Fußball

Hoffenheim beteiligt sich am Social-Media-Boykott

Von 
dpa
Lesedauer: 
© dpa

Zuzenhausen. Die TSG 1899 Hoffenheim schließt sich einem Social-Media-Boykott von Englands Fußball-Clubs an, um gegen rassistische Beleidigungen und Anfeindungen in den sozialen Netzwerken zu protestieren. Dies gilt für den Zeitraum vom 30. April bis zum 3. Mai. Auch Mitglieder der TSG seien zuletzt übel beschimpft oder mit rassistischen Aussagen beleidigt worden, teilte der Fußball-Bundesligist am Montag mit.

AdUnit urban-intext1

"Eine Entwicklung, die absolut inakzeptabel und nicht zu ertragen ist. Die TSG Hoffenheim steht für Toleranz, Respekt und Zusammenhalt. Wir lehnen jede Form von Rassismus, Diskriminierung und Gewalt, auch in verbaler Form, ab", sagt Holger Kliem, Leiter der Medienabteilung bei den Kraichgauern. Er verwies darauf, dass erst vor einigen Wochen die Hoffenheimer Profis Ryan Sessegnon und Diadie Samassekou im Netz rassistisch beleidigt worden seien.

Wie auch in England richtet sich die Aktion an die Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram. Die Plattformen müssten mehr gegen den Hass im Netz unternehmen und zeigen, wie wichtig der fortwährende Kampf gegen Diskriminierung sei, hieß es in einer Stellungnahme der englischen Top-Vereine.

Thema : TSG 1899 Hoffenheim

  • 1899 Hoffenheim Züge einer Abschiedstournee

    Anfang Mai veröffentlichte die TSG 1899 Hoffenheim ein Video von Andrej Kramaric. Der kroatische Top-Stürmer schlendert dabei durch die nahe gelegene Stadt Heidelberg, die als „ein Stückchen Heimat“ und „sein zweites Zuhause“ bezeichnet wird. Der Kroate ist seit 2016 bei dem Bundesliga-Club aus dem Kraichgau und gibt sich in dem Video alle Mühe, seine Zuneigung zum Verein und der Region zu zeigen. Alleine: Was ist das wert? Beim 1:1 bei Arminia Bielefeld am Samstag erzielte Kramaric sein 19. Saisontor und stellte damit einen Vereinsrekord auf. Der WM-Zweite von 2018 hat die bisherige Bestmarke von Vedad Ibisevic in gerade einmal 27 Saisonspielen übertroffen und dürfte im Sommer einer der begehrteren Angreifer auf dem Transfermarkt sein. Im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF ließ Kramaric einen Verbleib in Hoffenheim offen, so oder so ähnlich klingt es von seiner Seite schon seit Wochen. {element} Der TSG um Cheftrainer Sebastian Hoeneß und Sportchef Alexander Rosen könnten im Kampf um ihr Aushängeschild die Argumente fehlen. Hoffenheim hat das internationale Geschäft trotz des treffsicheren Stürmers verpasst, dazu könnte Kramaric seinen ohnehin schon hohen Wert bei der EM ab 11. Juni noch einmal steigern. Schon im Sommer 2020 war Kramaric mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden, diesmal dürften auch internationale Clubs aus England oder Spanien noch offensiver ihr Interesse hinterlegen. {furtherread} „Ich bin Optimist. Ich glaube daran, dass er auch nächste Saison noch für uns spielt“, hatte Hoeneß jüngst gesagt, auch Rosen will um einen Verbleib kämpfen. Wie wichtig der bewegliche und technisch starke Angreifer für die TSG ist, war auch am Samstag auf der Bielefelder Alm wieder zu sehen. Beim Remis hatte Kramaric früh die Führung erzielt und damit für einen Punktgewinn der Kraichgauer gesorgt. „Ich freue mich natürlich über meinen Hoffenheimer Tor-Rekord. Das bedeutet mir sehr viel“, sagte Kramaric. Andreas Voglsammer gelang für die abstiegsbedrohte Arminia später der Ausgleich. In der Tabelle sind für die TSG 1899 – zumindest nach oben – keine weiteren Sprünge drin. Hoffenheim belegt mit gerade einmal 40 Punkten nur Rang elf. dpa

    Mehr erfahren
  • Fußball Bielefeld verpasst riesigen Schritt

    Bielefeld (dpa) - In der Tabelle geklettert, die fast sichere Rettung verpasst: Arminia Bielefeld muss wegen mangelnder Chancenverwertung weiter den direkten Wieder-Abstieg aus der Fußball-Bundesliga fürchten.

    Mehr erfahren
  • 1899 Hoffenheim Nächster Ausfall

    Ungeachtet des bereits feststehenden Ligaverbleibs und anhaltender Personalsorgen will es die TSG 1899 Hoffenheim im Saisonendspurt nicht ruhiger angehen lassen. „Wir haben in den letzten fünf Spielen eine Trendwende geschafft – zumindest im Vergleich zu den drei Spielen davor“, sagte Trainer Sebastian Hoeneß zwei Tage vor der Auswärtspartie in der Fußball-Bundesliga bei Arminia Bielefeld am Samstag (15.30 Uhr/Sky). „Das wollen wir fortsetzen. Sobald wir auf den Platz gehen, wollen wir zeigen, dass wir gewinnen wollen.“ Es gebe „keinen Grund, in irgendeiner Form nachzulassen“, betonte der 39-Jährige am Donnerstag. Zumal die TSG im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga noch eine entscheidende Rolle spielen könnte. Sowohl Bielefeld als auch der abschließende Gegner Hertha BSC haben den Klassenerhalt noch nicht sicher. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst“, sagte Hoeneß daher mit Blick auf die Tabelle. {element} Wesentlich angespannter als die sportliche ist derweil die personelle Situation der Kraichgauer. Neben Torhüter Oliver Baumann (Schambeinentzündung) steht auch Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Der österreichische Nationalspieler ist im Training umgeknickt und hat sich eine Verletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen. Man sei aber „sehr optimistisch, dass er fit wird für die EM“, sagte Hoeneß. dpa {furtherread}

    Mehr erfahren