Eishockey - Mannheim schlägt Ingolstadt im Topspiel mit 2:1 nach Verlängerung / Am Mittwoch geht’s nach München Adler mit später Antwort gegen Ingolstadt

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Christian Rotter
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Marcus Eisenschmid (l.) und Brendan Shinnimin besorgten die Tore für die Mannheimer Adler. © Bild. Sörli Binder

Mannheim. Gute Teams verlieren nie zweimal hintereinander - so heißt es. Die Adler Mannheim haben in der Deutschen Eishockey Liga ihre zweite Niederlage in Folge mit einem Kraftakt abgewendet. Gegen den ERC Ingolstadt lag die Mannschaft von Trainer Pavel Gross bis 150 Sekunden vor Schluss mit 0:1 zurück, sie gewann aber noch mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) nach Verlängerung. „Beide Teams haben sich nichts geschenkt. ,Eisi’ hat gerackert und sich seinen Treffer verdient“, sagte Gross über den Siegtorschützen Markus Eisenschmid.

Sport Adler Mannheim schlagen ERC Ingolstadt mit 2:1 nach Verlängerung

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Adler – Ingolstadt

Drittelergebnisse: 0:0, 0:1, 1:0, 1:0.
Die Adler: Brückmann – Larkin, Katic; Wirth, Lehtivuori; Reul, Dziambor; Krupp – Krämmer, Smith, Wolf; Schütz, Loibl, Eisenschmid; Shinnimin, Bast, Huhtala; Valenti, Klos, Elias.
Tore: 0:1 Elsner (32:14), 1:1 Shinnimin (57:30), 2:1 Eisenschmid (60:15).
Schiedsrichter: Sirko Hunnius (Berlin) und André Schrader (Dorsten).
Zuschauer: keine zugelassen.
Strafminuten: Mannheim 10 – Ingolstadt 6.
Nächstes Spiel: EHC Red Bull München – Adler (Mittwoch, 20.30 Uhr).

Die Hoffnungen auf ein Comeback von Mark Katic erfüllten sich. Der Verteidiger, der seit gut zwei Wochen verletzt gefehlt hatte, rückte an die Seite von Thomas Larkin. Im Tor stand Felix Brückmann. Dass der 30-Jährige nach zwei Spielen Pause wieder den Job zwischen den Pfosten übernahm, überraschte nicht; dass als sein Ersatz der 17-jährige Nachwuchstorhüter Luca Ganz auf der Spielerbank Platz nahm, schon eher. Dass sich Dennis Endras nicht das blau-weiß-rote Trikot anzog, sei eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Gross.

Ben Smith hatte nach gerade einmal 23 Sekunden die erste Chance für die Adler. Danach zeigte Ingolstadt aber, warum es derzeit richtig gut drauf ist. Die Panther, die zuletzt einen 3:1-Coup in München gefeiert hatten, erhöhten den Druck und zwangen die Mannheimer zu Fehlern im Spielaufbau. Brandon DeFazio verpasste knapp (2.), Brückmann hatte alle Hände voll zu tun. Angetrieben vom auffälligen Eisenschmid schwammen sich die Adler frei. Im Powerplay ließ der 26-Jährige alle Gegenspieler stehen und schlenzte die Scheibe an den Pfosten - das war knapp (10.)! Nach schönem Querpass von Felix Schütz bekam Yannik Valenti nicht genug Druck auf den Schläger - wieder war es nichts mit der Führung (11.). Ingolstadt blieb gefährlich, Justin Feser versuchte es nach einem Doppelpass, doch das erste Tor der Partie ließ auf sich warten (12.).

Engagierter Eisenschmid

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Es war Tempo im Spiel. Und obwohl die Adler dem ersten Treffer hinterherliefen, zahlten sich die Reihenumstellungen aus, die Coach Gross vorgenommen hatte. Eisenschmid schnappte sich gedankenschnell den Puck, er scheiterte aber genauso an Goalie Michael Garteig wie Stefan Loibl (13.). Das Duo wirbelte weiter, Loibl verpasste am langen Pfosten einen Eisenschmid-Pass (18.), dann klappte Eisenschmids Bauerntrick nicht (20.).

Je länger das Spiel dauerte, desto häufiger liefen die Mannheimer hinterher. Nach Larkins überflüssigem Stockschlag überstanden sie 29 Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis (22.), Brückmann verhinderte gegen Matt Bodie den Rückstand (29.) und machte gegen Daniel Pietta das kurze Eck zu (32.). Das 1:0 für Ingolstadt fiel eine Minute später. Nach einem langen Pass von Fabio Wagner hatte David Elsner nur noch Brückmann vor sich, der diesmal keine Abwehrchance hatte (33.).

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Die Adler knabberten an dem 0:1. Nico Krämmer verpasste aus der Drehung die schnelle Antwort (34.), Ingolstadt war dem zweiten Tor aber näher als Mannheim dem ersten. Nach einem Loibl-Fehler hätte Petrus Palmu nachlegen können, Brückmann hielt sein Team im Spiel (37.). Lange fehlte Mannheim die (Durchschlags)-Kraft. Moritz Wirth versuchte es auf eigene Faust. Ein Zuspiel auf Eisenschmid wäre vielleicht die bessere Entscheidung gewesen (54.). Die Zeit lief den Mannheimern davon. Sie fanden aber trotz aller Unzulänglichkeiten noch einen Weg, das Spiel zu gewinnen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss fälschte Brendan Shinnimin einen harten Pass von Jason Bast ins Netz ab - 1:1. Da Brückmann noch einmal erfolgreich Kopf und Kragen riskierte (60.), ging die Partie in die Verlängerung. Diese dauerte nur 15 Sekunden. Eisenschmid zog ab - und sein satter Schuss schlug im Winkel zum 2:1 für die Adler ein. „Der hat gepasst“, sagte der Siegtorschütze, der auch am Freitag beim 1:2 in Straubing getroffen hatte. „Wir haben in unserem Spiel zwar immer noch Verbesserungspotenzial, aber wir haben uns im Vergleich zu den vergangenen Spielen gesteigert und bis zum Schluss nicht aufgegeben.“

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Bevor die Adler acht Tage spielfrei haben, steht für sie am Mittwoch (20.30 Uhr) das Prestigeduell beim EHC Red Bull München an. Neuzugang Craig Schira woll dann sein Debüt für Mannheim geben. Zudem ist es möglich, dass Matthias Plachta wieder zur Verfügung steht. „Das entscheidet sich Anfang der Woche“, betonte Mannheims Sportmanager Jan-Axel Alavaara.

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Redaktion Koordinator der Sportredaktion