Eishockey - Mannheimer gewinnen das Gipfeltreffen der Liga hochverdient gegen den Erzrivalen aus Bayern Adler watschen München mit 6:3 ab

Von 
Jan Kotulla
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München. Die Adler Mannheim haben im Topspiel der Deutschen Eishockey Liga ein Ausrufezeichen gesetzt. Dank einer bärenstarken Leistung gewann die Mannschaft von Trainer Pavel Gross mit 6:3 (1:1, 2:1, 3:1). Dabei agierte Neuzugang Craig Schira bei seiner Premier an der Seite von Routinier Joonas Lehtivuori.

Felix Brückmann hatte seinen Anteil am Sieg in München. © PIX
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David Wolf gab zwar den ersten Schuss ab, aber gefährlich war das für Münchens Torhüter Danny aus den Birken nicht (1.). Die Adler geriten nach einem unnötigen Foul von Yannik Valenti früh in Unterzahl (2.). Trevor Parkes stellte Adler-Schlussmann Felix Brückmann auf die Probe. Jason Bast sorgte mit seinem Konter (3.). Dann setzten sich die Roten Bullen wieder im Drittel der Mannheimer fest. Yannic Seidenberg zog aus dem Hintergrund ab, Felix Brückmann im Gehäuse der Blau-Weiß-Roten war die Sicht versperrt – 1:0 (4.). Die Mannheimer benötigten etwas Zeit, um diesen Rückschlag abzuschütteln. Erstmals selbst mit einem Mann mehr, sprang noch nicht so viel heraus (9.). Die Adler kamen in der Folge aber immer besser in die Partie, machten es den Bayern schwer, ins gegnerische Drittel zu kommen und setzten nun offensiv mehr und mehr Akzente. Schira versuchte es von der blauen Linie, aber aus den Birken ließ sich nicht so leicht überwinden (13.).

Sport Adler Mannheim gewinnen 6:3 gegen EHC München

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Dann die nächste Strafe gegen München (15.). Das ließ sich Markus Eisenschmid nicht entgehen. Der 26-Jährige schnappte sich im eigenen Drittel die Scheibe, ließ sich nicht aufhalten, täuschte an, für Brendan Shinnimin liegen zu lassen, und schoss. Schlitzohr Schinnimin täuschte einen Schuss an und sorgte für zusätzliche Verwirrung – 1:1 (16.). Da Brückmann 51 Sekunden vor der Pause den abgefälschten Schuss von Chris Bourque entschärfte und auf der anderen Seite Jason Bast und Nico Krämmer zwei Riesenchancen vergaben, blieb es beim 1:1.

Die Mannheimer kamen mit jeder Menge Energie aus der Kabine. Shinnimin schoss, Florian Elias versuchte den Abpraller zu verwerten und da der Münchner Goalie die Scheibe nicht sichern konnte, stocherte auch Bast nach (22.). Den Adlern gelang es bestens München keine Sekunde Zeit zum Überlegen zu lassen. Krämmer hatte die nächste Top-Gelegenheit auf dem Schläger. Nach dem punktgenauen Pass von Valentino Klos verzögerte Krämmer clever, lauerte auf eine Reaktion aus den Birkens und nagelte den Puck an die Latte (23.). Dann die nächste Strafe gegen München (25.). Zwar klappte es in Überzahl nicht, aber kurz nachdem die Münchner wieder komplett waren, verwertete Shinnimin den tollen Pass von Bast. Aus den Birken hatte keine Sicht, genau wie es die Adler wollten – 2:1 (29). Und die Mannheimer zwangen die Hausherren zur nächsten Strafe (32.). Da die Schiedsrichter im Einsatz von Krämmer beim Konter von Yasin Ehliz einen Regelverstoß sahen, musste der Mannheimer Stürmer ebenfalls auf die Strafbank (28.). So gab es viel Platz auf dem Eis. Elias bewies sein gutes Auge, schickte Bast mit einem langen Pass auf die Reise. Der 31-Jährige ließ sich das nicht entgehen – 3:1 (29.). Der Wutpegel bei München stieg.

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München war jetzt wütend. Philip Gugulla schoss, Brückmann war aber auch noch da (30.). Elias kurvte um das Münchner Tor, sah Shinnimin, der knapp vergab (31.). Da Eisenschmid in doppelter Überzahl verpasste und Loibl ebenfalls vergab, kamen die Roten Bullen wieder heran. Ehliz überwand Brückmann per Bauerntrick. Bitter: Der Goalie bekam die Scheibe an seinen Schläger, von dort rutschte der Puck über die Linie. Nur noch 3:2 aus Adler-Sicht (36.). „Das war ein sehr gutes Drittel. Wir hatten gute Chancen im Powerplay, da hätten wir vielleicht mehr draus machen müssen. So bleibt es ein enges Spiel“, analysierte Felix Schütz in der Pause.

Smith riss die Arme hoch, nach seinem Bauerntrick rutschte aus den Birken der Puck in Zeitlupe durch die Schoner – 4:2. Da waren gerade einmal 19 Sekunden im Schlussabschnitt gespielt. Und es klappte weiterhin alles am Schnürchen: In Unterzahl verwertete Bast den tollen Pass von Loibl – 5:2 (44.). Und die Adler drückten weiter. Shinnimin guckte sich aus den Birken aus – 6:2 (48.). Die Adler hatten noch nicht genug. Zwar nutzten sie die nächste Strafe nicht, aber sie blieben gefährlich. Bast prüfte aus den Birken (53.). Kurz nach durfte München in Überzahl ran: Seidenberg packte all seinen Frust in den Schuss, den Gogulla abfälschte – 6:3 (55.). Drei Minuten vor Schluss machte aus den Birken für einen sechsten Feldspieler Platz. Das brachte nichts mehr.

Drittelergebnisse: 1:1, 1:2, 1:3.Die Adler: Brückmann – ...

Drittelergebnisse: 1:1, 1:2, 1:3.

Die Adler: Brückmann – Larkin, Katic; Reul, Wirth; Schira, Lehtivuori; Krupp – Krämmer, Smith, Wolf; Schütz, Loibl, Eisenschmid; Shinnimin, Bast, Elias; Brune, Klos, Valenti.

Tore: 1:0 Seidenberg (3:28), 1:1 Eisenschmid (15:51), 1:2 Shinnimin (26:30), 1:3 Bast (28:26), 2:3 Ehliz (35:34), 2:4 Smith (40:19), 2:5 Bast (43:16), 2:6 Shinnimin (47:37), 3:6 Gogulla (54:38).

Schiedsrichter: Aleksi Rantala (Finnland), André Schrader (Dorsten). – Strafminuten: München 18 – Mannheim 16.

Nächstes Spiel: Augsburg – Adler (Donnerstag, 4. Februar/20:30 Uhr).

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