Fußball - In der Kreisoberliga bildet nur Aufsteiger Azzurri Lampertheim eine positive Ausnahme / Laufeinheiten statt Mannschaftstraining Warten auf den hinteren Plätzen

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hias
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Torwart Peter Hecher kehrte nach einem kurzen Intermezzo bei der SG Olympia/VfB zum TV Lampertheim zurück. © Berno Nix

Ried. Odenwälder Mannschaften wie die Spielvereinigung Fürth, die SG Wald-Michelbach, die SG Unter-Abtsteinach oder die KSG Mitlechtern dominieren in der seit Ende Oktober wegen der Corona-Pandemie pausierenden Kreisoberliga Bergstraße. Das Ried muss dagegen mit hinteren Tabellenrängen vorliebnehmen. Aufgereiht wie die Orgelpfeifen belegen Clubs wie der TV Lampertheim, die Groß-Rohrheimer Alemannia und der VfR Bürstadt die Tabellenränge 14 bis 16. Da bildet Aufsteiger AS Azzurri Lampertheim noch die positive Ausnahme, denn er steht mit nahezu ausgeglichener Bilanz immerhin auf dem siebten Tabellenplatz. Aber noch steht es absolut in den Sternen, wann und ob die Runde fortgeführt werden kann – und welche Bedeutung diese Momentaufnahme hat.

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VfR Bürstadt: Klaus Gassert, Vorsitzender des VfR Bürstadt, bringt es auf den Punkt: „Je länger der Lockdown dauert, desto mehr ist die Fortsetzung unserer Runde gefährdet.“ Dabei bezweifelt er sogar, dass die Hälfte der Runde zu Ende gespielt wird und so einer Auf- und Abstiegsregelung – wie sie auch immer aussehen würde – die Grundlage entzogen wäre.

Bereits jetzt schon werfen die Bürstädter ein planendes Auge auf die kommende Saison und kontaktierten einige Spieler. „Dies liegt aber in erster Linie in den Händen unseres Trainerduos Daniel und Dennis Böck, mit dem wir selbstverständlich verlängert haben“, so Gassert.

AS Azzurri Lampertheim: „Ich kenne meine Schlawiner“, sagt Azzurri-Übungsleiter Martin Göring und meint damit einige Spieler, die gerade in Zeiten von Corona die Zügel schleifen lassen. Aber auch sie motiviert er immer wieder, eine Laufeinheit zu absolvieren, damit sich die Muskulatur nicht zurückbildet. Und es gibt Spieler, die bei den Azzurri in Sachen Laufarbeit Vorbildliches leisten. „Einige schicken mir die Ergebnisse ihrer Lauf-App“, freut sich Göring darüber, dass so manch zurückgelegte Wegstrecke nun auch statistisch ausgewertet werden kann.

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FC Alemannia Groß-Rohrheim: „Der Trainer macht das schon und hält den Kontakt zu den Spielern“, sagt Groß-Rohrheims Vorsitzender Klaus Anthes und lobt dabei Übungsleiter Alexander Merlau-Behrendt. Was ihn umtreibt, ist der Wegfall einiger Feste, bei denen die Vereinsmitarbeiter sonst tatkräftig mitanpacken, um so die Vereinskasse aufzubessern. Aber ganz besonders wünscht er sich den Fußballsport in seiner gewohnten Form zurück: „Ich wünsche mir den Fußballsonntag so wie wir ihn alle kennen in seiner gewohnten Form zurück.“

TV Lampertheim: Mit freiwilligen Laufeinheiten halten sich die Spieler beider Mannschaften fit. Darauf legen die beiden Trainer Christian Schmitt (erste Mannschaft) und Mirco Geschwind (zweite Mannschaft) großen Wert. Mit beiden verlängerte Stefan Gudowius vom TVL-Sportausschuss auch für die kommende Runde. „Die Gespräche hatten für beide Seiten das gewünschte Ende“, konstatierte TVL-Pressesprecher Frank Willhardt. Der freute sich auch darüber, dass Peter Hecher nach einem kurzen Intermezzo bei der neugegründeten Spielgemeinschaft SG Olympia/VfB Lampertheim den Weg zurück ans Sportzentrum Ost gefunden hat. Mit Simon Gondolph (ehemals SV Bobstadt) teilte ein Spieler der zweiten Mannschaft den Verantwortlichen mit, er wolle kürzertreten. hias