Fußball - Klassenerhalt ist der TSG kaum noch zu nehmen

Hoffenheim hofft auf Kramaric-Verbleib

Von 
Christoph Lother
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Andrej Kramaric gelang beim 1:1 in Freiburg sein 17.Saisontreffer. © dpa

Freiburg. Andrej Kramaric war zwar „eher unzufrieden mit dem Ergebnis“. Von der Leistung her sei das 1:1 (1:0) beim SC Freiburg für die TSG 1899 Hoffenheim aber „erneut ein Schritt nach vorne gewesen“. Daran müssten er und seine Kollegen „in den letzten Spielen anknüpfen“, sagte der Stürmerstar am Samstag. Auf Schalke, Bielefeld und die Hertha treffen die Kraichgauer diese Saison noch. Daran, dass es auch danach für sie in der Fußball-Bundesliga weitergeht, zweifelt kaum einer. Deutlich spannender ist die Frage, was im Sommer aus Hoffenheims Toptorschütze Kramaric wird.

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In Freiburg zeigte der kroatische Vizeweltmeister erneut, wie wichtig er für die TSG ist. Mit seinem 17. Saisontor brachte er die Gäste in der 40. Minute in Führung und stellte seine bisherige Bestmarke aus der Spielzeit 2018/2019 ein. „Er haut sich rein, hat teilweise sogar an der eigenen Box Situationen verteidigt“, lobte Trainer Sebastian Hoeneß anschließend auch den defensiven Einsatz des Angreifers. Doch darf sich der Coach auch über die Saison hinaus an Kramaric erfreuen?

Der Vertrag des 29-Jährigen gilt nur noch bis Ende Juni 2022. Zuletzt häuften sich wieder die Gerüchte über einen möglichen Abschied des Nationalstürmers in diesem Sommer. „Grundsätzlich bin ich da immer Optimist und so wie ich ihn gerade erlebe in unserem Kreis, erkenne ich zumindest keine Tendenzen“, sagte Hoeneß nach dem Remis in Freiburg. „Ich glaube, jeder Trainer hofft, dass gute Spieler bleiben und so hoffe ich das bei Andrej natürlich auch.“ Der Offensivmann sei „voll und ganz hier und bei der Sache“, betonte Hoeneß, „und das wird er auch weiterhin bleiben, da bin ich mir ganz sicher“.

Sicher ist sich der Trainer auch, dass die TSG die Liga hält. „Wenn wir weiter so spielen, werden wir auch weiter punkten“, prognostizierte der 38-Jährige. Und der Vorsprung auf den 1. FC Köln auf Relegationsplatz 16 beträgt ja schon sieben Zähler – bei nur noch drei verbleibenden Spielen. Es sieht also gut aus. Es könnte aber noch besser aussehen, hätten die Hoffenheimer ihre Chancen in Freiburg konsequenter genutzt und kurz vor Schluss nicht noch den Ausgleich durch einen Elfmeter von Vincenzo Grifo (81.) kassiert.

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Machbares Restprogramm

Auf den Tabellenvorletzten Hertha BSC, der aktuell zehn Punkte zurück liegt, nach seiner Corona-Quarantäne aber noch drei Spiele mehr zu bestreiten hat, dürften die Hoffenheimer in den kommenden zwei Wochen also ein Auge haben. Während sie selbst pausieren, könnte die Hertha sich gegen Mainz und Freiburg nochmal heranpirschen. Und dann wird’s vielleicht doch wieder spannend. Nicht nur in der Causa Kramaric. dpa