Fußball - Der neue Lauterer Trainer Marco Antwerpen glaubt an realistische Siegchance im Derby beim SV Waldhof am Samstag „Können dort drei Punkte holen“

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dpa/red
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Erstes Training: Der neue FCK-Coach Marco Antwerpen (Mitte) am Mittwoch am Betzenberg. © dpa

Kaiserslautern. Marco Antwerpen strahlte zum Start seiner Rettungsmission beim 1. FC Kaiserslautern große Zuversicht und Entschlossenheit aus. „Ich musste nicht lange überlegen, dass ich das hier gerne machen möchte. Wenn du dich als Trainer für Kaiserslautern entscheidest, dann musst du wissen, dass du hier immer unter Druck stehst. Das ist wirklich eine Herausforderung, aber der stelle ich mich sehr gerne“, betonte der neue Trainer des vom Abstieg bedrohten Fußball-Drittligisten bei seiner Vorstellung am Mittwoch.

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Nach bisher nur drei Saisonsiegen startet der Tabellen-16. mit Antwerpen den letzten Versuch, den drohenden Absturz in die Viertklassigkeit abzuwenden. Immerhin ist der neue Hoffnungsträger bereits der dritte Trainer in dieser Spielzeit nach Boris Schommers und dem Luxemburger Jeff Saibene, der am vergangenen Samstag nach der 0:1-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden freigestellt worden war.

Antwerpen weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Erfolg und Misserfolg anfühlen. In der vergangenen Saison führte er Eintracht Braunschweig zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, in dieser Saison wurde er bei Zweitligist Würzburger Kickers nach für fünf Partien beurlaubt.

Zimmer statt Sickinger als Kapitän

Am Dienstag hatte sich Antwerpen das FCK-Training noch von der Tribüne aus angeschaut, weil zu diesem Zeitpunkt der zweite negative Corona-Test noch nicht vorlag. Am Mittwoch durfte er mit der Mannschaft endlich auf den Platz. „Die Spieler sind sehr fokussiert. Wir müssen in dieser Situation als Mannschaft, aber auch als Verein, einen extremen Zusammenhalt an den Tag legen und füreinander einstehen“, sagte er danach. Seine Premiere als FCK-Coach könnte kaum brisanter sein. Am Samstag (14 Uhr) gastieren die Pfälzer im Südwestderby beim SV Waldhof Mannheim. Antwerpen freut sich auf die Partie im leeren Carl-Benz-Stadion. „Das sind Spiele, die Fußball ausmachen. Warum sollte das nicht ein Startpunkt für uns sein, um den Hebel umzulegen? Mit den neuen Impulsen, die wir der Mannschaft jetzt geben, sind wir sehr wohl in der Lage, dort drei Punkte holen zu können“, betonte er.

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Antwerpen gilt als Drittliga-Experte. Der gebürtige Unnaer trainierte neben den Braunschweigern auch schon erfolgreich Preußen Münster. Gemeinsam mit dem Mannheimer Kenan Kocak machte Antwerpen 2016 den Fußballlehrer. „Ich finde auch schönen Fußball interessant und bin Fan von Ballbesitzfußball, dominant zu sein, aktiv zu sein, statt nur zu reagieren“, hat der 49-Jährige in einem Interview einmal seine Philosophie umrissen. Beim strauchelnden FCK wird es in erster Linie aber auch darum gehen, Stabilität in die Mannschaft zu bekommen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Einer seiner ersten Entscheidungen am Betzenberg ist, dass Carlo Sickinger die Mannschaft ab sofort nicht mehr als Kapitän anführen wird. Neuer Spielführer der Roten Teufel ist der von Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Jean Zimmer. „Wir wollen Carlo mit dieser Maßnahme von einem Rucksack befreien“, begründete Antwerpen die Maßnahme. In Mannheim könnten auch schon die beiden Last-Minute-Neuzugänge Marvin Senger und Felix Götze, an deren Verpflichtung Antwerpen bereits mitgewirkt hatte, dabei sein. „Beide werden uns sicher verstärken“, sagte er. dpa/red