Eishockey - Mannheimer erarbeiten sich 4:1-Heimsieg über Straubing / Stürmer Shinnimin fällt sechs Wochen aus Adler beißen sich durch

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Jan Kotulla
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Ben Smith (Dritter von links) feiert mit Markus Eisenschmid, Matthias Plachta und Stefan Loibl (v. l.) den wichtigen Treffer zum 2:1 gegen Straubing. © Sörli Binder

Mannheim. Die Adler Mannheim haben ihren Frust über die Niederlage nach Verlängerung in Augsburg am Donnerstagabend schnell verarbeitet. Am Sonntag ließ die Mannschaft von Trainer Pavel Gross den elften Sieg im 14. Saisonspiel folgen. Die Kurpfälzer schlugen die Straubing Tigers in der SAP Arena mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0). So klar, wie es das Ergebnis ausweist, lief die Partie aber nicht zugunsten der Adler.

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„Wir wollten nach dem Augsburg-Spiel sofort zurückkommen, und das ist uns gelungen“, war Gross zufrieden mit den drei Punkten. Doch der Coach gab auch zu, dass Straubing seiner Mannschaft das Leben phasenweise immer wieder schwer gemacht hatte. Seiner Mannschaft spielten im ersten Durchgang die vielen Strafen besser in die Karten als den Tigers. Zum Teil war die Partie wegen der Hinausstellungen sehr zerfahren.

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Einen störte das nicht – Ben Smith steuerte drei Tore zum Erfolg bei. „Das gelingt mir auch nicht so oft, vor allem ein Empty-Net-Treffer“, freute sich der Kapitän, für ihn zählte aber zu allererst der Erfolg des Teams. Dass es hart werden würde, hatten die Adler erwartet, doch sie machten sich mit Unachtsamkeiten im zweiten Durchgang auch selbst das Leben schwer. „Vor allem in der offensiven Zone müssen wir smarter mit dem Puck sein. Und ein paar Wechsel erfolgten zu spät“, bestätigte der Amerikaner. Smith verwies aber auf die Versicherung zwischen den Pfosten: „Ja, wir hatten ein paar Konter, aber wir hatten heute Dennis hinten drin. Der hat uns den Rücken frei gehalten, wie in den anderen Spielen Felix Brückmann. So ein Torhüter-Duo hilft dir sehr.“

Die zahlreichen Ausfälle und damit verbundenen Wechsel in den Reihen wollte Smith nicht überbewerten: „Aber es war natürlich nicht ideal, dass wir wieder einen Ausfall hatten.“ Mannheim trat noch ohne Taylor Leier an, der erst am vergangenen Dienstag verpflichtet worden war. Sollte der Corona-Test am Montag negativ ausfallen, könnte er am Dienstag in Schwenningen dabei sein. Gerade angesichts der Verletzung von Brendan Shinnimin hätte Gross den 26-jährigen Kanadier bestimmt gerne aufgestellt. So bildeten Louis Brune sowie die Verteidiger Moritz Wirth und Björn Krupp die vierte Reihe. „Es war wichtig, diese Jungs aufs Eis zu bringen, auch wenn sie in der defensiven Zone ein bisschen geschwommen sind. Aber sie haben geholfen“, erklärte der Coach.

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Bei Shinnimin war nach seinem Ausfall im Augsburg-Spiel eine Knieverletzung diagnostiziert worden. Der Kanadier könnte bis zu sechs Wochen ausfallen. Und gegen Straubing musste im Schlussabschnitt auch noch Verteidiger Denis Reul in der Kabine bleiben. „Wir wissen noch nicht, was los ist. Klar war nur, dass er nicht mehr spielen kann“, erklärte Gross nach der Partie.

Gefährliche Konter

Sein Team hatte wie gefordert sofort losgelegt. Matthias Plachta passte auf Smith, der Kapitän erwischte den Puck jedoch nicht richtig. Da waren gerade mal 30 Sekunden gespielt. Damit es Endras nicht langweilig wurde, zog Brandon Gormley ab, der Schuss wurde mehrfach abgefälscht, Endras behielt die Übersicht (3.). Nachdem die Adler 77 Sekunden eine doppelte Unterzahl überstanden hatten, durften sie in Überzahl ran. Mannheim ließ die Scheibe gut kreisen. Plachta legte quer auf Smith, der am langen Eck frei stand – 1:0 (17.). Kurz nach Wiederbeginn verhinderte Robson den ersten DEL-Treffer von Florian Elias (21.). Auf der anderen Seite hatten die Adler Glück, dass der Drei-auf-Eins-Konter der Straubinger versandete (23.). Aber sie blieben aggressiv. Marcel Brandt und Marco Baßler vergaben zwar noch, doch Andreas Eder durfte unbedrängt nachsetzen – 1:1 (25.). Und auch Chasen Balisy hatte zu viel Platz, dieses Mal ließ sich Endras nicht überwinden (26.). Wenig später durften die Blau-Weiß-Roten 61 Sekunden lang mit zwei Mann mehr aufs Eis. Diese Chance ließen sich die Mannheimer nicht entgehen. Plachtas Schuss wurde über das Tor abgefälscht, Smith reagierte am langen Pfosten blitzschnell und netzte aus spitzem Winkel zum 2:1 ein (30.).

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Brune hatte bei seinem Alleingang die dicke Chance, früh auf 3:1 zu stellen, doch ein Straubinger warf sich in den mächtigen Schuss (42.). Es blieb eng. Sechs Minuten vor Schluss nutzten die Mannheimer zwar die Überzahl nicht, aber gerade als die Strafe abgelaufen war, passte alles: David Wolf zog ab, Eisenschmid hielt den Stock rein, Robson war überwunden – 3:1 (56.). Und als 96 Sekunden vor Schluss Straubings Goalie für einen sechsten Feldspieler den Platz räumte, bestrafte Smith nur neun Sekunden später diesen Schachzug mit dem 4:1-Endstand.

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Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/adler

Drittelergebnisse: 1:0, 1:1, 2:0. Die Adler: Endras – Larkin, ...

Drittelergebnisse: 1:0, 1:1, 2:0.

Die Adler: Endras – Larkin, Katic; Reul, Akdag; Schira, Lehtivuori – Plachta, Smith, Wolf; Elias, Loibl, Eisenschmid; Krämmer, Bast, Klos; Wirth, Brune, Krupp.

Tore: 1:0 Smith (16:20), 1:1 Eder (24:06), 2:1 Smith (29:59), 3:1 Eisenschmid (55:07), 4:1 Smith (58:33).

Zuschauer: keine zugelassen.

Schiedsrichter: Sirko Hunnius (Berlin), André Schrader (Dorsten).

Strafminuten: Mannheim 6 – Straubing 16.

Nächstes Spiel: Schwenningen – Adler (Dienstag, 19.30 Uhr).

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Redaktion Sportredakteur