Eishockey - Auf und neben dem Eis geht es beim 3:1 der Adler in Düsseldorf hoch her Adam sauer auf Pellegrims

Von 
Thomas Schulz
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Luke Adam musst gegen seinen Ex-Club Mannheim einiges einstecken. © Michael Ruffler

Düsseldorf. Nach der Schlusssirene klatschte sich Luke Adam mit den meisten Spielern der Adler Mannheim ab, schließlich hatte der Angreifer der Düsseldorfer EG von 2016 bis 2019 das Trikot der Blau-Weiß-Roten getragen. Beim 1:3 gegen seinen ehemaligen Club ging es natürlich dennoch heiß her und Adam hatte auch einstecken müssen. Von Denis Reul etwas schmerzhafter und nach einem Check von Björn Krupp musste Adam sogar kurzzeitig in der Kabine behandelt werden. „Denis mache ich keinen Vorwurf. Er hat mich zwar mit dem Stock getroffen, aber das war ein Unfall. Bei Krupp hingegen hatte ich schon den Eindruck, dass er mich absichtlich treffen wollte. Keine Ahnung, was ihn da geritten hat. Zum Glück ist es gut gegangen“, sagte Adam.

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Was den 29-Jährigen allerdings wesentlich mehr verärgerte, war das Verhalten von Mike Pellegrims. Im Spielertunnel machte Adam dann später seinem Zorn auf den Mannheimer Co-Trainer auch mächtig Luft. „Nach der Szene mit Krupp hat er mich angebrüllt und als Schauspieler bezeichnet. Das ist kindisch, lächerlich und einfach nicht in Ordnung. Auf dem Eis kann es immer mal etwas hitziger zugehen, doch die Trainer sollten Ruhe bewahren. Aber was Mike Pellegrims gemacht, war einfach nur peinlicher Stil“, erklärte Adam. Schade, dass auch die Mannheimer Fans auf den Zug aufsprangen und Adam als „Zigeuner“ besangen. „Das hat Luke nach 52 Treffern und 80 Torvorlagen für uns einfach nicht verdient“, meinte Denis Reul.

Lampl bringt viel Energie ein

Bedeutender ist aber natürlich die Gegenwart und da sind für den Verteidiger der Adler die drei Punkte im Rather Dome wichtig gewesen. „Es war ein zähes Spiel. Die DEG hat defensiv sehr gut agiert und uns das Leben schwergemacht. Der Doppelschlag unmittelbar zu Beginn des dritten Drittels hat die Weichen dann gestellt. Jetzt müssen wir auch in den beiden Heimspielen gegen Bremerhaven und Wolfsburg gut punkten. Schließlich wollen wir in der Tabelle noch weiter nach oben kommen“, sagte der 30-jährige Oberfranke.

Ob dabei die in Düsseldorf fehlenden Stürmer Matthias Plachta, Nico Krämmer und Tim Stützle mitwirken können, ist offen. „Ich weiß nicht, ob die drei am Dienstag wieder trainieren können. Aber wir haben in Düsseldorf auch mit kleinem Kader einen Weg zum Sieg gefunden“, sagte Trainer Pavel Gross.

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Der 51-Jährige lobte dabei besonders seine vierte Reihe mit den Youngstern Pierre Preto und Moritz Wirth sowie Aushilfsstürmer Cody Lampl. „Die Jungs haben viel Energie gebracht“, meinte Gross und hob explizit Verteidiger Lampl hervor. „Ich habe ihn am Sonntagvormittag gefragt, ob er sich vorstellen könnte, in dieser Angriffsreihe zu spielen, und er hat sofort „Ja, klar“ gesagt. Das zeigt, welch ein Teamgeist ihn auszeichnet“, sagte Gross. Mit dem soll nun auch der Heimspiel-Doppelpack erfolgreich gestaltet werden.

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