg in Folge träumen zu dürfen. „Das erste Drittel war in der Tat nicht unser bestes in dieser Saison“, bestätigte Shinnimin, und Trainer Pavel Gross meinte: „Da hatten wir nach der Anreise noch Busbeine. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser ist es allerdings geworden.“

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Der Coach überraschte mit der Aufstellung – und damit ist nicht das Profidebüt des 18-jährigen Arkadiusz Dziambor gemeint, der wegen des Ausfalls von gleich vier Verteidigern (Cody Lampl, Mark Katic, Sinan Akdag und Craig Schira) ins Team gerückt war und 11:51 Minuten auf dem Eis stand. Nein, inklusive Vorbereitung setzte Gross zum ersten Mal einen Torhüter in zwei aufeinanderfolgenden Spielen ein: Dennis Endras konnte sich lange nicht auszeichnen, in der 53. Minute rettete er mit einer spektakulären Parade aber das 3:3. Auf seine Personalentscheidung angesprochen antwortete Gross schmallippig: „Da gibt es kein Warum. Es war einfach so.“

Gute Zwischenbilanz

In der Südgruppe haben die Adler nun gegen jeden Kontrahenten einmal gespielt, mit 15 von 18 möglichen Punkten stehen sie sehr gut da. Da wohl frühestens am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) im Spiel bei den Nürnberg Ice Tigers einer der angeschlagenen Spieler sein Comeback geben wird, können die Adler das Polster gut gebrauchen.

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Mit fünf Partien in nur zehn Tagen geht es ab Sonntag richtig rund. „Wir hatten im Sommer lange genug Pause. Wir werden die vielen Spiele nutzen, um in den Rhythmus zu kommen“, betonte Shinnimin, auf den Gross zählt: „Es ist gut, dass ,Shinni’ seine Ladehemmung überwunden hat. In seiner Reihe spielen schnelle, intelligente Spieler, die wissen, worauf es ankommt.“

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