Eishockey - Adler-Trainer Gross rügt vor dem DEL-Match in Straubing das Unterzahl-Spiel und unnötige Strafzeiten Cody Lampl wieder eine Option

Von 
Andreas Martin
Lesedauer: 
Adler-Verteidiger Cody Lampl ist nach seiner Bauchmuskelverletzung wieder fit und könnte in Straubing sein Comeback feiern. © Michael Ruffler

Mannheim. „Ich hätte heute lieber ein Spiel gehabt, um im normalen Rhythmus zu bleiben. Jetzt hast du als Mannschaft noch das CHL-Duell am Dienstag in Stockholm in den Knochen und konntest das vor dem Match am Sonntag in Straubing noch nicht herauslaufen“, blickte Adler-Trainer Pavel Gross am Freitag auf das DEL-Sonntagsspiel der Mannheimer bei den Tigers (14 Uhr) voraus. Dabei kehrt Torhüter Dennis Endras definitiv ins Team zurück. „Auch bei Jan-Mikael Järvinen rechne ich damit, dass wir das Okay der medizinischen Abteilung für seinen Einsatz in Straubing bekommen, er war zuletzt ja erkrankt“, setzt Gross auf einen Einsatz des finnischen Angreifers.

Lehtivuori braucht noch Zeit

AdUnit urban-intext1

Während Stürmer David Wolf den Adlern wegen einer Beinverletzung rund vier Wochen nicht zur Verfügung steht, könnte Verteidiger Cody Lampl im Eisstadion am Pulverturm sein Comeback nach einer Bauchmuskelverletzung geben. „Er ist für den Sonntag eine Option“, berichtet Gross. Für Joonas Lehtivuori kommt ein Einsatz am Sonntag in Niederbayern dagegen wohl noch zu früh. Zwei Dinge wollen die Blau-Weiß-Roten in Straubing unbedingt besser machen als zuletzt. „Wir haben in den letzten Spielen viel zu viele billige Strafen gegen uns bekommen. Natürlich gibt es Strafen, die man bekommen kann, aber nicht in der Offensivzone, wenn gar keine Gefahr für das eigene Tor besteht!“, stören den Adler-Headcoach und dessen Co-Trainer Mike Pellegrims vor allem die zuletzt vermehrt aufgetretenen Strafzeiten wegen Stockfouls.

„Der Schläger gehört aufs Eis und an den Puck“, sind für Gross solche Strafen vermeidbar. Da das Unterzahlspiel des Meisters zuletzt nicht nach Wunsch funktionierte, taten gerade diese Verfehlungen den Blau-Weiß-Roten auch zuletzt bei der 3:6-Niederlage in Stockholm weh. „Dass das Unterzahlspiel zurzeit nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, da braucht man nicht drumherum zu reden. Es handelt sich dabei aber nicht um riesige Sachen, sondern um kleine Dinge, die es besser zu machen gilt“, lieferte Gross auch gleich ein Beispiel dazu. „Wenn wir in Unterzahl die Scheibe bekommen, dann muss sie aus unserem Drittel rausgespielt werden, damit wir wechseln können. Zuletzt standen unsere Unterzahlformationen oft viel zu lange auf dem Eis“, bemängelte der Chefcoach. Co-Trainer Pellegrims ergänzte: „Eine weitere Sache ist es, die gegnerischen Schüsse zu blocken – und das eben nicht nur einmal, sondern auch zwei-, dreimal in einem Unterzahlspiel.“

Auf das Rückspiel um den Gruppensieg in der CHL-Gruppe F gegen Stockholm am Dienstag (19.30 Uhr/ SAP Arena) freut man sich bei den Adlern schon. Bisher sind 8000 Karten verkauft worden.

Freier Autor